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Strafantrag wegen mehrere vergehen.

28.09.2014 22:06 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Es geht um Straftaten nach dem Wehrstrafgesetzbuch und dem allgemeinen Strafrecht. Strafandrohung und Verteidigungsstrategie.

Hallo
Gegen mich wurde Strafantrag gestellt.
Ich werde beschuldigt: Verd. des Verg. auf Misshandlung untergebracht gem. WSTG
Verd. d. Verg. auf entwürdigende Behandlung untergebracht gem. WSTG
Verd. d. Verg. der Beleidigung gem. StGB
Verd. d. Verg. d Vers. Körperverletzung gem. STGB

Ich war als Fahrlehrer eingesetzt und verantwortlich für 4 Fahrschüler.
Im AusbildungsZeitraum von 5 Wochen stand ich unter hohen psychischen Druck, wodurch ich dazu neigte die Fahrschüler zu beleidigen wenn sie Fehler machten. Zweiten von ihnen habe ich die kappe vom Kopf geschoben. Einen von beiden hab ich dabei auch am Kopf erwischt. Körperliche Schäden trug er nicht davon. Laut Sachverhalt der Polizei soll ich sie teilweise körperlich traktiert haben.
Als schlussbemerkung der Polizei steht das 2 mal strafrechtlich in Erscheinung getreten bin, stand aber noch nie vor Gericht.
Was kann mich erwartet?

28.09.2014 | 23:10

Antwort

von


(822)
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41812 Erkelenz
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Tel: 0174 - 9994079
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Sehr geehrter Fragesteller,

die Misshandlung und die entwürdigende Behandlung sind sog. Straftaten gegen die Pflichten der Vorgesetzten, geregelt in §§ 30 und 31 WStGB.

Die beiden anderen Vorwürfe betreffen das allgemeine Strafrecht nach §§ 185 und 223 StGB , letztere sind Antragsdelikte. Hier findet nach § 3 WStGB auch das allgemeine Strafrecht Anwendung, sofern das WStGB nichts anderes bestimmt.


Die mutmaßlich Geschädigten müssen Ihre Untergebenen gewesen sein, oder Sie müssten zumindest einen höheren Dienstgrad innegehabt haben, § 36 WStGB.

Alle genannten §§ sind Vergehenstatbestände.


Dies vorangestellt, Ihre Fragen:

„Als Schlussbemerkung der Polizei steht das 2 mal strafrechtlich in Erscheinung getreten bin, stand aber noch nie vor Gericht."

Antwort:

Das ist kein Wieerspruch. „Strafrechtlich in Erscheinung getreten" bedeutet im Sprachgebrauch der Ermittlungsbehörden , insbesondere der Polizei, dass Sie schon einmal einem Verdacht einer Straftat ausgesetzt waren und das dies in einer sog. Kriminalakte (KpS) vermerkt wurde. Diese Vermerk bleibt sodann bestehen, auch wenn das Verfahren später eingestellt wurde.

"Was kann mich erwarten?"

Antwort:

Die Polizei schließt ihre Ermittlungen ab und sendet die Sache an die Staatsanwaltschaft, die dann darüber entscheidet, ob Anklage erhoben wird oder je nach Verlauf des Ermittlungs- bzw. Zwischenverfahrens auch nicht.

Wenngleich die Strafrahmen der o.g. Straftatbestände des WStGB als "Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren" zunächst erschreckend hoch erscheinen, gibt es doch minderschwere Alternativen in § 30 WStGB.

Bei der Strafzumessung werden die Gesamtumstände, auch Ihr „hoher psychischer Druck" zu berücksichtigen sein, so dass sich – gesetzt den Fall, die Taten wurden Ihnen überhaupt nachgewiesen oder von Ihnen eingestanden – das Strafmaß auch deutlich reduzieren kann.

Allerdings sollten Sie eine(n) Strafverteidiger(in) Ihres Vertrauens hinzuziehen und sich bis dahin überhaupt nicht mehr äußern.


Denn der Verteidiger wird Akteneinsicht anfordern und erst dann ist eine zielführende Verteidigungsstrategie überhaupt möglich.

Voraussichtlich haben Sie auch Anspruch auf Beiordnung eines Pflichtverteidigers, weil möglicherweise die Entfernung aus dem Dienst drohen kann.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

ANTWORT VON

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