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Strafbar des/r Diebstahls/Unterschlagung?

| 05.03.2018 18:28 |
Preis: 35,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich war vor kurzem als Anwärter Praktikant in einer Behörde.

Dabei habe ich am vorletzten Tag einen "dienstlichen" Aktenhefter aus einem Regal entnommen, um darin ein privates Dokument ,,knickfrei" nach Hause zu transportieren.

Am letzten Tag erschien ich in der Behörde und legte den Aktenhefter wieder an seinen ursprünglichen Platz, in Anwesenheit eines Praktikantenkollegen, der dies wahrnahm.

Erst im Nachhinein kam in mir der Verdacht auf, ein Mitarbeiter der Behörde könnte mich dabei beobachtet haben, wie ich den Aktenhefter am vorletzten Tag aus dem Regal entnahm und "einsteckte".

Einen konkreten Anlaß für meinen Verdacht gibt es nicht, sprich, es hat mich keiner angesprochen und mir einen Diebstahl unterstellt oder ähnliches.

Nun meine Frage:

Liegt überhaupt eine Straftat vor?
Sollte überhaupt ein Vorwurf hinsichtlich eines/r Diebstahls/Unterschlagung gegen mich bekannt gegeben werden, wie sollte ich mich am besten Verhalten. Gleich auf den Praktikantenkollegen als Zeugen verweisen, der nunmal bestätigen kann, dass ich besagten Aktenhefter wieder zurückgelegt habe oder gänzlich die Aussage verweigern?

Wie schaut es mit beamtenrechtlichen/dienstrechtlichen Konsequenzen aus, da ich Anwärter bin?

Vielen Dank vorab für die Beantwortung der Frage!

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Sehr geehrter Fragesteller,

bei Ihrer Handlung handelt es sich um eine straflose Gebrauchsanmaßung. D.h., Sie haben, ohne den Eigentümer zu fragen, eine Sache ausgeliehen.

Ein solches Handeln ist nur in Ausnahmefällen, bspw. bei einem PKW oder Fahrrad nach § 248b StGB strafbar.

Sollte Ihnen also die Tat vorhalten werden, sollten Sie darauf hinweisen, dass Sie nicht die Absicht hatten sich den Hefter anzueignen, sondern von Anfang an vor hatten, diesen wieder zurückzubringen. Was Sie nachweisbar auch taten.

Da keine Strafbarkeit vorliegt, haben Sie auch mit keinen beamtenrechtlichen Folgen zu rechnen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

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Nachfrage vom Fragesteller 06.03.2018 | 20:50

Zunächst vielen Dank für die zügige Rückmeldung.

Konkret bedeutet das, dass sich eine Konsequenz hieraus nicht ergibt. Folglich würden von Seiten meines Dienstherren keine vorläufigen Maßnahmen gegen mich getroffen werden, wie zum Beispiel eine Suspendierung/ oder gar Entlassung ausschließlich auf Grundlage der Schilderung des besagten Behördenmitarbeiters, der meint, eine Diebstahlshandlung beobachtet zu haben, obwohl tatsächlich kein Diebstahl vorliegt.

Denn meine Einlassung, dass ich den benannten Hefter wieder zurückgelegt habe, ist ja noch nicht bekannt. Oder anders ausgedrückt: Ohne meine vorherige Darstellung der Tatsachen, passiert vorab auch nichts. Ferner auch nicht im privaten Umfeld, zum Beispiel eine Hausdurchsuchung mit dem Ziel, den Hefter bei mir zu Hause zu finden und dass nur, weil der Behördenmitarbeiter meint, ich hätte was gestohlen.

Herzlichen Dank vorab für die Beantwortung der Verständnisfrage!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.03.2018 | 07:28

Sehr geehrter Fragesteller,

ob Ihr Dienstherr Schritte gegen Sie einleitet, kann von hier nicht beurteilt werden. Das hängt davon ab, wie sich die Angelegenheit für Ihren Dienstherrn darstellt. Da Sie aber keine Straftat begangen haben, hätten Sie gute Aussichten gegen etwaige Maßnahmen Ihres Dienstherrn vorzugehen.

Eine Hausdurchsuchung wegen eines Aktenhefters ist, unabhängig von dem was vorgefallen ist, höchst unwahrscheinlich.

An Ihrer Stelle würde ich daher zunächst abwarten, ob Ihr Dienstherr von Ihnen eine Stellungnahme oder ähnliches abfordert. Solange dies nicht erfolgt, können Sie davon ausgehen, dass Ihr Dienstherr nicht von einem strafbaren Handeln Ihrerseits ausgeht.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 09.03.2018 | 06:35

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 09.03.2018 5/5,0
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