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Stiefsohn wird als Alleinerbe eingesetzt


14.07.2017 18:11 |
Preis: 60,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin in zweiter Ehe verheiratet und habe einen Stiefsohn. Meine Frau hat ein Testament geschrieben und beim Nachlassgericht hinterlegt. Ich gehe davon aus formell richtig. Sie hat festgelegt, dass ihr Haus so weitervererbt wird , dass ihr Sohn als Alleinerbe im Testament steht. Nehmen wir an , dass das Haus 200 000 € wert ist. Nun meine Fragen:
1. Was passiert im Todesfall mit dem Haus? Wird der Sohn automatisch Hauseigentümer und ich bekomme eine Ausgleichzahlung?
2. Es ist kein Wohnrecht eingetragen. Das heißt vermutlich kann ich da nicht wohnen bleiben? Außer ich würde mich mit meinem Stiefsohn einigen und eine Möglichkeit finden?
3. Wenn man das Haus mit 200 000€ ansetzt, wie hoch wäre eine Ausgleichzahlung?
4. Ich denke das Testament ist im Zeitraum 2012-2014 hinterlegt worden. Gibt es Fristen zu beachten ?
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Sollte Ihr Sohn testamentarischer Alleinerbe sein, erbt er auch das Eigentum an dem Haus bzw. Grundstück. Er muß dann einen Erbschein beantragen und wird damit als Eigentümer im Grundbuch eingetragen. Wenn Sie "enterbt" wurden, steht Ihnen ein Pflichtteilsanspruch gegen den Erben zu.

2. Wenn Sie nicht Erbe werden, dürfen Sie in dem Haus nach dem Tode Ihrer Frau gem. § 1969 BGB noch dreißig Tage wohnen - danach kann der Erbe Ihren Auszug verlangen, wenn Sie sich nicht einigen können.

3. Der Pflichtteilsanspruch richtet sich nach dem gesetzlichen Güterstand und dem Wert des Nachlaßes. Im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft steht ihm, wenn Kinder vorhanden sind, ein gesetzlicher Erbteil von 1⁄4 zu. Der Pflichtteil beläuft sich also auf 1/8 - unter Umständen kommt noch ein Anspruch auf Zugewinnausgleich hinzu. Dessen Berechnung ist kompliziert und hängt mit dem Vermögenszuwachs zusammen, den beide Eheleute während der Ehe erzielt haben.

4. Der Pflichtteilsanspruch verjährt in drei Jahren ab Kenntnis vom Erbfall.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 14.07.2017 | 19:39

Ich lebe in einer Zugewinnehe. Nachfrage zu Antwort 3:
Er ist das einzigste Kind .Mein Stiefsohn ( sie reden von ihm und 1/4 Erbteil ) darf dann das Haus behalten und muss mich mit dem großen Pflichtteil plus Zugewinn des Ehemanns ( 3/4 Erbteil ) ausbezahlen ? Er hat ja nach ihrer Aussage 1/4 Erbanteil .Renovierungen am Haus wären demnach Zugewinn und würde eingerechnet.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.07.2017 | 19:56

Das dürfte so hinkommen - eine genaue Berechnung des Zugewinnausgleichsanspruchs ist an dieser Stelle allerdings nicht möglich.

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