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Stornierung Hotelreservierung: AGB kontra Bestätigung des Hotelportals

| 01.06.2017 09:47 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tamás Asthoff


Im vorliegenden Fall wurde ein Hotelaufenthalt über die Website booking.com für in 4 Wochen reserviert.

Lt. Reservierungsbestätigung waren nach Ablauf von 24 Stunden 10% des Preises bei Stornierung fällig, sowie nach Ablauf von 48 Stunden 100% des Preises bei der Stornierung.
Leider hat sich erst nach 48 Stunden ergeben, dass die Reise nicht angetreten werden kann.

Die Stornierung ist aber mehr als 4 Wochen vor Antritt erfolgt.
Das Hotel fordert nunmehr den Gesamtpreis.

Auf der hoteleigenen Website sind Stornierungen bis 14 Tage vor Anreise kostenfrei, 7 Tage vorab ein Abschlag von 20%, Nichtanreise etc. 80% des Übernachtungspreises.

Hierzu folgende Fragen:
1.
Was gilt, die von booking.com angegebenen Kosten bei Stornierung oder die AGB´s des Hotels?

2.
Es gelten nur die reinen Zimmerpreise ohne Frühstückskosten, bei Stornierung. In einem Komplettpreis kann man getrost 7,50 € für das Frühstück in Abzug bringen? Gibt es noch einen Abschlag wegen nicht notwendiger Reinigung etc. also ggf. 70% des Zimmerpreises?

3.
Das Zimmer darf nicht doppelt berechnet werden. Derzeit ist im Zeitraum nur noch 1 Zimmer frei, es ist Hauptsaison, 4 Wochen bis zum Antritt.
Wen ich nunmehr mit Screenshots diverser Hotelportale und ggf. einer direkten Anfragen im Hotel und / oder einem Anruf nachweise, dass das Haus ausgebucht ist, entfällt meine Zahlungspflicht?!

4.
Meine Zahlungspflicht entsteht m. E. frühestens am ersten Tag der Reservierung und nicht bereits 4 Wochen früher. Das Hotel hat bereits jetzt eine Rechnung gesendet, obwohl es ja kaum eine Aussage treffen kann, dass es bis dahin mein Zimmer nicht vermietet bekommt.

5.
Kann ich ggf. am Antrittstag trotz angekündigter Stornierung überraschend auf der Matte stehen und mein zu bezahlendes Zimmer verlangen? Es müsste ja leer stehen.

Vielen Dank!

Was gilt, die von booking.com angegebenen Kosten bei Stornierung oder die AGB´s des Hotels?

Es gelten ausschließlichdie AGB ihres Vertragspartners.

2.
Es gelten nur die reinen Zimmerpreise ohne Frühstückskosten, bei Stornierung. In einem Komplettpreis kann man getrost 7,50 € für das Frühstück in Abzug bringen? Gibt es noch einen Abschlag wegen nicht notwendiger Reinigung etc. also ggf. 70% des Zimmerpreises?

Nach der Rechtsprechung ist bei einer Stornierung der Wert der ersparten Aufwendungen abzuziehen, 10% bei der reinen Übernachtung und 20% mit frühstück.

3.
Das Zimmer darf nicht doppelt berechnet werden. Derzeit ist im Zeitraum nur noch 1 Zimmer frei, es ist Hauptsaison, 4 Wochen bis zum Antritt.
Wen ich nunmehr mit Screenshots diverser Hotelportale und ggf. einer direkten Anfragen im Hotel und / oder einem Anruf nachweise, dass das Haus ausgebucht ist, entfällt meine Zahlungspflicht?!


Unter Umständen, wenn sie sicher beweisen können dass kein Ausfallschaden entstanden ist. Es bleibt der minimale Bearbeitungsschaden.

4.
Meine Zahlungspflicht entsteht m. E. frühestens am ersten Tag der Reservierung und nicht bereits 4 Wochen früher. Das Hotel hat bereits jetzt eine Rechnung gesendet, obwohl es ja kaum eine Aussage treffen kann, dass es bis dahin mein Zimmer nicht vermietet bekommt.

Problematisch. Die Zahlungspflicht entsteht mit Abschluss des Beherbergungsvertrages.


5.
Kann ich ggf. am Antrittstag trotz angekündigter Stornierung überraschend auf der Matte stehen und mein zu bezahlendes Zimmer verlangen? Es müsste ja leer stehen.

Es gibt keine angekündigte Stornierung. Entweder sie stornieren oder eben nicht. Im ersten Fall erlischt der Anspruch auf Leistung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 01.06.2017 | 10:34

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Asthoff,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Gehe ich richtig in der Annahme, dass Booking.com nur die Plattform stellt, aber mein Vertragspartner das Hotel ist, bei welchem ich dann reserviere?

Somit gelten deren AGB, nach welchen meine Stornierung offensichtlich rechtzeitig erfolgt ist!

Die abweichenden und ungünstigeren Angaben in der Reservierungsbestätigung durch Booking.com sind nichtig?!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.06.2017 | 10:41

Ja, allerdings haben Reiseportale unterschiedliche Bedingungen, so dass Sie die AGB und Buchungsbedingungen von booking.com akzeptiert haben und sich daran festhalten lassen müssen.

In ihrem Fall sehe ich aber mit ein wenig hartnäckigem Briefwechsel durchaus gute Chancen, die Gegenseite davon zu überzeugen, Sie aus dem Vertrag zu entlassen.

Gegebenenfalls nehmen sie dazu anwaltliche Hilfe in Anspruch.

Bewertung des Fragestellers 03.06.2017 | 09:26

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 03.06.2017 5/5,0
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