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Strafantrag Körperverletzung

| 09.10.2020 17:39 |
Preis: 40,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


19:32

Folgender Sachverhalt:

Person A wird aufgefordert die Wohnung von Person B und Person C wegen Ausrastern zu verlassen. Person A weigert sich und geht auf Person B los, welche sich dadurch wehrt dass sie die Hände von Person A so gut wie möglich festhält und diese zum Ausgang der Wohnung bugsiert. Person A haut auf Person B ein, schlägt (Hände), staucht und tritt und zerreisst die Oberbekleidung von Person B.
Person B trägt jedoch keine bleibenden Verletzungen davon, jedoch haben die Tritte und Schläge ins Gesicht und in den Oberkörper/an die Beine schon vorübergehende Schmerzen verursacht. Person C wurde von Person A sogar in den Bauch getreten, auch mit vorübergehenden Schmerzen, aber ohne bleibende Schäden.

Person B und C haben u.a. von der Polizei ein Formular per Email zur Stellung eines Strafantrages bekommen, in dem steht:

"Erklärung über die Stellung eines Strafantrags
wegen Körperverletzung gemäß § 223 StGB: Körperverletzung , Versuch gem. §§ 22 StGB: Begriffsbestimmung , § 23 StGB: Strafbarkeit des Versuchs ".

Polizei wurde damals zum Vorfall hinzugezogen und meinte, es sei nur eine versuchte Körperverletzung da keine länger anhaltende Verletzungen oder Schmerzen vorlägen.

Person A hat jedoch selber bei einem anderen Revier Strafantrag gestellt wegen Körperverletzung gegen Person B, da angeblich durch das Festhalten der Hände blaue Flecken entstanden seien.

Ist die Formulierung allgemein so üblich bzw. wann ist eine Körperverletzung "nur" versucht? Person B und C sind der Meinung, dass es sich auch ohne später sichtbare Verletzungen am Körper um eine Körperverletzung und nicht um den Versuch einer KV handelt. Sollten Person B und C den Textpassus mit dem "Versuch" auf dem Strafantrag streichen und nur "Körperverletzung gemäß § 223 StGB: Körperverletzung stehen lassen? Strafanträge sollen wir bei der Polizei in den Briefkasten werfen.


Einsatz editiert am 09.10.2020 17:53:53

09.10.2020 | 18:10

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Eine Körperverletzung ist dann nur versucht, wenn der Taterfolgt nicht eingetreten ist.

Hierzu dürfte kein krankhafter Zustand hervorgerufen worden sein bzw. keine Gesundheitsschädigung stattgefunden haben.

Dies ist hier nach Ihrer Schilderung zweifelhaft. Ich teile Ihre Einschätzung, dass hier eher von einer vollendeten Körperverletzung auszugehen ist.

Insofern könnten Sie den Strafantrag entsprechend ändern. Gleichzeitig könnten Sie noch einmal in einer schriftlichen Strafanzeige Ihre Sicht des Sachverhalts, insbesondere die Schmerzen, schriftlich gegenüber der Polizei darlegen.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

J. Geike
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 09.10.2020 | 18:24

Wäre der Taterfolg sozusagen dann ein "erfolgreicher" Hieb ins Gesicht, eine Ohrfeige, ein Tritt der getroffen hat, auch ohne dass man einen Tag später noch Schmerzen oder Folgen haben müsste?
Wir werden den Passus mit dem "Versuch" einfach streichen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.10.2020 | 19:32

Korrekt, zwar wird eine gewisse Erheblichkeit erforderlich sein, dies ist aber beim Eintritt von Schmerzen grundsätzlich bereits gegeben.

Folgeschäden oder langanhaltende Schmerzen sind nicht erforderlich.

Genau, ich würde die Formulierung entsprechend anpassen.

Mit freundlichen Grüßen

J. Geike
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.10.2020 | 20:11

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