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Stornierung Hotelreservierung

25.08.2008 19:09 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Anlässlich einer Hochzeit im Freundeskreis reservierten wir ein Hotelzimmer. Leider konnten wir aus familiären Gründen nicht zu der Feier fahren, sodass ich dem Hotel absagen musste. Dies konnte ich allerdings erst gegen 14.00 Uhr am gleichen Tag tun, als ich von der Arbeit kam. Die schriftliche Reservierungsbestätigung sowie eine Anfahrskizze fand ich zu diesem Zeipunkt erst im Briefkasten (die Post kommt bei uns gegen 12 Uhr). Die Anreise sollte bereits gegen 15 Uhr erfolgen, beinhaltete jedoch ca. 3 Stunden Fahrzeit Minimum (Freitag nachmittag).
Da sie das Zimmer so kurzfristig nicht anderweitig vermieten konnte hat uns die Besitzerin jetzt eine Rechnung über den Zimmerpreis minus 19% für Nichtnutzung geschickt.
Meines Wissens beträgt die Ausfallentschädigung nur 80% - oder?
Welchen Betrag müssten wir theoretisch bezahlen (75€ war der Zimmerpreis)?
Was wäre wenn das Zimmer doch vermietet worden wäre? Wir würden das ja nie erfahren...
Wie sind denn die Fristen für Stornierungen?
MfG,

Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie haben nach Ihrer Schilderung durch die Zimmerreservierung einen Beherberbungsvertrag abgeschlossen. Von diesem Beherberungsvertrag können Sie nicht aufgrund persönlicher Gründe zurücktreten, die nicht im Einflussbereich des Hoteliers liegen. Es gilt der Grundsatz "gebucht ist gebucht". Eine Frist für Stornierungen gibt es nur, wenn dazu besondere Vereinbarungen getroffen werden; eine Stornierung am Anreisetag ist ohnehin auf jeden Fall zu spät.

Sie bleiben daher dem Hotelier gegenüber zur Zahlung des Zimmerpreises verpflichtet. Diese Verpflichtung entfällt nur dann, wenn die Zimmer anderweitig vermietet werden können. Kommt es zu keiner anderweitigen Vermietung muss der Hotelier sich ersparte Eigenaufwendungen anrechnen lassen; dazu haben sich in der Rechtsprechung Prozentsätze eingebürgert, nach denen bei einem Zimmer mit Frühstück 80%-90% bei Nichtinanspruchnahme geschuldet werden. Die Ihnen übersandte Rechnung bleibt in diesem Rahmen. Die gerügte Differenz von 1 % (hier 0,75 €) ist wohl zu vernachlässigen.

Hinsichtlich einer Weitervermietung besteht eine Möglichkeit darin, telefonisch durch einen Zeugen zum geplanten Reisezeitpunkt nach freien Zimmern zu fragen. Ist das Hotel dann ausgebucht, besteht der Anspruch des Hoteilers nicht. Nachträglich ist die Beweisführung sicherlich schwierig. Ein Hotelier, der doppelt abrechnet, macht sich allerdings strafbar.

Ich kann daher nur empfehlen, die an Sie gerichtete Rechnung zu bezahlen und hoffe, Ihnen erste Anhaltspunkte gegeben zu haben.

Mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt

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