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Stornogebühren


24.10.2007 10:26 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht



Ich habe am vergangenen Sonntag Abend den 20.10.07 eine 14 Tägige Türkeipauschaleise bei einem bekannten Reiseunternehmen für den 5.05.08 gebucht. Am nächsten Morgen mussten wir jedoch feststellen, das wir die Reise um 5 Tage nach hinten verschieben müssen. Genau 17 Stunden nach online Buchung habe ich Telefonisch Umbuchen wollen. Man sagte mir das ich 15% also 499 Euro Stornogebühren zu Zahlen habe! Nun meine Frage. Ist das wahr? Das Unternehmen hat bei einer Stornierung 7 Monate vor Antritt mit Sicherheit keinerlei wirtschaftliche Einbußen. Wir möchten die Reise, die uns dann auch 220 Euro mehr kosten wird nur um 5 Tage verschieben muss ich nun Stornokosten tragen? Dies geschah alles in einem Zeitraum von 17 Stunden. Mit Freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Fragenstellerin,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Grundsätzlich haben Sie mit der Buchung der Reise ein Vertragsangebot abgegeben, an welches Sie auch gebunden sind. Ob dies vor 17 Stunden geschah oder vor 17 Tagen ist dabei grundsätzlich unerheblich. Mit der Möglichkeit der Stornierung der Reise können Sie sich von diesem Vertragsangebot lösen, Sie müssen jedoch dem Reiseveranstalter eine Stornoentschädigung zahlen. Diese bemißt sich nach dem Reisepreis und den ersparten Aufwendungen des Veranstalters. Um die damit zusammenhängenden Beweisprobleme zu umgehen, regelt meist der Reisevertrag, wie hoch die Stornogebühren sind.

Dabei ist zu beachten, daß die Stornogebühren für Pauschalreisen je nach Zeitpunkt der Absage zu staffeln sind. Ist dies nicht erfolgt, so sind diese Vertragsklauseln unwirksam.
Die Stornopauschalen müssen auch angemessen sein, sich an der Art der Reise und dem Zeitpunkt der Stornierung orientieren. Die Pauschalsätze müssen durchschnittlichen Erfahrungswerten des Reiseveranstalters entsprechen und den Schaden des Reiseveranstalters umsetzen. Dem Reisenden muß die Nachweismöglichkeit erhalten bleiben, daß in seinem konkreten Einzelfall der als Stornopauschale geltend gemachte Stornierungsschaden nicht oder nicht in der geltend gemachten Höhe eingetreten ist.

Sie müssen somit zunächst in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen Ihres Reisevertrages nachsehen, ob, und wenn ja, welche Stornierungsmöglichkeiten gegeben sind. Anhand der in den AGB enthaltenen Klauseln kann dann geprüft werden, ob diese Klauseln wirksam sind oder nicht. Zudem können Sie grundsätzlich nachweisen, daß dem Veranstalter keine oder geringere Kosten entstanden sind. Da dieser aber vermutlich nach Erfahrungswerten seine Stornokosten berechnen wird, werden Sie dies schwerlich widerlegen können.

Insgesamt sind Stornokosten in Höhe von 15 % nicht ungewöhnlich hoch, auch wenn dies in Ihrem Fall natürlich aufgrund der knappen Zeit von Vertragsschluß bis Stornierung sehr ärgerlich ist. Sie könnten als letztes höchstens noch versuchen, sich mit dem Veranstalter im Wege der Kulanz zu einigen, wenn Sie darlegen, daß Sie mit ihm erneut einen Vertrag schließen wollen; sollte er nicht darauf eingehen, müssen Sie eben überlegen, ob Sie mit einem so uneinsichtigen Unternehmen erneut einen Vertrag abschließen wollen.

Ich hoffe, daß meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)
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