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Strafanzeige wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruch

08.08.2015 10:38 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Zusammenfassung:

Als Beschuldigter muss man keine Aussage bei der Polizei machen. Oftmals bietet sich stattdessen die vorherige Akteneinsicht durch einen örtlichen Strafverteidiger an, um den Sachverhalt und die Beweismittel zu ermitteln - insbesondere wenn die Frage der Schuldunfähigkeit im Raum steht.

Sehr geehrte Rechtsanwälte,

in meinem Fall geht es um eine Strafanzeige wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruch.

Ich habe den Liebhaber meiner Frau in seinem Haus aufgesucht, geschrien und gehauen, nachdem ich klingelte und reingelassen wurde. Ich war laut und es gab Zeugen. Ich bin noch nie auffällig geworden. Er hat alles geschehen lassen, hat weder geblutet noch ernsthafte Verletzungen davongetragen. Am Ende hat er mir gedroht. Ich bin einfach gegangen und hatte viele Beruhigungsmittel und 2 Bier getrunken. Ich stand unter Schock und hatte nicht nachgedacht. Ich war 2 Stunden vorher schon einmal bei ihm am Haus gewesen (er war nicht da oder öffnete nicht) und es gibt meine Frau als Zeugin dafür. Ich habe mich entschuldigt und sehe ein, dass das falsch von mir war. Ich wollte nicht wahrhaben, dass die Familie mit 2 Kindern zerbricht. Nun habe ich ein Schreiben von der Polizei erhalten, nach dem ich mich äußern soll.

Was soll ich machen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Sie können, müssen aber nicht bei der Polizei erscheinen. Eine Aussage müssen Sie auch nicht machen und ich sehe hier auch keinen direkten Nutzen eines Geständnisses bei der Polizei - Sie könnten die Situation sogar ungewollt verschlimmern.

Aus mehreren Gründen sollten Sie stattdessen einen örtlichen Strafverteidiger zumindest mit der Akteneinsicht beauftragen:

Sie sagen der Geschädigte habe nicht geblutet. Ob er aber gegenüber der Polizei andere Verletzungen angegeben hat, können Sie ohne Akteneinsicht durch einen Verteidiger nicht beurteilen. Dies ist für die Frage der Strafzumessung ganz erheblich.

Sie erinnern sich zudem, dass es Zeugen für das Geschehen gegeben habe. Diese müssten aber auch vom Geschädigten benannten worden sein können. Ob er dies konnte, erfahren Sie aus der Ermittlungsakte.

Weiter schreiben Sie, Sie hätten viele Beruhigungsmittel und Bier zu sich genommen. Der Strafverteidiger sollte prüfen, ob hier schon eine mögliche Schuldunfähigkeit z.B. durch verminderte Steuerungsfähigkeit vorgelegen haben könnte. In diesem Zusammenhang wird auch besonderes Augenmerk auf Ihr Verhalten vor der Tat zu legen sein, da Sie bereits zwei Stunden zuvor versuchten, den Geschädigten aufzusuchen.
Hier wäre eine Aussage bei der Polizei oder später vor Gericht ohne anwaltlichen Beistand sicherlich riskanter als unter Hinzuziehung eines Kollegen.

Zu bewerten sein wird auch Ihre Entschuldigung gegenüber dem Geschädigten und was Sie diesem oder Dritten gegenüber eventuell schon ausgesagt haben. Ihrer Frau steht im Übrigen ein Zeugnisverweigerungsrecht zu, sollte Sie nicht als Zeugin aussagen wollen.

Da Sie nichts über Vorstrafen geschrieben haben, kann hier keine weitergehende Aussage über ein mögliches Strafmaß getroffen werden. Der Strafrahmen einer einfachen Körperverletzung, § 223 StGB , bewegt sich zwischen Geldstrafe und Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Der Strafrahmen des Hausfriedensbruchs, § 123 StGB , liegt bei Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.

Im Falle einer Verurteilung ohne einschlägige Vorstrafen und ohne nennenswerte Verletzungen des Geschädigten könnte man von einer Geldstrafe ausgehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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