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Stornokosten Ferienwohnung ohne AGB oder Vereinbarungen

03.03.2009 19:45 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


22:25
Ich habe eine Frage zu Stornokosten bei einer Ferienwohnung.

Wir haben kurzfristig am 25.2.09 eine Ferienwohnung auf der Insel Spiekeroog für 7 Tage per eMail gebucht.
Innerhalb des eMailverkehrs wurde kein herkömmlicher "Vertrag" abgeschlossen und es wurde auch nichts schriftliches (auch keine pdf Dokumente) ausgetauscht.
Nur: „Wir buchen hiermit vom x bis y Ihre Ferienwohnung. + Kontaktdaten“. Als Antwort kam dann ein „Ok, die Wohnung ist dann fertig + Kontaktdaten“

Insbesondere gab es keine AGB des Vermieters/Eigentümers und keine Hinweise auf Stornokosten. Weder im eMailverkehr noch auf der Seite des Ferienhausanbieters. (http://www.meerlust-spiekeroog.de - 3.3.2009).

Leider mussten wir 1 Tag vor Anreise (3.3.09) stornieren.
Die Vermieterin verlangt 100% Stornokosten.

Muss ich, obwohl nirgendwo etwas über Stornokosten oder AGB zu finden ist, überhaupt Stornokosten zahlen?
Und wenn ja, warum und wieviel?

Danke & MfG,
Thomas
03.03.2009 | 20:32

Antwort

von


(420)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrter Ratsuchender!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen wie folgt beantworten möchte.

Sie haben hier einen Mietvertrag über die Belegung einer Ferienwohnung mit dem Vermieter abgeschlossen.
Auch wenn hier nur kurze E-Mails ausgetauscht wurden, so ist doch ein wirksamer Vertrag ohne Regelung durch AGB, etc. zustande gekommen.
Die Ferienwohnung wurde in der vereinbarten Zeit für Sie bereitgehalten.
Daher muss auch die vereinbarte Miete gezahlt werden, da Sie das Risiko des Nichtantritts der Reise bzw. der Nichtnutzung der angemieteten Wohnung mangels anderweitiger Vereinbarungen zu tragen haben.

Die Summe der zu zahlenden Miete bzw. Stornokosten ist aufgrund der Stornierung 1 Tag vor Reisebeginn relativ hoch anzusetzen. Der Vermieter hat kaum noch eine Chance, die Wohnung anderweitig zu vermieten.

Der Vermieter muss sich jedoch auf die Stornokosten ersparte Aufwendungen anrechnen lassen.
Des weiteren müßte er sich eine anderweitige Vermietung anrechnen lassen gem. § 537 I 2 BGB.

Für etwaige ersparte Aufwendungen, sowie anderweitige Vermietung, etc. sind Sie jedoch beweispflichtig.
Etwaige Serviceleistungen wie z. B. Wäschewechsel, Strombereitstellung, Heizung wären z. B. nicht notwendig, damit also ersparte Aufwendungen.

Insofern könnte die Vermieterin hier einen sehr hohen Prozentsatz an Stornokosten verlangen, jedoch wohl nicht komplette 100%.


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 03.03.2009 | 22:04

dankeschön erst einmal, eine kleine Frage aber noch:

Heißt das, dass Stornokosten in diesem Fall immer anfallen, auch wenn es nicht auf der Internetseite und auch nicht in der eMail erwähnt wurde?

1. D.h. ein Vermieter muss nicht explizit auf Stornokosten hinweisen???
2. Wenn keine Angaben zu Stornokosten vorliegen, gilt automatisch immer das BGB § 537 und ggf. § 651i???

v.G.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.03.2009 | 22:25

Sehr geehrter Ratsuchender!

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:
1. Ein Hinweis auf Stornokosten musste hier nicht explizit erfolgen, da ein Mietvertrag abgeschlossen wurde und sich etwaige Ansprüche des Vermieters aus diesen mietvertraglichen Regelungen bzw. aus dem Rücktritt vom Mietvertrag schon anhand des Gesetzes ergeben.

2. Sind keine AGB Bestandteil des Vertrages geworden, so gelten die gesetzlichen Regelungen, hier also die Regeln über den Mietvertrag.
Im Falle eines Reisevertrages gelten die Regelungen des § 651 i BGB.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben.

Mit freundlichem Gruß,

Türk
Rechtsanwältin

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