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Stiefsohn, trotzdem Unterhalt

| 13.11.2016 15:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Ich habe einen 39 jährigen Sohn mit geistiger Behinderung. Er lebt seit 29 Jahren in einem Wohnheim. Vor elf Jahren habe ich nochmal geheiratet. Vor ca. einem Jahr habe ich mich von meinem jetzigen Mann getrennt. Wir leben noch in der gleichen Wohnung, weil ich noch nichts passendes gefunden habe. Ich bin zu 80 % Schwerbehindert und habe die Pflegestufe 1 und bekomme Ewerbsunfähigkeitsrente und war bis jetzt von der Unterhaltszahlung befreit.
Mein getrennt lebender Ehemann soll nun sein Einkommen beim Landschaftsverband offenlegen und Unterhalt für seinem Stiefsohn
zahlen. Muss er wirklich sein Einkommen offenlegen und evtl. Unterhalt zahlen, obwohl wir getrennt leben und es nicht sein Sohn ist?
Mit freundlichen Grüßen

R.Q-V

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Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Ihr Mann ist seinem Stiefsohn gegenüber, wenn er ihn nicht adoptiert hat, nicht zum Unterhalt verpflichtet.

Sie als Mutter sind aber grundsätzlich unterhaltspflichtig. Ihre Leistungsfähigkeit richtet sich nicht nur nach Ihren eigenen Einkünften, sondern auch nach dem Unterhaltsanspruch, den Sie gegenüber Ihrem Ehemann haben. Diesen Anspruch gibt es während des Zusammenlebens und auch nach der Trennung.

Um Ihre unterhaltsrechtlich relevanten Einkünfte - einschließlich Ihres Unterhaltsanspruchs - zu ermitteln, wird vermutlich nach dem Einkommen Ihres Mannes gefragt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-fachanwältin für Familienrecht-


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Bewertung des Fragestellers 15.11.2016 | 08:06

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FRAGESTELLER 15.11.2016 5/5,0
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