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Stichtag Erbauseinandersetzung


29.12.2007 18:31 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Meine Mutter ist 1998 verstorben, ein Testament lag nicht vor.
Erben: Ehemann, Tochter aus 1. Ehe meiner Mutter und ich.
Ein Erbschein wurde nicht beantragt.

Meine Eltern besassen zu diesem Zeitpunkt zwei Häuser, ein Sparbuch und mehrere Guthaben auf Konten, die auf meine Mutter, aber auch auf den Namen meiner Eltern gemeinsam liefen.
Ein Haus ist auch zum heutigen Zeitpunkt noch mit einer Hypothek belastet, das andere Haus ist schuldenfrei.

Mein Vater verstarb 2007, ein Testament lag auch hier nicht vor, der Erbschein für meine Eltern wurde daraufhin von mir beantragt.

Nun habe ich folgende Fragen zur Erbauseinandersetzung mit meiner Stiefschwester:

1. Welcher Stichtag ist für die Erbauseinandersetzung maßgeblich? Ist der Todestag meiner Mutter Stichtag, also nehme ich Gebäudewerte und Kontenstand aus 1998 als Grundlage oder muss ich den aktuellen Immobilienwert und den aktuellen Kontenstand als Grundlage nehmen?

2. Falls ich den aktuellen Wert annehmen muss: Wie ist z.B. zu bewerten, daß mein Vater die Hypothek für das gemeinsame Gebäude weitergezahlt hat? Gehe ich recht in der Annahme, daß vom aktuellen Immobilienwert auch alle bis dahin angefallenen Kosten (wie z.B. Hypothek, Modernisierungs- und Instandhaltungskosten) in Abzug gebracht werden müssen?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Jeder Miterbe kann jederzeit die Auseinandersetzung verlangen, vgl. § 2042 BGB.

Aus dem Nachlass sind zunächst die Nachlassverbindlichkeiten zu berichtigen. Der nach der Berichtigung der Nachlassverbindlichkeiten verbleibende Überschuss gebührt den Erben nach dem Verhältnis der Erbteile.
Stichtag ist der Todestag Ihres Vaters.

Hinsichtlich der Auseinandersetzung der Konten Ihrer verstorbenen Mutter ist nach dem Verhältnis der Erbanteile aufzuteilen.

Wenn die Erbauseinandersetzung zwischen Ihnen und Ihrer Halbschwester jetzt durchgeführt werden soll, ist dann auch auf diesen Zeitpunkt abzustellen.
Hinsichtlich der Immobilien und Konten kommt es nicht auf den Stand von 1998, sondern auf den jetzigen Stand an.

Da Sie zusammen mit Ihrer Stiefschwester volle Gestaltungsfreiheit haben, können Sie durch einen Auseinandersetzungsvertrag festlegen, wie die Nachlassgegenstände verteilt werden sollen. In dem Auseinandersetzungsvertrag kann unter anderem auch ein Verzicht auf bestimmte Nachlassgegenstände ausgesprochen werden.

Können Sie sich hinsichtlich der Immobilien nicht einigen, müsste die Teilung dadurch erfolgen, dass das Erbe verkauft oder ggf. zwangsversteigert wird, vgl. § 753 BGB.

Die Hypothek hätte dem Grunde nach von Ihrem Vater sowie von Ihnen und Ihrer Halbschwester als weitere Miterben entsprechend den Erbanteilen bedient werden müssen.
Dieser Ausgleichsanspruchs Ihres Vaters ist durch sein Ableben auf Sie übergegangen.
Hier müsste im Einzelnen geprüft werden, was hier noch zu berücksichtigen wäre, da Sie ja auch keine Zahlungen vorgenommen haben.
Möglicherweise war das von Ihrem Vater auch so gewollt, dass er alleine die Hypothek bedient. Dies könnte dann als ein Verzicht auf einen Ausgleich Ihnen sowie Ihrer Halbschwester gegenüber ausgelegt werden.

Hypothek, Modernisierungs- und Instandhaltungskosten werden im Rahmen der Bewertung der Immobilien berücksichtigt. Die Bewertung eines Grundstücks erfolgt durch einen Sachverständigen.
Bei der Bewertung bebauter Grundstücke werden das Grundstück und das Gebäude getrennt bewertet.

Abschließend empfehle ich Ihnen, die Sach- und Rechtslage abschließend durch einen Kollegen prüfen zu lassen, um Rechtssicherheit zu erlangen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2007
info@kanzlei-roth.de
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