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Stornierung einer Überweisung


18.04.2007 21:58 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht



Sehr geehrter Rechtsanwalt,

ich habe am Freitag, den 30.03.2007 eine Überweisung in den Briefkasten meiner Sparkassengeschäftsstelle eingeworfen. Wie sich am Wochenende (31.03/01.04) herrausstellte, handelte es sich dabei um Betrug und ich verfasste am Sonntag eine Email und habe diese der Sparkasse über das Kontaktformular auf der Homepage zugeschickt . In der Email habe ich darum gebeten, diese Überweisung zu stornieren. Für weiter Rückfragen habe ich meine Handynummer hinterlassen, um sicherzugehen, dass alles glatt geht.
Am Montag, den 02.03. habe ich eine Email von der Sparkasse bekommen, dass mein Schreiben an meine Sparkasse vor Ort weitergeleitet wird. Damit ging ich davon aus, dass sich die Sache erledigt hat. Dienstag Morgen habe ich meine Karte am Zogarettenautomaten stecken lassen und hatte somit keinen Zugriff mehr auf meine Kontoauszüge. Die Karte wurde gesperrt, gefunden und wieder an mich ausgehändigt. Am Freitag, den 13.04 habe ich schließlich Kontoauszüge drucken lassen und mit entsetzen festgestellt, dass meine Überweisung in Höhe von 559,96 nicht storniert wurde. Am Montag, den 16.04. habe ich persönlich bei meiner Geschäftsstelle nachgefragt, warum nichts storniert worden ist und die Email an meine Sachbearbeiter weitergeleitet. Am darauf folgenden Tag hat mich dieser angerufen und mir mitgeteilt, dass die Sache an die Sparkasse des Empfängers weitergeleitet wurde und nicht an meine Geschäftsstelle und ich jetzt nichts mehr stornieren könnte. Das einzige wäre eine Lastschrift auf das Konto des Empfängers, die er aber 6 Wochen lang stornieren könnte.
Da es sich wie oben genannt um Betrug handelt und die Polizei bereits ermittelt hat, dass sich das Geld allem Anschein nach in Paraguay befindet, ist meine eigentliche Frage, ob ich mein Geld von der Sparkasse zurückfordern kann, da der Fehler ja nicht bei mir lag.

Ich bin auf der Sparkassen-Homepage registriert, sodass eigentlich kein Zweifel von Seiten der Bank bestehen kann, dass die Email jemand anders verfasst haben könnte. Darüberhinaus habe ich alle Daten des Empfängers, sowie den Betrag in die Email geschrieben und meine Handynummer für Rückfragen hinterlassen.

Für ihre Zeit und Mühe danke ich ihnen im Vorraus.

mit freundlichen Grüßen

Andreas Gaugler

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Sehr geehrter Herr,

im Rahmen einer Erstberatung und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:
Nach § 676a des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) darf „der Überweisende den Überweisungsvertrag vor Beginn der Ausführungsfrist jederzeit kündigen“. Die Ausführungsfrist beginnt „mit Ablauf des Tages, ... an dem die zur Ausführung erforderlichen Angaben dem überweisenden Kreditinstitut vorliegen...“. Da Sie hier am Samstag den Überweisungsträger eingeworfen haben, liegt der Sparkasse erst am Montag früh der Auftrag vor, so dass Sie diesen Auftrag noch am Montag bis Mitternacht stornieren konnten. Eine Rückholung der Überweisung ist nur danach auch dann möglich, solange das Geld nicht dem Empfängerkonto gutgeschrieben ist. Dies bedarf der Überprüfung durch die beteiligten Banken, also auch der des vermeintlichen Empfängers. Im Hinblick darauf, dass die Bank die Überweisung trotzdem ausgeführt hat, könnten Sie die Sparkasse wohl -unter Vorbehalt der AGB der Sparkasse- in Haftung nehmen.
Zudem können Sie sich auch an den Empfänger des Geldes wenden, da, wie Sie schildern, Ihrer Leistung wohl kein Rechtsgrund zugrunde liegt, ist dieser in ungerechtfertigter Weise bereichert; da der Empfänger aber im Ausland sitzt, könnte dies schwierig werden.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.
Mit besten Grüßen

RA Hermes
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