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Stimmenmehrheit / Kontokündigung des verstorbenen Vaters durch 3 Erbberechtigte.

15.02.2021 10:06 |
Preis: 65,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Rechtsanwälte,sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst möchte ich Ihnen ein paar wichtige Grundinformationen geben,so dass Sie einen guten Überblick in Kurzform erhalten und eine leicht verständliche Antwort über die Rechtslage geben können.
1. Vater im Juli 2019 verstorben - Anzahl der Erbberechtigten laut Erbschein 4 . Mutter zu 1/2 , Sohn 1. zu 1/6 , Sohn 2. zu 1/6 und die "böse" Schwester auch zu 1/6. Unsere Mutter (84J) leidet sehr,da Ihre Tochter und unsere Schwester das Konto vom Erblasser geplündert hat . Nach dem Tod unseres Vaters hat unsere Schwester sehr viel Geld vom Konto des Erblassers abgehoben und für eigene Zwecke verwendet. Hier lag eine Kontovollmacht zu Gunsten der Schwester vor, die ich bei der Bank widerrufen habe. Unsere Schwester verweigert seit Juli 2019 jeglichen Kontakt mit uns und erteilt keine Zustimmung ,um das Konto bei der Bank aufzulösen. Weiter entzieht Sie sich der kompletten erbrechtlichen Auseinandersetzung . Der guten Ordnung halber sei erwähnt, dass jetzt lediglich ein Restbetrag von ca. 15000,00 Euro von ursprünglich 166000,00 Euro vorhanden ist. Weiter wurde von unserer Seite bereits ein Rechtsanwalt eingeschaltet, der versucht hat einen gütigen Vergleich anzusteuern. Ohne Erfolg und Reaktion der Gegenseite.

Zu meiner Frage. Wir möchten das Konto (Girokonto) des Erblassers im Rahmen bzw. mit Begründung der Stimmenmehrheit kündigen und bereits geleistete Beträge für Notreparaturen (Dach/Fenster) am Haus des Erblassers zum Abzug bringen. Rechnungen, die unsere Mutter (1/2 Anteil) komplett allein im Jahr 2020 bezahlt hat. Laut mündlicher Auskunft der Volksbank , wäre eine Kündigung nur mit Zustimmung unserer Schwester (1/6) möglich. Das mögen wir nicht glauben,denn im Netz haben wir diesbezüglich etwas anderes gelesen /Stimmenmehrheit mit Gerichtsurteil. Unser Anwalt (Kein Fachanwalt für Erbrecht) hat uns nicht darauf hingewiesen,dass das offensichtlich möglich ist. Der guten Ordnung halber möchte ich noch erwähnen, dass unsere Mutter, mein Bruder und Ich die Kündigung nebst Auszahlung anteilsmäßig wünscht . Den 1/6 Anteil der Schwester, möchten wir blockieren, bzw. deren Auszahlung verhindern, da Sie uns noch erheblich Geld schuldet. (Abhebungen vom Konto des Erblassers,als dieser bereits in der Leichenhalle lag. Nachweisbar. mit den Kontoauszügen/Abschrift Volksbank.
Rege an,dass wir einen neuen Fachanwalt beauftragen und das vorliegende Mandat kündigen.
Hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick verschaffen und bedanke mich im Voraus für Ihre qualifizierte Antwort und Einschätzung.

mit freundlichen Grüßen

15.02.2021 | 12:06

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,
aufgrund der übermittelten Information beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Die Beschlussfassung in einer Erbengemeinschaft richtet sich nach § 2038 i.V.m. §§ 743, 745, 746, 748 BGB.

Im Rahmen der ordentlichen Verwaltung, also Maßnahmen die für den Erhalt des Nachlasses notwendig sind, reicht eine einfache Mehrheit, dazu gehören bspw. Instandhaltungsmaßnahmen bei Immobilien etc.

Im Rahmen der außerordentlichen Verwaltung, müssen Sie Einstimmigkeit herstellen, zu solchen Maßnahmen gehören, dazu gehört bspw. der Verkauf der einzigen Immobilie des Nachlasses.

Dazwischen liegt die notwendige Verwaltung zur Abwehr von Gefahren für den Nachlass, bspw. bestimmte Reparaturen.

Meines Erachtens handelt es sich bei Ihnen aber nicht um die Verwaltung des Nachlasses, Sie möchten das Guthaben, welches sich noch auf dem Konto befindet aufteilen. Damit Sie den Betrag aufteilen können, müssen Sie den Nachlass aufteilen, dazu dient die Nachlassauseinandersetzung gemäß § 2042 BGB.

Eine solche Auseinandersetzung kann und sollte gütlich erfolgen, falls das nicht möglich ist, muss Klage erhoben werden.

Ich gehe davon aus, dass Sie hier die Auseinandersetzung streitig führen müssen. Hintergrund ist, dass ich vermute, dass Ihre Schwester sich unberechtigt Geld vom Konto abgehoben hat und einen Teil davon zurückzahlen müsste.

Daher empfehle ich Ihnen, dass Sie einen entsprechenden Fachanwalt einschalten, dieser noch einmal die gütliche Einigung versucht und ansonsten Klage einreicht. Falls Sie dies Ihrer Mutter nicht zumuten wollen, kann Ihre Mutter Ihnen und/oder Ihrem Bruder gemeinsam oder alleine auch ihren Erbteil überlassen (verkaufen oder schenken).

Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantwortet habe, bei eventuellen Nachfragen können Sie gerne die kostenlose Nachfrageoption benutzen.

Berücksichtigen Sie bitte, dass auch kleine Sachverhaltsänderungen zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt



Rückfrage vom Fragesteller 15.02.2021 | 13:03

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

wenn ich Sie richtig verstanden habe, so bleibt uns,um das Konto aufzulösen nur der Klageweg,da unsere Schwester jegliche gütliche Vereinbarung ablehnt und somit auch kein Interesse an der erforderlichen Nachlassauseinandersetzung hat
Dennoch . Bitte beantworten Sie mir meine Frage zur Kontokündigung noch etwas exakter,oder vielleicht habe ich es falsch verstanden. Sind wir aufgrund unserer "Stimmenmehrheit" berechtigt, dass in Rede stehende Nachlasskonto sofort aufzulösen und unseren Anteil zur Auszahlung zu bringen? Es besteht mittlerweile seit 18 Monaten und verursacht Gebühren von 145,00 p.a.,zudem benötigen wir ,unsere Mutter und wir das restliche Geld für Reparaturen/Fachanwalt ect.

Vielen Dank im Voraus

Ratsuchender

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.02.2021 | 13:25

Sehr geehrter Fragesteller,

da Sie das Konto auflösen wollen, um das Guthaben zu verteilen, bin ich der Ansicht, dass es sich hier um eine Frage der Nachlassverteilung handelt.

Wenn es sich um Rechnungen handelt, welche den Nachlass betreffen, bspw. Reparaturrechnungen für das Haus des Erblassers, dann können Sie die entsprechenden Beträge vom Konto abrufen. Sie sollten dabei natürlich sehr genau sein, Sie können bspw. im Verwendungszweck angeben, "Erstattung Auslage Reparatur Dachfenster siehe Rechnung" und natürlich die Rechnungen aufheben.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt

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