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Stornierung eines Deckeneinbauuftrages

17.10.2018 21:17 |
Preis: 49,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Ich habe am 9.10.18 für Decken Plameco in der Wohnung meiner Mutter, nach vorheriger Beratung in der Wohnung, einen Auftrag für einen Deckeneinbau im Februar 2019 erteilt. Am 13.10.18 habe ich telefonisch den Auftrag zurückgezogen und am 16.10.18 per Einschreiben Rückschein den Auftrag auch schriftlich storniert. Der Auftrag belief sich auf 10.000,00 Euro. Am heutigen Tage habe ich eine Rechnung von Plameco über 3000,00 Euro Stornogebühren erhalten. In dem Auftragsvertrag steht nichts von Stornogebühren. Der Auftrag hat auch keine Auftragsnummer. Ist eine Stornogebühr ( Stornierung 4 Tage nach Vertragsabschluß ) gerechtfertigt. Hat man bei Vertragsabschluß in der eigenen Wohnung nicht auch ein 14 tägiges Rücknahmerecht?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich besteht bei jedem außerhalb von Geschäftsräumen für private Zwecke geschlossenen Vertrag ein Widerrufsrecht gemäß § 312g Absatz 1 BGB.

Hiervon gibt es aber Ausnahmen, wobei in Ihrem Fall an § 312g Absatz 2 Nr. 1 BGB gedacht werden muss: Das Widerrufsrecht besteht nicht bei Verträgen zur Lieferung von Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind. Diese Ausnahme könnte einschlägig sein, wenn die Decke speziell auf die Bedürfnisse Ihrer Mutter (bzw. ihrer Wohnung) zugeschnitten ist und hierfür speziell angefertigt wird. Handelt es sich dagegen um Standardware, die auch für andere Wohnungen genutzt werden kann, dann besteht ein Widerrufsrecht. Die Ausnahme würde zudem nur greifen, wenn Sie vor Vertragsschluss ordnungsgemäß über das Nichtbestehen des Widerrufsrechts aufgrund speziell angepasster Ware informiert wurden.

Sollte aufgrund der oben genannten Ausnahme kein Widerrufsrecht bestehen, wären Sie grundsätzlich an den Vertrag gebunden. Wenn Sie ihn grundlos stornieren, kann Ihnen das Unternehmen das vereinbarte Honorar abzüglich ersparter Aufwendungen (also im Endeffekt den entgangenen Gewinn) auch ohne gesonderte Vereinbarung als Schadensersatz in Rechnung stellen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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