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Strafantrag zurücknehmen - bleiben Auflagen bestehen?

15.09.2016 22:52 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


11:18

Zusammenfassung:

Es geht um die Möglichkeit der Rücknahme eines Strafantrags, nachdem gerichtliche Entscheidungen ergangen sind.

Hallo und guten Abend,

vorweg, ich habe Anzeige erstattet und einen Strafantrag gestellt gegen meinen Vater.
Sein Haftbefehl wurde außer Kraft gesetzt gegen die Auflagen, dass er sich mir nicht nähern darf und keinerlei Kontakt haben darf.

Nun gab es eine Wendung in dem Fall und ich möchte/ werde den Strafantrag zurücknehmen. Ich weiß, dass trotzdem weiter ermittelt wird. Dennoch mach ich nun von meinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch und sage nichts mehr.
Meine Fragen sind

1. Soll/Muss ich Gründe angeben in dem Schreiben, dass ich den Antrag zurücknehme oder soll ich da schon auf mein ZVR hinweisen? und

2. Wenn ich den Antrag zurücknehme, gelten dann diese Auflagen immernoch oder kann ich mich meinem Vater nähern, ohne dass er gleich zurück in U-Haft kommt?

Visiten Dank im Voraus.

16.09.2016 | 00:01

Antwort

von


(175)
Ginsterweg 1D
31582 Nienburg
Tel: 05021-6071434
Tel: 0160-91019085
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eingangs teile ich Ihnen mit, dass eine abschließende Beurteilung der Rechtslage ohne die Einsicht in die Akten nicht möglich ist.

Wenn Sie einen Strafantrag gestellt haben, dann hängt es von der Art der Straftat ab, ob ein Antrag derart zurückgenommen werden kann, dass dies zu einer Nichtverfolgung der Straftat führt.

1. Gründe für die Rücknahme des Antrags müssen grundsätzlich nicht angegeben werden. Auf das Zeugnisverweigerungsrecht, falls denn eines besteht, müssten Sie sich ausdrücklich berufen und gegebenenfalls darlegen, dass und weshalb eines tatsächlich besteht.
2. Die Frage hängt von der Art der Straftat ab. Ich verstehe Sie aber so, dass, falls bereits Auflagen erteilt worden sind und ein Haftbefehl besteht, das Strafverfahren weit fortgeschritten ist und es zu gerichtlichen Entscheidungen gekommen ist. In diesem Fall könnte die Rücknahme des Antrags unter Umständen folgenlos bleiben, sie würde nichts mehr bringen. Die Auflagen dürften dann immer noch gelten.

Allerdings geben Sie recht vage Angaben an, sodass eine Beurteilung tatsächlich schwer ist. Man müsste sich Akteneinsicht verschaffen, um sich ein vernünftiges Bild von der Sach- und Rechtslage zu machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Pilarski

Rückfrage vom Fragesteller 16.09.2016 | 03:41

Es gab zunächst eine Anhörung und die Entscheidung, dass mein Vater unter Auflagen nach Hause darf. ( Auflage: keinerlei Kontakt zu mir) Bei Verstoß kommt er sofort in U-Haft bis zur Verhandlung.

Meine Frage ist nun: Wenn ich den Strafantrag zurücknehme, sind dann auch die Auflagen hinfällig? Dass trotzdem weiter ermittelt wird, ist mir bewusst. Aber dann ja nicht mehr aus MEINEM Interesse. Was ist dann also mit den Auflagen, mich nicht treffen zu dürfen?

Das Zeugnisverweigerungsrecht besteht aufgrund dessen, weil ein Verwandschaftsverhältnis vorliegt. Er ist ja mein Vater.

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.10.2016 | 11:18

Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst entschuldige ich mich für die späte Beantwortung. Die Nachfrage ist in meinen Mails irgendwie untergegangen. Dennoch beantworte ich sie nun wie folgt:

Ich kann nur nach oben verweisen, dass die Rücknahme des Strafantrags für die Auflagen zunächst ohne Bedeutung sein dürften. Denn für die U-Haft werden bestimmte Haftgründe durch das Gericht geprüft und das Gericht kam scheinbar zu dem Ergebnis, dass diese grundsätzlich bestehen und die Aussetzung nur unter Auflagen möglich ist. Es geht bei manchen Straftaten eben nicht nur um Ihr Interesse, sondern das der Öffentlichkeit, dass keine Straftaten begangen werden, also um Rechtssicherheit und Rechtsfrieden.

Sie könnten sich an den Verteidiger Ihres Vaters wenden und mit ihm das weitere Vorgehen besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

Pilarski
(Rechtsanwalt)

ANTWORT VON

(175)

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