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Stornierung vs. Umbuchung

06.10.2008 13:47 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Ich habe per E-Mail Kontakt zu einem Vermieter von Ferienwohnungen gehabt und mir ein Angebot machen lassen, das ich dann per E-Mail gebucht habe. Die E-Mail "Buchungsbestätigung" sah wie folgt aus:

"Sehr geehrter....
gerne bestätigen wir Ihre Reservierung, wie folgt: 2-Zimmer- Wohnung, [...] Zur Buchungsvervollständigung benötigen wir auch noch Ihre Adresse.

Bitte beachten Sie, daß bei Nichtinanspruchnahme der gebuchten Leistung, aus welchem Grund auch immer, 90 % der Rechnungssumme fällig werden. Unter Umständen empfiehlt sich der Abschluß einer Reiserücktrittsversicherung."

Aus persönlichen Gründen hat es an dem reservierten Termin nicht geklappt und ich habe 3 Tage vor Ankunft angerufen, um die Reservierung zu verschieben. Am Telefon hieß es erst, das sei möglich ohne dass uns die Stornierungsgebühren berechnet werden (allerdings nur mündlich), per E-Mail kam dann die Rechnung für die Stornierung und auf erneute Nachfrage hieß es auch wenn wir noch kommen, müssen wir die Stornierungsgebühren zahlen plus die vollen Kosten für die neue Buchung.

Meine Fragen:
1. Sind diese Stornierungsbedingungen bindend auch wenn Sie mir nicht mit dem Angebot, sondern erst mit der Buchungsbestätigung gesendet werden und ich ihnen nie aktiv zugestimmt habe?
2. Wieviel muss ich zahlen? Habe ich einen Anspruch auf eine Verschiebung / Umbuchung?

Guten Tag,

1. Ob die AGB-Klausel über die Stornierung wirksam vereinbart wurde, kann offen bleiben. Es gilt jedenfalls § 537 Abs. 1 BGB : »Der Mieter wird von der Entrichtung der Miete nicht dadurch befreit, dass er durch einen in seiner Person liegenden Grund an der Ausübung seines Gebrauchsrechts gehindert wird. Der Vermieter muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie derjenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Verwertung des Gebrauchs erlangt.« Es bleibt also grundsätzlich bei Ihrer Pflicht, die vereinbarte Miete zu zahlen.

2. Bei einer Stornierung 3 Tage vor Inanspruchnahme der Ferienwohnung ist nicht davon auszugehen, dass es dem Vermieter gelungen ist, für den Zeitraum anderweitig zu vermieten. Die ersparten Aufwendungen mit 10 % anzusetzen, ist bei kurzfristigen Stornierungen üblich. Einen Anspruch auf Umbuchung haben Sie nicht. Die einzige Möglichkeit, die geforderte Summe zu reduzieren, besteht darin, dass Sie den Nachweis einer anderweitigen Vermietung der Ferienwohnung führen.

Wenn Ihnen dies nicht möglich ist, werden Sie die geforderte Summe von 90 % leider zahlen müssen.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt


_______________
ra-juhre@web.de

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