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Stiefkindadoption & Abstandsklage gegen den leiblichen Vater

| 27.09.2013 09:03 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Stiefkindadoption und Kontaktaufnahme durch den leiblichen Vater

Guten Morgen meine Damen und Herren,

Meine Frage bezieht sich auf eine Stiefkindadoption und einer "Abstandsklage" gegen den leiblichen Vater.

Zum Hintergrund "Erzeuger":

Der leibliche "Erzeuger" Interessiert sich seit 12 Jahren nicht für sein Kind, geschweige denn das er Unterhalt bezahlt hätte. Er ging sein ganzes leben lang keiner ehrlichen Arbeit nach, hatt noch min. 7 andere leibliche Kinder(von denen wir Wissen).
Hatt selbst mit seiner jetzigen Ehefrau probleme mit dem Jugendamt. Soll heisen alle Kinder aus dieser Ehe sind zur Zeit in Pflegefamilien untergebracht.
________________________________________________________________________

Zum Hintergrund "Wir":

Unser Leben ist geregelt, wir gehen beide Arbeiten, die Tochter geht in die Schule und hatt Freizeit Aktivitäten, wir unternehmen sehr viel zusammen.
Wie wir vom Jugendamt bestätigt bekommen haben "stabile Familienverhältnisse"!
Ich bin nun seit 7 Jahren ein Vater für das Kind, haben höhen und tiefen durch wie in jeder guten Familie.
Es stand nie im Raum das die Tochter ihren "Erzeuger" nicht kennenlernen darf.

Nur jetzt nach 12 Jahren, wo es mit der Adoption ansteht, kommt er auf einmal um die Ecke und fängt die Tochter ab. Dabei hatt er ihr soviel "Müll" eingeredet, das nun die Tochter komplett verwirrt und sehr Emotional und psychisch instabil ist.
Sie äußert Angst alleine zu Schule zu gehen, mit Freunden Spielen zu gehen und das Sie ihren "Erzeuger" nicht kennenlernen möchte.
Haben daher auch schon Kontakt zum Jugenamt gesucht, das der Tochter geholfen wird.

Meine Frau hatt das Alleinige Sorgerecht für die Tochter.

Daher meine Frage:

Was können wir tun um die Tochter auf dem Rechtsweg zu schützen?

Kann das Jugendamt / das Gericht eine Stiefkindadoption verweigern?





-- Einsatz geändert am 27.09.2013 09:06:30

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Anfrage. Vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum dafür gedacht ist, einen ersten Eindruck zu der Rechtslage zu vermitteln. Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Teilen des Sachverhalts kann es durchaus zu einer anderen rechtlichen Beurteilung kommen.

Unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhalts und Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen nunmehr wie folgt beantworten:

"Was können wir tun um die Tochter auf dem Rechtsweg zu schützen?"

Entscheidend für jede Entscheidung des Familiengerichts ist das Wohl Ihrer Tochter. Da dieses derzeit durch die Kontaktaufnahme des Vaters erheblich gefährdet scheint, könnte beim Familiengericht gegen den Vater ein Annährungs- und Kontaktverbot erwirkt werden. Dieses wäre auch recht schnell im Wege einer einstweiligen Anordnung zu erreichen. Nachdem der Vater sich über die ganzen Jahre nicht gekümmert hat, kann er nun nicht einfach auftauchen und Ihre Tochter belästigen. Nach der langen Zeit wäre vielmehr eine sanfte Annährung eventuell auch mit Hilfe des Jugendamtes erforderlich. Wenn der Erzeuger dies nicht einsehen und akzeptieren kann, spricht dies bereits gegen seine Kompetenz als Vater.


"Kann das Jugendamt / das Gericht eine Stiefkindadoption verweigern?"

Die Adoption wäre von Ihnen bei dem zuständigen Familiengericht zu beantragen. Nach § 1741 Abs. 1 BGB ist die Annahme als Kind zulässig, wenn sie dem Wohl des Kindes dient und zu erwarten ist, dass zwischen dem Annehmenden und dem Kind ein Eltern-Kind-Verhältnis entsteht. Das Familiengericht hat demnach diese Voraussetzungen zu prüfen. Liegen diese nicht vor, wird das Familiengericht den Antrag auf die Adoption zurückweisen. Anhand Ihrer Schilderungen dürften die Voraussetzungen der Stiefkindadoption aber vorliegen, denn Sie sind ja seit vielen Jahren der soziale Vater für Ihre Tochter während der leibliche Vater seine Pflichten vernachlässigt hat.

Sollte der leibliche Vater der Adoption nicht zustimmen wollen, könnte seine Einwilligung nach § 1748 BGB ersetzt werden. Je nachdem ob Ihre Frau mit dem Erzeuger verheiratet war ober nicht bzw. Ihre Tochter ehelich oder nichtehelich geboren wurde, sind die Voraussetzunge für die Ersetzung der Einwilligung etwas unterschiedlich. Gern können Sie mir hierzu im Rahmen der Nachfrage ergänzende Angaben machen.

Gern bin ich auch bereit, Sie im Rahmen eines Mandantes zu unterstützen. Kontaktieren Sie mich bei Bedarf über meine Kontaktdaten. Die auf diesem Portal bereits gezahlten Beratungskosten würden dann auf die weitere Vertretung angerechnet.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Yvonne Bellmann, Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 30.09.2013 | 21:08

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