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Stiefkindadoption, wenn das Kind nicht in Deutschland lebt

15.10.2014 15:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Hier kurz der Sachverhalt:

Ich, allein sorgeberechtigte Mutter lebe mit meinem Sohn (14) in Dänemark. Wir haben aber die deutsche Staatsbürgerschaft. Zusammen mit meinen Lebenspartner (seit 11 Jahren zusammen, aber unverheiratet) leben wir im gemeinsamen Haus.
Mein Sohn hat zu seinem biologischen Vater seit Februar 2007 gar keinen Kontakt mehr.
Auch vorher war der Kontakt unregelmäßig und selten, daher besteht keine emotionale Bindung von seiten meines Sohnes.

Mein Partner wird in jeder Hinsicht als Vater betrachtet.

Nun planen wir ein gemeinsames Kind, worauf auch mein Sohn sich sehr freut.
In Anbetracht der Tatsache, dass mein Lebensgefährte einen gefährlichen Beruf hat, sind bei der Testamentsverfassung einige unerfreuliche Tatsachen aufgetaucht, die meinen Sohn gegenüber einem gemeinsamen Kind enorm benachteiligen würden.

Der Notar hat uns eine Stiefkindadoption empfohlen, auch für den Fall, dass mir etwas passiert.

Ich habe das mit meinem Sohn besprochen und dieser wäre auch einverstanden, da für ihn bereits bestehende Verhältnisse nur offiziell bestätigt werden würden.

Nun ist die Frage (obwohl er mehrere sind):

Falls der biologische Vater einwilligt, an wen müssten wir uns wenden? Ohne Wohnsitz in Deutschland habe ich weder ein zuständiges Jugendamt noch Standesamt.

Welche Kosten sind mit einer Stiefkindadoption verbunden?

Kann unter diesen Voraussetzungen eine Stiefkindadoption stattfinden? Ich meine, ob der Beweggrund - die Gleichstellung mit einem gemeinsamen Kind - als Sicherung des Kindeswohls betrachtet wird?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
1.
Die internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte ist gegeben, da Ihr Sohn Deutscher ist, § 101 Nr.1 FamFG.

Örtlich zuständig ist in Ermangelung eines allgemeinen Gerichtsstands des gewöhnlichen Aufenthaltes in Deutschland das Amtsgericht Schöneberg in Berlin, §187 V FamFG.

2.
Die Kosten einer Adoption sind sehr überschaubar. Es fallen im Wesentlich nur Kosten für notarielle Beglaubigungen oder Gebühren für die Erteilung von Führungszeugnissen an.

Gerichtskosten für den Annahmebeschluß des Gerichts fallen nach dem FamGKG bei Minderjährigen nicht an.

Die übrigen oben genannten Kosten werden etwa zwischen 80 und 120 EUR liegen. Dies kann nur geschätzt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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