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Stille Gesellschaft absichern mit Mini GmbH Beteiligung

| 11.07.2013 21:34 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sebastian Scharrer, LL.M., Dipl.-Jur.


Guten Tag,

ich habe bereits als stiller Gesellschafter in einer GmbH investiert. Jetzt werde ich die Beteiligung wohl noch einmal verdoppeln, was ca. insgesamt 15 % des Jahresumsatzes entsprechen wird. Dabei wächst die Firma dieses Jahr ganz seriös um das dreifache und alle Pläne zeigen, das weiteres sicheres Wachstum vorangehen wird.

Im Moment besteht die GmbH aus 2 Gesellschafter, von denen einer alleiniger Geschäftsführer ist. Dieser hat grösstenteils das Know-How erstellt. Er möchte keine weiteren Gesellschafter mit aufnehmen, da er nicht in seinem eigenem Unternehmen die Mehrheit verlieren möchte.

Trotzdem möchte ich mich gerne etwas absichern, falls dem Geschäftsführer etwas passiert. Mit seinem Einsatz steht und fällt die Weiterentwicklung der Firma. Umsätze würde sie weiter machen können, da sie Energielieferant im Full-Contracting ist.

Jetzt plagt mich die Sorge, das wenn ihm etwas passiert - oder er sich charakterlich anders entwickelt - Probleme mit meinen Investitionen auftauchen könnten. Ich betreibe lange genug selber ein Unternehmen und zu wissen, das auch Dinge passieren können, von denen man nie gedacht hat, das es so weit kommen könnte.

Meine Idee, Frage ist, macht es Sinn zu sagen, ich möchte einen Minderheiten - Gesellschafter Status und wenn es nur 100 Euro von den 25.000 Grundkapital sind. Um ein Mitspracherecht zu erhalten.
Würde das rechtlich überhaupt möglich sein oder widerspricht es sich, das der stille Gesellschafter auch regulärer Gesellschafter ist?

Bzw. gibt es auch andere Möglichkeiten, ein gewisses Mitspracherecht zu vereinbaren.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Als gewöhnlicher GmbH – Gesellschafter ist es Ihnen möglich, an den Gesellschaftsbeschlüssen teilzunehmen. Allerdings ist Ihr Stimmrecht auf Ihre Beteiligung beschränkt, sodass es bei einem Grundkapital von € 25.000 eine ausschlagsgebende Stimmausübung bei einer Stimmbeteiligung von € 100 nicht möglich ist. Nicht zu unterschätzen ist aber, dass im Vorfeld des jeweiligen Gesellschafterbeschlusses Sie informiert und auch angehört werden müssen. Daher kann es aufgrund der Informations- und Mitwirkungsrechte es sinnvoll sein, sich als GmbH – Gesellschafter zu beteiligen. Dies hätte aber die Folge, dass bei einer möglichen Insolvenz Ihre Anteile an der Gesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit verloren wären.

Eine andere Möglichkeit ist, eine atypische stille Beteiligung mit der Gesellschaft und den Gesellschafter zu vereinbaren. Hierbei könnte Ihnen ein Mitbestimmungsrecht eingeräumt werden. Ein großer Nachteil ist es allerdings, dass Ihr Darlehn in diesem Fall wie ein Gesellschafterdarlehn in der Insolvenz behandelt wird und somit mit großer Wahrscheinlichkeit verloren wäre. Nach deutschem Gesellschaftsrecht ist es aufgrund dieser Gleichstellung des atypischen stillen Gesellschafters mit einem gewöhnlichen Gesellschafter wirtschaftlich nicht möglich, gleichzeitig stiller Gesellschafter und gewöhnlicher Gesellschafter zu sein.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen. Selbstverständlich können Sie sich für weitere Fragen, Beratungen und Vertretungen an mich wenden.


Über eine positive Bewertung werde ich mich freuen.

Ihr Rechtsanwalt aus Mainz

Sebastian Scharrer LL.M.
www.mainzer-rechtsanwaltskanzle

Bewertung des Fragestellers 12.07.2013 | 10:12

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