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Strafantrag wegen nicht angekommenem Paket bei Ebay Aktion


08.07.2006 16:15 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Sehr geehrte Damen und Herren,

im November letzten Jahres habe ich ein Paket auf Wunsch des Empfängers unversichert versendet. Das Paket wurde ohne
Einlieferbeleg eingesendet wie bei einem Briefversand und ist nicht angekommen. Es liegt auch keine Rechnung vor, die den Versand meinerseits nachweist, ein Zeuge war auch nicht dabei., da man ja nicht davon ausgeht dass man jemanden dabei haben muss um einen Versand generell nachzusweisen.Der Empfänger hat hierauf hin das Geld zurückverlangt aber nicht erhalten, weil das Transportriskio auf Ihn übergegangen ist, da unversicherter Versand vorlag und auch gewünscht war. Leider kann mir heute auch ebay keine Daten der Artikelbeschreibung vorlegen, da die Auktion über ein halbes Jahr alt ist. Mir droht nun ein Strafantrag mit ca. EUR2000 wegen versuchten Betrugs.


Meine Fragen hierzu

a) Lohnt es sich in Einspruch zu gehen bzw. wie hoch sind
die Kosten für ein solches Verfahren in der Regel die man
selber zu tragen hat. (ANWALTSKOSTEN+PROZESSKOSTEN)
b) Gewährt die Staatsanwalschaft auch Ratenzahlungen, wenn ja
wieviel maximal
c) Kann man bei einem finanziellen Engpass eine Anwaltsbeihilfe
beantragen?
d) Erfolgen negative Schufaeinträge bzw. wird so ein Strafantrag
generell vermerkt bei der Schufa?
e) Wie sehen meine rechtlichen Chancen aus?
f) Kann ich meine Anwaltsankosten an den Empfänger belasten,
da er mich beschuldigt?

Vielen Dank für Ihre Antworten





Eingrenzung vom Fragesteller
08.07.2006 | 17:25
Eingrenzung vom Fragesteller
08.07.2006 | 19:35

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in).

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Anbetracht des gebotenen Einsatzes antworte ich Ihnen auf Ihre eingegrenzten Fragen wie folgt.

a) Ihre leider etwas ungenauen Sachverhaltsschilderung ("Mir droht nun ein Strafantrag mit ca. EUR2000 wegen versuchten Betrugs.") lege ich einmal dahingehend aus, dass Ihnen ein Strafbefehl in Höhe von € 2.000,00 wegen versuchtem Betrug zugestellt wurde. Bitte korrigieren Sie mittels Nachfragefunktion falls hier ein Missverständnis vorliegt.

Gegen einen Strafbefehl ist der Einspruch innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach Zustellung (siehe Datum auf dem Umschlag) zulässig.
Sie benötigen nicht unbedingt einen Anwalt. Den Einspruch können Sie auch selbst schriftlich oder zu Protokoll der Geschäftsstelle bei dem Gericht das den Strafbefehl erlassen hat einlegen.
Ob es sinnvoll ist den Einspruch einzulegen sollten Sie anhand folgender Kriterien selbst bestimmen:

Ein Einspruch ist sinnvoll wenn entweder mit einem Freispruch oder einer Verurteilung wegen einer geringfügigeren Tat und damit ein geringerer Strafausspruch zu rechnen ist oder der Einspruch auf die Tagessatzhöhe (also Höhe der Geldstrafe) beschränkt wird und begründet ist.

Also vollumfänglicher Einspruch oder auf die Tagessatzhöhe beschränkter Einspruch?

Für eine Verurteilung müssten schon gewisse Anhaltspunkte vorliegen. Welche diese sind kann ich aufgrund mangelnder Kenntnis der Ermittlungsakte in Ihrem Fall leider nicht sagen.
Die Tatsache, dass ein Strafbefehl erlassen wurde spricht jedoch dafür, dass einige Beweise vorliegen könnten.
Was mich nach Ihrer Schilderung stutzig macht ist der Tatvorwurf des versuchten Betruges.
Der Käufer hat Ihnen das Geld ja bereits bezahlt und es wird behauptet Sie hätten die Ware niemals abgesendet. Das wäre eigentlich ein Betrug.

1. Wenn Sie der Meinung sein sollten, dass sie unschuldig sind und man Ihnen nichts anderes nachweisen kann sollten Sie einen Kollegen vor Ort beauftragen der für Sie einen vollumfänglichen Einspruch einlegt und dann Akteneinsicht beantragt.
Dann kann man immer noch entscheiden ob man nun die Sache vor Gericht ausficht, den Einspruch auf das Strafmaß beschränkt oder ganz zurückzieht.
Die Kosten trägt im Falle des erfolgreichen Einspruchs die Staatskasse.

2. Wenn Sie der Meinung sind, dass der Tatvorwurf richtig ist aber die zugrunde gelegte Tagessatzhöhe zu hoch ist, so können Sie den Einspruch hierauf beschränken.
Ob der Tagessatz zu hoch ist können Sie in etwa dadurch ermitteln indem Sie Ihr Nettoeinkommen (abzügl. evt. Unterhaltsverpflichtungen) durch 30 teilen. Diesen Betrag multiplizieren Sie dann mit der im Strafbefehl angegebenen Zahl an Tagessätzen. Liegt Ihre Berechnung unter der des Gerichtes dann sollten Sie Einspruch einlegen. Liegen Sie darüber, dann sollten Sie es bei der günstigeren Strafe belassen.

b) Ja, nach Vereinbarung mit der Vollstreckungsbehörde.

c) Nein, die Schufa hat mit der Strafgerichtsbarkeit nichts zu schaffen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen alle Fragen zufrieden stellend beantworten. Bei Bedarf nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 08.07.2006 | 21:11

Wie hoch ist die maximale gesetzlich vereinbare Ratenzahlung mit der Vollstreckungsbehörde und ist eine Eintragung im Führungszeugnis die Folge?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.07.2006 | 22:23

Sehr geehrter Fragensteller.
Sie führen über das Hintertürchen der Nachfragefunktion neue Fragen ein. Die Beantwortung würde die Nutzungsbedingungen von Frag einen Anwalt verletzen. Dies ist weder in meinem noch in Ihrem Interesse. Ich bitte um Verständnis. Bei Bedarf stellen Sie ein neues Gebot mit Ihren neuen Fragen ein.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

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