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Stornogebühren für Gruppenhaus

| 03.05.2018 00:41 |
Preis: 60,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe als Verein ein Gruppenhaus (Paketreise) für eine Sommerfreizeit gebucht.
Leider werde ich aufgrund zu geringer Teilnehmerzahlen absagen müssen.
Der Vertrag wurde ordentlich schriftlich zw. dem Vertragspartnern geschlossen. (inkl. AGB)
Nun verlangt der Vertragspartner des Gruppenhauses die entsprechenden Stornogebühren laut AGB.
Allerdings halte ich die für exorbitant zu hoch. Gibt es hier gesetzliche Richtlinien, oder Grundlagen?
Er verlangt 50% des Mietpreises des gebuchten Hauses bei noch 12 Wochen bis zum Mietbeginn.
Ist das i.O. oder kann ich hier irgendetwas dagegen halten?
Vielen Dank für die Antwort
03.05.2018 | 07:03

Antwort

von


(192)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie dass schon geringe Abweichungen Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Zunächst ist festzustellen dass sie als Verein kein Verbraucher im Sinne des Reiserechts sind. Aus diesem Grunde können sie sich nicht auf den Verbraucherschutz bei der AGB - Auslegung berufen. Sie müssen sich also an der Vereinbarung festhalten lassen.

Wären Sie Verbraucher (man muss es dem Reiseveranstalter ja nicht zu leicht machen, möglicherweise lässt er ja mit sich verhandeln) würden bei einer Stornierung 3 Monate vor Reisebeginn maximal 25% der Kosten anfallen.

Sollte der Vermieter auf ein solches Angebot nicht eingehen, können sie noch Nachweis verlangen dass tatsächlich Kosten in dieser Höhe entstanden sind. Kann der Vermieter die Räumlichkeiten nämlich weiter vermieten, so muss er sich dies anrechnen lassen. (Der Vermieter soll nicht besser gestellt werden als ohne Stornierung.)

Ich würde Ihnen empfehlen zu versuchen die Sache auf Kulanzbasis zu regeln. Vor Gericht wären ihre Erfolgsaussichten gering.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 03.05.2018 | 12:16

Vielen Dank für die Info.
Das heißt auch es gibt hier keine gesetzlichen Grundlagen, für das was da in den AGBs als Stornogebühren drin stehen kann und was nicht. (prozentual)? Die können da alles reinschreiben und ich muss das bezahlen?
Und als juristische Person (Verein) miete ich das Objekt und bin kein Verbraucher?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.05.2018 | 16:01

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Dann so dass zwischen nicht Verbrauchern alles geregelt werden kann ist es nicht, die Hürden sind aber deutlich höher. Angesichts der Rechtsprechung für Verbraucher ist es meines Erachtens eine zulässige Vereinbarung.

Die Pauschalierung kann wirksam nun ein Prozentsatz des Reisepreises vereinbart werden. Der Prozentsatz muss für die in Frage stehende Reise und der Berücksichtigung der gewöhnlich ersparten Aufwendungen und das durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen gewöhnlich möglichen Erwerbs festgesetzt sein. Das heißt es ist darauf abzustellen ob es den Vermieter üblicherweise möglich ist die Wohnung anderweitig zu vermieten. Hier trifft sie die Beweislast. Aus diesem Grunde dürfte es die bessere Variante sein Eine Regelung auf Kulanzbasis zu treffen.

Richtig, als Verein sind sie kein Verbraucher im Sinne des paragraph 13 BGB.

Ich hoffe Ihre Nachfrage beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein können Sie mich gerne auch via E-Mail kontaktieren. Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 04.05.2018 | 10:56

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ANTWORT VON

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63667 Nidda
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