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Stiefkind vom Erbe ausschließen

| 03.09.2018 13:28 |
Preis: 100,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Habe vor eine Frau zu ehelichen , die aus ihrer ersten Ehe bereits einen Sohn hat . ich selber habe auch aus vorheriger Ehe eine Tochter .
Wenn ich versterbe , würde meine Tochter die Hälfte des Vermögens und die andere Hälfte meine zukünftige Frau erben . Sollte meine Ehefrau nach mir sterben , würde ihr Sohn alles , was ich ihr vererbt hatte erben .
Wie kann ich das verhindern, denn ich möchte in solchem Falle , dass dann meine Tochter den Anteil aus meinem Vermögen erbt.
03.09.2018 | 15:21

Antwort

von


(355)
Albstraße 45
73249 Wernau
Tel: 07153/9964381
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst einmal ist die von Ihnen benannte Erbaufteilung nicht fix sondern entspricht der gesetzlichen Erbfolge, wenn die Eheleute im Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben (d. h. ohne Ehevertrag).

Durch Testament oder Erbvertrag kann die Aufteilung des Erbes entsprechend Ihrem Willen erfolgen. Die Möglichkeiten diesbezüglich sind weitreichend.

Losgelöst von der gesetzlichen Erbfolge oder einer letztwilligen Verfügung in Form eines Testaments oder eines Erbvertrags haben Sie die Problematik jedoch richtig erkannt, dass die einmal vererbte Masse an Ihre zukünftige Ehefrau bei dieser bleibt und nach deren Ableben an deren Abkömmlinge (hier deren Sohn fallen würde).

Dem kann dergestallt vorgebeugt werden, dass Ihre zukünftige Frau als Vorerbin und Ihre Tochter als Nacherbin eingesetzt wird, vgl. §§ 2100 ff. BGB.

Durch die Anordnung einer Vor- und Nacherbschaft (§ 2100 BGB) kann die Erbschaft gesteuert und über zwei oder mehrere Generationen hinweg vererbt werden. Hierzu kann der Erblasser bestimmen, dass sein (Teil)Vermögen zunächst einer Person zukommen soll (Vorerbe), legt aber gleichzeitig fest, wer es nach dieser Person bekommen soll (Nacherbe). Weiter könnte der Erblasser dem Vorerben Beschränkungen hinsichtlich der Vorerbschaft auferlegen.

Wenn der Vorerbe sodann verstirbt, fließt das "Vorerbevermögen" an den Nacherben. Das Nachlassvermögen Ihrer zukünftigen Ehefrau, welches nicht aus Ihrem Nachlass stammt, geht sodann anderen Abkömmlinge.

Im Detail wäre dies, sowie Ihre weiteren Wünsche diesbezüglich, durch einen Rechtsanwalt testamentarisch entsprechend zu gestalten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Sofern dies der Fall ist, würde ich mich über die Abgabe einer vollen 5-Sterne-Bewertung freuen.

Bei Unklarheiten können Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-


Nachfrage vom Fragesteller 04.09.2018 | 14:25

Wenn ich es richtig verstehe, kann ich auch beim Güterstand Zugewinngemeinschaft einen Vorerben und einen Nacherben bestimmen und bei meinem Ableben würde meine Frau und meine Tochter zunächst jeweils hälftig Erben

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.09.2018 | 14:28

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

ja, das haben Sie richtig verstanden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-


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Bewertung des Fragestellers 04.09.2018 | 14:40

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