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Strafanzeige unter laufender Bewährung - was tun?

| 24.08.2013 21:21 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Zusammenfassung: Ein Widerruf der Strafaussetzung zur Bewährung findet nur statt, wenn der Täter die Erwartungen an die Bewährung nicht erfüllt hat.

Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

ich habe eine Frage bezüglich einer polizeilichen Vorladung wegen einer Strafanzeige wegen § 265a STGB die ich heute erhalten habe. Eine Auskunft das ich nicht zum polizeilichen Termin gehen muss, bzw. einen Rechtsanwalt kontaktieren kann und Akteneinsicht beantragen kann, benötige ich nicht. Mir geht es hier um eine Einschätzung des Falles, wie dieser verlaufen könnte, ich schreibe extra könnte, da ich weiß das sie mir keine verbindliche Auskunft geben können.

Informationen zu meiner Person:

Männlich 29 Jahre alt, 3 x inhaftiert wegen Betrug ( immer § 263 )

Derzeit offene Bewährung 11 Monate Erwachsenenstrafe aus Verbüßung einer Gesamtfreiheitsstrafe eigentlich beendet am 10.06.2013 wurde vor zwei Jahren verlängert um 6 Monate wegen einer Straftat aus Beledigung mit 90 Tagessätzen.

Derzeit offene Bewährung 20 Monate Jugendstrafe die Widerrufen wurden aber wieder ausgestezt wurden aus Verbüßung einer Gesamtfreiheitsstrafe eigentlich beendet am 10.06.2013 wurde vor zwei Jahren verlängert um 6 Monate wegen einer Straftat aus Beledigung mit 90 Tagessätzen.

Nun meine Frage: Ich bin am 23.4.12 und am 25.9.12 und 22.6.13 ohne gültige Fahrtkarte angetroffen worden. Alle Strafen habe ich im Nachhinein ( jeweils 40 Euro) an die Mainzer Verkehrsgesellschaft vertreten durch Infoscore bei Baden-Baden bezahlt, ohne das es einer Mahnung bedurfte. Die erste Zahlung waren 4 x Raten a 10 Euro die anderen jeweils direkt. Über die letzte Zahlung in Höhe von 40 Euro habe ich den Nachweis noch. Alle anderen beiden müssten bei Infoscore angefragt werden.

Ich bin arbeitslos seit meiner Haftentlassung 2010. Daher kann ich nur diesen geringeren Einsatz ausloben. Meine Frage(n) daher:

- Wie hoch sehen Sie die Wahrscheinlichkeit prozentual ( Bitte hierauf antworten und sich auf meine o.g. Fakten beziehen) dass dieses Verfahren eingestellt wird

- Wie hoch sehen Sie die Wahrscheinlichkeit prozentual, dass die Bewährung verlängert werden könnte, deswegen.

- Und letzter Aspekt, wie hoch sehen sie die Wahrscheinlich prozentual, dass eine Verurteilung und ein Bewährungswiderruf in Betracht kommt.

Zählt der Aspekt, dass ich die drei mal Schwarzfahren bezahlt habe direkt? Oder ist das relativ egal. Wird dieses von einem Amtsanwalt bearbeitet? Oder doch eher Staatsanawalt?

Ich bitte um Antwort.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

1. Sie sind während der Bewährung wieder Straffällig geworden, soweit man dies Ihren Angaben entnehmen kann.

Die Wahrscheinlichkeit einer Einstellung beziffere ich ohne nähere Kenntnis der Umstände mit 30 %. Sie sind Einschlägig vorbestraft und stehen unter Bewährung.

2. Die Chancen einer Verlängerung der Bewährung sehe ich bei 60 % oder besser.

3. Eine Verurteilung, ggf. per Strafbefehl wird sicher erfolgen, ein Bewährugswiderruf zu 30 %.
Leichte einschlägige Rückfalltaten führen in der Regel nicht zum Widerruf, dies sehe ich bei Ihnen.

Das Nachtatverhalten spielt schon eine Rolle, es liegt kein Schaden mehr vor, dafür waren es aber auch 3 Taten.

Wer die Sache bearbeitet kann man nicht sagen, weil das von der Geschäftsverteilung bei der Staatsanwaltschaft abhängt.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.08.2013 | 23:03

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Wöhler,

danke für die klare Aussage wenn auch für diesen leider geringen Preis. Vielen Dank.

Eine kurze Nachfrage: Ich wurde immer von einem Mainzer Rechtsanwalt vertreten, der mich jedoch nur im Falle einer Anklage vertreten will, und nicht im Vorfeld. Was würde in einem solchen Fall das außergerichtliche Vertreten kosten um eine Anklage zu vermeiden? Wäre im Vorfeld eine Absprache mit der Staatsanwaltschaft sinnvoll damit ein Einstellen wegen der " vergessenen Fahrkarte " erreicht werden kann?

Ich habe eine Rechtsschutzversicherung seit mehreren Jahren. Wären sie bereit eine Deckungszusage kostenlos einzuholen wenn ich Ihnen das Mandat übertragen würde?

Danke und einen schönen Sonntag

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.08.2013 | 00:35

Sehr geehrter Fragesteller,

die Vertretung richtet sich nach dem RVG. Hier würde man von den Mittelgebühren ausgehen. Ich gehe nicht davon aus, dass die Rechtsschutzversicherung eintritt, da in den meisten Verträgen Vorsatzdelikte ausgeschlossen sind. Es reicht der Vorwurf eines Vorsatzdeliktes wir bei Ihnen. Bei Ihrer Versicherung sollten Sie selbst anfragen. Bei mir ist das nur möglich im Zusammenhang mit der Mandatserteilung, wobei die Anfrage aber nicht extra berechnet wird.

Bei Bedarf können Sie sich gerne melden.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 25.08.2013 | 21:09

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"Sehr netter Rechtsanwalt, der trotz des geringen Einsatzes, sehr zielsicher, zutreffend und knapp antwortet, so wie es sein sollte, ohne außen rum zu reden. Vielen Dank für ihre rechtliche Einschätzung. Für Strafverfahren empfehle ich Herrn Wöhler gerne wieder."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 25.08.2013 5/5,0
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