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Stornogebühren bei Nichtantritt gebuchter Leistungen

| 25.01.2010 23:57 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Hallo,
wir Buchten über einen !!! Reiseveranstalter in einem Reisebüro die Reisebausteine Flug, Hotel und Musical vom 09.01.10 - 10.01.10 für 2 Personen.
Ablauf der Reise :

- Abflug FRA - HAM 09.01.10 um 08:05
- der Flug wird um 08:00 abgesagt.
- die Fluggesellschaft bietet kostenfrei einen ICE 09.01.10 um 08:42 ab Fernbahnhof. Das Gepäck ist eingecheckt und wird am 09.01.10 HAM nicht mehr erreichen. Die Erstattung von Taxi, Hygieneartikeln und angemessener Kleidung am Zielort wird mündlich am Boarding-Gate durch die Fluggesellschaft zugesagt.
- Ankunft des Zuges in HAM, nach Information des Bahnbüros, planmäßig um 12:34....."Musicalbeginn 09.01.10 um 15:00...das packen wir auch verschwitzt :)
- am Fernbahnhof 08:20 : Zug hat Verspätung wegen eines "Weichenproblems".
- 08:30 : Zug nimmt Umleitung und fährt den Fernbahnhof nicht an.
- nächste Zugverbindung 12:10, 4 Std. Fahrzeit, daß packen wir zum Musicalbeginn 15 :00 nicht.
- nächste Flugverbindung 12:15, ausgebucht.
- Buchung über Businessclass mit höherem Kostenanteil - Ausgebucht.
- Rückreise in die Heimat und um 14:00 Ankunft in unserem Reisebüro
- Reisebüro informiert den Veranstalter, dieser leitet alles in die Wege und verspricht eine "0" Buchung.
- Reiseveranstalter will nun eine 50 %ige Beteiligung an den Stornokosten = € 210 (unser Anteil !!!), da Hotel und Musical Kulanz ablehnen.
Pech gehabt ?
Trotz aller Bemühungen waren wir gar nicht in der Lage die Leistungen Hotel und Musical überhaupt in Anspruch zu nehmen!
Vielen Dank für eine zeitnahe Antwort :)

Sehr geehrter Fragesteller,

An den Stornokosten müssen Sie sich nicht beteiligen. Ihr Vertragspartner ist nur der Reiseveranstalter, der eine »Gesamtheit von Reiseleistungen« schuldet (§ 651a BGB). Da diese hier nicht erbracht wurde, haftet der Reiseveranstalter auf Rückzahlung des Reisepreises.

Dass der Reiseveranstalter gegenüber dem Hotel stornieren musste, ist nicht Ihr Problem. Eine Beteiligung an diesen Kosten kann daher keinesfalls verlangt werden. Sie sollten also die vollständige Rückzahlung des Reisepreises fordern, am besten schriftlich. Setzen Sie dazu eine Zahlungsfrist. Nach Ablauf der Frist sollten Sie einen Anwalt beauftragen, der die weiteren Schritte prüft.

Abgesehen davon haben Sie auch einen Anspruch gegen die Fluggesellschaft, deren Flug nicht stattgefunden hat. Da hier wohl eine Annullierung anzunehmen ist, kann ein Anspruch auf 250,00 EUR pro Ticket = 500,00 EUR als sog. Ausgleichszahlung verlangt werden. Der Anspruch ergibt sich aus der Verordnung (EG) Nr. 261/2004. Der Anspruch kann ausgeschlossen sein, wenn z. B. die Wetterverhältnisse ursächlich waren. Jedenfalls sollten Sie Ihren Anspruch aber - ebenfalls schriftlich - bei der Fluggesellschaft anmelden.

Wenn keine Zahlungen erfolgen, sollten Sie sich an einen Anwalt wenden, der dann die Rechtslage genauer prüfen und weitere Schritte einleiten kann.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 26.01.2010 | 11:39

Vielen Dank für die rasche Rückantwort ;)
die Fluggesellschaft läßt sich noch nicht aus ob es ein wetterbedingter Ausfall war. Der Flughafen FRA war nicht gänzlich geschlossen,es wurden aber einige Flüge abgesagt.
Bezüglich des Weichenproblems der Bahn liegen auch keine Angaben bzgl. der Beschädigung (Witterungverhältnisse vor).
Sollten in beiden Fällen die Wetterverhältnisse ursächlich sein werde ich wohl doch einen Teil der Stornokosten tragen müssen ?
Danke für nochmalige Vertiefung !!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.01.2010 | 12:22

Zu Ihrer Nachfrage:

Den vollen Reisepreis bekommen Sie in jedem Fall zurück. Stornokosten müssen Sie nicht tragen. Der Anspruch ergibt sich direkt aus dem Gesetz: Ohne Leistung auch keine Gegenleistung (§ 326 Abs. 1 BGB).

Die Wetterbedingungen können nur evtl. den Anspruch gegen die Fluggesellschaft ausschließen: Nach Art. 5 Abs. 3 der genannten Verordnung gibt es keine Ausgleichszahlung, wenn »außergewöhnliche Umstände« den Flug unmöglich gemacht haben. Im Streitfall muss die Fluggesellschaft dazu einen Entlastungsbeweis erbringen. Sie sollten also ein Anspruchschreiben formulieren und eine Frist zur Zahlung bzw. genauen Darlegung der Umstände für die Annullierung setzen. Falls dies zu nichts führt, sollten Sie einen Anwalt beauftragen.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 27.01.2010 | 12:09

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