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Strafanzeige aufgrund von Urkundenfälschung gestellt


| 14.04.2017 13:59 |
Preis: 25,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt



Sehr geehrte Damen und Herren,

am 31.1. habe ich über ein bekanntes Online-Auktionshaus eine Autogrammkarte für 2,85 EUR von einem Herrn oder einer Frau B. erworben. Diese Autogrammkarten-Transaktion ging auch reibungslos über die Bühne, ich überwies den Betrag und die Karte war kurze Zeit später da.

Knapp anderthalb Monate später erhalte ich ein Schreiben einer Firma, die mir zur Bestellung eines kostenfreien Starterkits mit Katzennahrung gratuliert und mir Hinweise gibt, wie sich das Leben mit einer kleinen Katze verändern wird. Einziger Haken an der Geschichte: Ich habe keine Katze, nie eine Katze gehabt und erst recht kein Starterkit dieser Firma bestellt, die mir bislang auch nichts sagte.

Via Einwurfeinschreiben teile ich der Firma dies mit und erhalte gestern ein Antwortschreiben von einem Herrn T. des besagten Unternehmens, in welchem mir mitgeteilt wird, dass man den Sachverhalt ausführlich analysiert und auch mit dem Züchter, von dem ich wohl die Katze erhalten hätte, Rücksprache gehalten wurde und meine Kontaktdaten auf einem Antwortschreiben vermerkt worden seien. Ich möge mich melden, wenn ich sachdienliche Hinweise geben könnte, wer meine Kontaktdaten unerlaubt verwende.

In der Anlage wurde mir eine Kopie des Antwortschreibens mitgeliefert, in dem meine vollständige Anschrift vermerkt, und meine Unterschrift gefälscht wurde! Der vermerkte Züchter: Ein Herr oder eine Frau B., bei der ich anderthalb Monate vorher über eBay eine Autogrammkarte gekauft hatte!!

Sofort recherchierte ich im Internet und sties auf weitere Ungereimtheiten, die hier aber den Rahmen sprengen würden und fuhr zur nächsten Polizeidienststelle, um eine Strafanzeige zu stellen. Sämtliche Beweisdokumente lieferte ich unmittelbar ab. Mir wurde gesagt, dass nun aufgrund von Urkundenfälschung - allerdings zunächst gegen unbekannt - ermittelt werden würde.

Selbstverständlich rief ich hinterher noch bei dem Unternehmen an, dessen Schreiben mich am selben Tag erreichte und schilderte auch dort die neu gewonnenen Erkenntnisse. Diese fielen aus allen Wolken, da der Herr oder die Frau, die mir die Autogrammkarte auf eBay verkauft hatte, wohl ein Großzüchter sei, der somit die eigentlich für Kunden gedachten Starterkits mit nicht gerade geringfügigem Wert wohl selber behalte und überlegten ebenfalls, rechtliche Schritte einzuleiten.

Was kann ich nun noch tun? Brauche ich über die Strafanzeige hinaus, einen Rechtsanwalt? Wenn ja oder wenn es zum Prozess kommt, wer zahlt dann dafür UND ist eine Zivilklage (quasi als Nebenklage) ebenso möglich und nötig? Finanziellen Schaden trage ich keinen davon, aber ich finde es alles andere als harmlos, wenn in meinem Namen irgendwelche Verträge - sei es auch nur über die Zusendung eines Kitten-Starterkits und Infomaterial - abgeschlossen werden und meine Unterschrift gefälscht wird.

Ist ein Schadensersatz - allein schon für den Einsatz meines Geldes auf dieser Plattform - denkbar?

Ist es sinnvoll, eine Unterlassungserklärung einzufordern?

Herzlichen Dank im Vorfeld für Ihre Mühe und Antwort.

N. E.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Fragen gerne wie folgt:

Sie haben schon das Richtige getan, indem Sie Anzeige erstattet haben. Als Straftatbestand kommt auch Betrug in Betracht. Es ist davon auszugehen, dass dies aber ggf.auch mit angeklagt wird.
Sie haben schon die Möglichkeit, einen Anwalt einzuschalten und haben grundsätzlich auch Schadensersatzansprüche, insoweit Ihnen ein tatsächlicher Schaden entstanden ist. Hier teilen Sie mit, dass dieser sich bislang in dem Einsatz hier erschöpft. Es besteht die Möglichkeit einer zivilrechtlichen Klage oder auch einer Nebenklage. Die Kosten hierfür müssen Sie aber zumindest zunächst selbst tragen, denn Sie beauftragen den Anwalt und aus diesem Vertagung entstehen die Honorar -Ansprüche des Anwalts. Aus diesem Grund sollten Sie es sich gut überlegen, ob Sie diese Ausgaben tätigen wollen. Zwar könnten Sie die Kosten zurück fordern, jedoch zeigt die Erfahrung, dass in derartigen Fällen von den 'Tätern ' meist kein Geld zu holen ist, weil sie entsprechend alles verschleiern.
Eine Unterlassungserklärung macht schon Sinn. Allerdings ist auch hier nicht davon auszugehen, dass Sie eine solche erhalten werden, da auch hier davon auszugehen ist, dass entsprechend niemand greifbar sein wird.
Ich rate Ihnen , abzuwarten, was die Polizei ermittelt und hier immer wieder nachzufragen. Möglicherweise werden Sie als Zeuge geladen, falls es zu einer Anklage kommt. Dann wäre der Zeitpunkt, einen Anwalt einzuschalten, weil dann klar ist, dass die Täter ermittelt werden können und ladungsfähige Anschriften vorliegen.

Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Forums weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Draudt
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 14.04.2017 | 14:44

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Draudt,

vielen Dank für Ihre schnelle und ausführliche Antwort. Wie verhält es sich, wenn ich im Prinzip weiß, dass ein Herr J. B. oder seine Frau T. B. als Täter in Frage kommen und die Polizei im Prinzip anhand der vorgelegten Beweismitel lediglich ermitteln muss, wer der beiden letztlich die Tat vollübt hat? Gänzlich gegen unbekannt dürfte es nicht gehen. Bekannt sind: Mitgliedsname des Online-Auktionshauses, Bankverbindung, Anschrift. Unbekannt: Ehemann oder Ehefrau.

Mit freundlichen Grüßen
N. E.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.04.2017 | 09:56

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Nachfrage gerne wie folgt:

Ihre Chancen sind dann natürlich höher, fraglich bleibt aber nach wie vor, ob Zahlungsfähigkeit vorliegt, sei es bei dem Ehemann oder der Ehefrau.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Draudt
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 20.04.2017 | 00:19


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FRAGESTELLER 20.04.2017 3,8/5.0
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