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Stornierung onlineshop - Geld nicht zurück – Online-Mahnantrag?


| 31.12.2011 16:20 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

folgender Sachverhalt:

27.10.2011: Bestellung eines Geschirrspülers für 829,80€ in einem Onlineshop (Verand-, Aufbau-, Entsorgung im Preis drin). Webseite, Impressum und Kritiken wirken "eigentlich" ziemlich ok und seriös. Geld überwiesen.
02.11.2011: Bestätigung des Geldeingangs via E-Mail
20.11.2011: Nachfrage nach Versandbestätigung via E-Mail; Hinweis meinerseits, dass das Gerät nicht mehr im Online-Angebot aufgeführt ist und vorsorglich Nachfrage nach Ersatz.
21.11.2011: Bestätigung via E-Mail, dass das Gerät nicht mehr lieferbar ist, Angebot des Ersatzgerätes mit sofortigem Versand „ab Lager".
21.11.2011: Bestätigung meinerseits per E-Mail, dass das Ersatzgerät geliefert werden soll.
29.11.2011: Nachfrage meinerseits nach Versand des Ersatzgerätes.
30.11.2011: Zusage, dass am 02.12.2011 versendet wird.
06.12.2011: Stornierung des Auftrags mit der Bitte der sofortigen Rücküberweisung. (Es erfolgte kein Versand)
07.12.2011: Bestätigung der Stornierung via E-Mail
15.12.2011: Erste Frist meinerseits via Mail, das Geld innerhalb von ca. einer Woche zu überweisen. Genau Daten sind im Arbeits-Mail-Account und könnten ggf. nachgereicht werden. Keine Reaktion.
22.12.2011: „Letztmalige Frist" via E-Mail angekündigt, dass Geld bis zum 31.12.2011 zu überweisen.
23.12.2011: Antwort per E-Mail Zitat: „[…]die Rückzahlung ist bereits in der Buchhaltung eingegangen und Sie können den Austehenden Betrag in den nächsten Werktagen gutschreiben."

Ist ein Online-Mahnantrag an dieser Stelle sinnvoll und richtig? Und wenn er das sein sollte, wann soll ich diesen ausfüllen/einreichen? 02.01.2012? Oder lieber 06.01.2012 wegen Weihnachten und Feiertagen?
Wenn ich mit diesem Vorgehen generell daneben liege, wäre ich auch für einen Fingerzeig in die richtige Richtung sehr dankbar.

Danke für die Hilfe und viele Grüße,
R. Claßen
31.12.2011 | 17:09

Antwort

von


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07743 Jena
Tel: 036414787808
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Sehr geehrter Herr Ratsuchender,

besten Dank für die Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworten möchte.

Sie haben dem Vertragspartner erstmalig am 06.12.2011 zur Rückzahlung des bereits gezahlten Kaufpreises aufgefordert. Außerdem haben Sie ihm bis zum 31.12.2011 die Rückzahlungsfrist verlängert.

Sie haben somit alle erforderlichen Schritte unternommen, damit ihr Vertragspartner mit Ablauf des heutigen Datums mit Rückzahlung des Kaufpreises in Verzug gesetzt wurde.

In Anbetracht dessen, dass Ihr Vertragspartner jedoch bereits die Zahlung am 23.12.2011 innerhalb der nächsten Werktage in Aussicht gestellt hat, ist unter Berücksichtigung der gehäuft auftretenden Urlaubszeit zwischen Weihnachten und Neujahr eine unabsichtliche Verzögerung in der Buchhaltungsabteilung Ihres Vertragspartners und bei den Banken wahrscheinlich.

Damit keine Überschneidungen zwischen Buchung des Guthabens auf Ihrem Konto und Einreichung des Online-Mahnantrages auftritt, scheint ein Abwarten bis 06.01.2012 gerecht zu sein (schon allein um Zeit, Mühen und Zahlung des Gerichtskostenvorschusses zu sparen).

Sollten Sie einen Mahnantrag stellen, so können Sie jedoch Zinsen seit 01.01.2012 verlangen, da Sie den Vertragspartner zum 31.12.2011 in Verzug gesetzt haben.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung in der Sach geben konnte.

Es sei noch ein Hinweis erlaubt, dass die rechtliche EInschätzung ausschließlich auf den von Ihnen mitgeteilten Tatsachen beruht und dass durch das Hinzufügen oder Weglassen von weiteren tatsächlichen Angaben die rechltiche Beurteilung völlig anders ausfallen kann.

Mit freundlichen Grüßen,

C. Tischendorf
Rechtsanwältin

Grietgasse 22
07743 Jena

Tel: 03641 47 87 808
Fax: 03641 47 87 809

www.racarolinetischendorf.de
info@racarolinetischendorf.de


Nachfrage vom Fragesteller 02.01.2012 | 09:29

Hallo Frau Tischendorf,

danke für die zügige Antwort, zu der ich aber noch folgendes Anmerken muss, da ich nicht ganz mit Ihrer Formulierung klar komme:

Ihre Zusammenfassung, was ich bereits unternommen habe und damit erreicht habe ist natürlich in dem Sinne hilfreich, als das ich indirekt daraus schliessen kann, das ich nichts wichtiges vergessen habe. Zusammen mit dem Hinweis auf Verzugszinsen also ein vollkommen ernst gemeintes "Danke schön"!

Meine Frage allerdings, ob ein online Mahnantrag sinnvoll und richtig ist, haben Sie aber nach meinem Verständnis nicht beantwortet und auch die daraus folgende Frage nach einer Alternative, sollte ein Mahnantrag nicht die richtige Wahl sein.

Also vielleicht bitte nochmal ganz konkret: Unter den gegebenen Umständen, ist ein Online-Mahnantrag (oder halt "automatisierten gerichtlichen Mahnverfahren") hier die richtige Wahl?

Danke & viele Grüße,
R. Claßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.01.2012 | 09:56

Sehr geehrter Herr Fragesteller,

ein Mahnantrag ist sinnvoll um in einem schnellen Verfahren kostengünstiger (als durch ein langwieriges Gerichtsverfahren) einen Titel zu erwirken.

Das Mahnverfahren ist ratsam, wenn die Forderung unstreitig besteht, sie fällig ist und der Schuldner in Verzug gesetzt wurde.
Da dies nach Ihren Ausführungen erfüllt ist, ist juristisch ein Online-Mahnantrag die richtige Wahl.

Eine andere unter Umständen zielführende Alternative, könnte jedoch ein Telefonat mit Ihrem Vertragspartner sein.

Ich hoffe ich konnte Ihre Frage nun abschließend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen,

C. Tischendorf
Rechtsanwältin

Grietgasse 22
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info@racarolinetischendorf.de

Bewertung des Fragestellers 02.01.2012 | 10:02


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