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Storno im handelsvertreterbereich / AVAD

19.01.2010 18:29 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe bis vor kurzem für ein Maklervertrieb gearbeitet und nun Stornos bekommen, die meiner Meinung nach rechtlich zu prüfen sind ob diese überhaupt berechtigt sind - meine Frage ist eine andere - der Vertrieb droht mir mit Inkasso, Schufa und AVAD Einträgen - aktuell arbeite ich noch in der Versicherungsbranche....

1. Werden AVAD Nachmeldungen automatisch an den aktuellen Arbeitgeber geleitet??
2. Ich war dort nur Tippgeber und habe nie bzgl einer AVAD was unterschrieben - könnte man mich trotzdem eintragen bzw der Makler?
3. Ich möchte nun auf den Mahnbescheid warten und diesen widersprechen - welche Konsequenzen ergeben sich durch den Mahnbescheid bzgl der AVAD oder anderen Auswirkungen, wie Vollstreckungen?
4. Wie einfach kann man mich in der AVAD eintragen und wann werden gerechtfertigte AVAD Einträge wieder gelöscht (interssiert mich da ich Bänker bin und die AVAD mit der Schufa vergleiche und zur AVAD kaum etwas finde)
5. Wenn ein Inkassodienst beauftragt wird (ist das so üblich in der Versicherungsbranche?) wird man sich dann in der Regel auch dort einigen können oder geht das sofort durch zum Gereicht, da ich meine Chancen vorab noch mit einem Anwalt besprechen möchte.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

zu 1.)

Voraussetzunmg ist, dass die Versicherung oder Bausparkasse an das Meldesystem des AVAD angeschlossen ist, Nach den Richtlinien der AVAD sind die Versicherungsunternehmen verpflichtet, vor Vertragsabschluss mit einem Versicherungs- oder Bausparkassenvertreter eine Auskunft bei der AVAD einzuholen (Nr. 3.2.1 der Richtlinien -). Eine automatische Meldung erfolgt somit nicht.

zu 2.)

Um den Versicherungsdienst von ungeeigneten Personen freizuhalten, ist von den Versicherungsunternehmen die Auskunftsstelle über den Versicherungsaußendienst e.V. - AVAD eingerichtet worden. Das Versicherungsunternehmen ist somit zur Meldung verpflichtet Einer Einwilligung bedarf es nach der Ansicht des Landesarbeitsgerichts München nicht. Andere sehen darin einen Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz. Vielfach werden Einwilligungsformulare vorgelegt.

zu 3.)

Mahnbescheid und Vollstreckung sind nicht Gegenstand der Auskunft. Soweit Versicherungsmakler betroffen sind bezieht sich die Auskunft auf auf die Zusage und auf den Widerruf der Courtage.

zu 4.)

Zunächst ist klarzustellen, dass Sie gegen die (Teile der) Auskunft beim AVAD Einspruch einlegen können. Diese Teile werden dann bis zur Klärung des Sachverhalts gesperrt.

Berechtigte Einträge in Bezug auf ein bestimmtes Versicherungsunternehmen werden 4 Jahre lang gespreichert.

zu 5.)

Meiner Erfahrung nach ist die Einigungsmöglichkeit mit Inkassounternehmen sehr hoch. Allerdings regelt die Versicherungsbrache die Forderungsdurchsetzung selbst und nicht durch außenstehende Inkassounternehmen. Die Versicherung wird in der Regel nicht sofort eine gerichtliche Geltendmachung anstreben, so dass Ihnen noch genug Zeit bleiben wird, die Angelegenheit zusammen mit Ihrem Anwalt vorgerichtlich zu bereinigen.

Ich hoffe Ihnen mit der Antwort eine Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.01.2010 | 20:41

Hallo was bedeutet Punkt 3, dass sich die auskunft auf die zusage auf eine courtage bezieht? - nur mal angenommen ich begleiche einen berechtigen storno nicht und schulde dem makler provision, dann wird das doch in der avad festgehalten? mich interssiert, wann kann man das eintragen bzw inwieweit lässt die avad frühzeitige einträge zu, da ich diese ja erst rechtlich prüfen lassen möchte gegegenfalls auch bis zum gericht - kann vorher eine eintragung folgen? die avad scheint ja sehr schmerzfrei einzutragen....
-
können sie mir außerdem nach ihrer erfahrung den verlauf einer provisionseintreibung eines maklerunternehmen beschreiben? denn das unternehmen ist mir gegenüber sehr aggressiv, obwohl ich wahrsscheinlich recht habe....


ich bedanke mich schon jetzt fuer ihr bemuehen !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.01.2010 | 21:12

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Die Mitteilung auf den Widerruf der Courtage (Storno) betrifft Versicherungsmakler. Eingetragen werden Aufnahme und Beendigung der Zusammenarbeit mit dem Versicherungsunternehmen, das Bestehen der Prüfung zum Versicherungsfachmann.Innendienstmitarbeiter, die aus schwerwiegenden Gründen, insbesondere wegen Veruntreuungen (Begehung von Vermögens- oder Eigentumsdelikten und anderer Straftaten zu Lasten des Unternehmens oder zu Lasten eines Versicherten oder Versicherungsinteressenten) entlassen werden müssen, werden ebenfalls der AVAD gemeldet.

Sie haben richtig erkannt, dass der AVAD Einträge nicht auf Richtigkeit überprüft.

Ihre Befürchtung ist daher berechtigt, dass Eintragungen in nicht korrekter Weise (z.B. frühzeitig) erfolgen. Diesbezüglich empfehle ich Ihnen bei Beendigung der Mitarbeit im streitgegenständlichen Unternehmen sich eine Selbstauskunft einzuholen.

Die Provisionsbeitreibung bei Maklerunternehmen verläuft unterschiedlich. Meiner Erfahrung nach arbeiten größere Firmen professionell, d.h. sie sind berechtigten Einwendungen durchaus zugänglich und eine gerichtliche Geltendmachung kann vermieden werden. Kleine Unternehmungen oder Einzelpersonen sind dagegen recht schwierig zu handhaben, da es da häufig schon an den notwendigen Rechtskenntnissen fehlt.

Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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