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Störendes Licht von Nachbarwohnung auf meinen Balkon

| 23.04.2019 23:28 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,
meine Nachbarin, leicht gestörte Person, die zu Wutausbrüchen neigt, nicht mal ihre Kinder wollen mit ihr unter einem Dach leben, hat einen Hang zur Totalausleuchtung.
Wir haben nebeneinander liegende Wohnungen und wenn ich mich nach der Arbeit abends auf den Balkon setze, wird in ihrer Küche regelmäßig das Licht angemacht, was nicht schlimm wäre, hätte sie da an der Wand nicht eine Lampe angebracht, eine Leuchte mit einem Schwanenhals mit geschätzten 100 Watt Leuchtkörper, die von ihr immer, wirklich immer zusätzlich angemacht wird, und das für Stunden. Mein Balkon ist dann zur Hälfte taghell erleuchtet und im Sommer ist es in meinem am Balkon angrenzenden Wohnzimmer nur mit zugezogenen Vorhängen zu ertragen.
Mindestens ein halbes dutzend Mal habe ich sie gebeten, diese Lampe nicht stundenlang an zu lassen oder sie anders auszurichten. Manchmal geht es dann eine Weile gut oder sie macht die Rollade runter, so daß es mich dann auch nicht mehr weiter stört, aber nach einiger Zeit geht es dann wieder los.
Wie kann man sich gegen so eine Person wehren ?
Sie ist nur eine magere, zänkische Person, aber einfach umhauen ist ja auch keine Lösung.
Muss ich mir um des lieben Friedens willen eine andere Wohnung suchen ?

24.04.2019 | 00:35

Antwort

von


(52)
Uetzer Straße 4 a
31234 Edemissen
Tel: 05177-9867225
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

auch wenn ich davon ausgehe, dass es scherzhaft gemeint war, nochmal vorsorglich: Umhauen ist keine Lösung und auch eine Straftat. Es gibt rechtstreue Alternativen- und zwar nicht nur den Umzug.

Interessant wäre noch, ob Sie Mieter oder Eigentümer sind; daher nur zur allgemeinen Orientierung:

Ihnen könnten nach den Einzelfallumständen Abwehransprüche zustehen (Beseitigung/ Unterlassung). Ganz unabhängig von dem geschilderten Kurzsachverhalt bestünde ein erhebliches Prozessrisiko.

Wenn Ihre Nachbarin wirklich psychisch krank ist, wirkt das bei der vorzunehmenden Interessenabwägung zu ihren Gunsten.

Weiter wichtig ist, wann das Licht brennt. Dazu sollten Sie ab heute ein Protokoll anfertigen. Für mietrechtliche Schritte (soweit möglich, siehe oben) ist das sogar unbedingt notwendig. Ihre Position stärken Sie durch Zeuginnen und Zeugen, die ggf. ihrerseits Protokolle anfertigen.

Gerichte würden auch berücksichtigen, ob es möglich und zumutbar ist, sich vom Lichtschein "abzuschirmen".

Hier wäre auszuführen, was (wann) gegen zugezogene Vorhänge (die ja offenbar vorhanden sind) spricht. Dies dürfte je nach Tages-/ Nachtzeit und Lebensgewohnheiten wohl zumindest in den Nachtstunden einigen Argumentationsaufwand erfordern.

Auch Art und Umfang der Balkonnutzung (jahreszeitabhängig?) müssten näher beschrieben werden.

Nicht zuletzt die baulichen Verhältnisse müssten in die Bewertung einbezogen werden.

Der Nachbarin dürfte zumutbar sein, den Rolladen bei Dunkelheit herunter zu lassen (was allein schon nach Ihrer Schilderung ja wirksam Abhilfe schafft).

Dass Sie umziehen müssen, sehe ich so noch nicht, wobei die Prognose natürlich schwierig ist, wenn Sie selbst Ihre Nachbarin als "leicht gestört" einschätzen (fragliche Wirksamkeit/ Durchsetzbarkeit).

Möglicherweise zeigt ein Anwaltsschreiben nachhaltigere Wirkung, als Ihre wiederholten persönlichen Bitten.

Dafür stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Sie können alternativ den Sachverhalt auch noch "schärfen", wenn Sie etwas genauer wissen wollen (kostenlose Nachfragefunktion).

Freundliche Grüße
Stefan Pleßl, RA


Bewertung des Fragestellers 24.04.2019 | 07:22

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 24.04.2019
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ANTWORT VON

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Arztrecht, Haftungsrecht der Ärzte, Berufsrecht der Ärzte, Betäubungsmittelrecht, Familienrecht