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Steuervorauszahlung für geschiedenen Ehegatten


06.05.2006 13:51 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage zur Anrechenbarkeit von Steuervorauszahlungen.
Ich bin seit 4 Jahren geschieden und habe mit meiner
geschiedenen Frau den Unterhalt mit der Anlage U geregelt.
Die von mir geleisteten Unterhaltszahlungen an meine Frau
führ ich in meiner Steuererklärung als Unterhaltszahlungen
lt. Anlage U auf. dies wird auch so anerkannt.
Nun hatte meine geschiedene Frau die an Sie gezahlten Unterhaltsleistungen bei Ihrer Steuererklärung 2 Jahre lang nicht
angegeben. (Jahr 2003 udn 2004) Sie wurde daraufhin von Ihrem Finanzamt zur Nachzahlung dieser 2 Jahre aufgefordert.
Diese Nachzahlungen habe ich in 2005 dann auch geleistet.
Ebenso hatte dann die daraus entstandenen Steuervorauszahlungen meiner Ex-Frau im Jahre 2005 geleistet.(insges. ca. 3.700 €)
Diese Steuernachzahlungen und Vorauszahlungen wollte ich nun
in meiner Einkommentsteuererklärung als außergwöhnliche Belastung
anrechnen lassen. Dies wurde mir aber von meinem zuständigen
Finanzamt verweigert.
Meine Frage ist nun, kann ich diese Zahlungen in irgendeiner Weise innerhalb meiner EKST-Erklärung anrechnen lassen?
Sind dies nun Sonderausgaben oder habe ich keine Möglichkeit
diese Mehrbelastung wenigstens teilweise wieder zurückzubekommen.

Vielen Dank für eine Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Fragesteller,

die Benutzung der "Anlage U" bedeutet, daß Sie den geleisteten Unterhalt steuermindernd in Abzug bringen könnnen, Ihre Ehefrau den erhaltenen Unterhalt jedoch im Gegenzug als Einkommen versteuern muß. Dies ist bei Ihnen ja auch so - wenn auch mit einiger Verzögerung - geschehen. Wenn Sie jetzt diese aufgrund der Benutzung der Anlage U bei Ihrer Ex-Frau entstandene Einkommensteuer übernehmen, etwa, weil Sie sich familienrechtlich oder aus anderen Gründen hierzu verpflichtet haben, ist dies keine außergewöhnliche Belastung. Sie könnten lediglich diese Zahlungen noch im Rahmen der von Ihnen benutzten "Anlage U" berücksichtigen, sofern Sie dort nicht bereits die Höchstbeträge ausgeschöpft haben.

Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Auskunft geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 08.05.2006 | 12:07

Sehr geehrter Herr Meisen,

vielen Dank für Ihre rasche Antwort.
Ich habe nun eine letzte Frage an Sie.
Ich habe die Höchstbeträge der Anlage U noch nicht ausgeschöpft.
Kann ich im nachhinein die Beträge der Steuervorauszahlungen und
Nachzahlungen per Einspruch meines Steuerbescheides 2005 noch geltend machen ??
Muß ich hierfür einen neue Anlage U mit Unterschrift meiner
Ex-Frau an das Finanzamt gleichzeitig mit meinem Einspruch einsenden oder gibt es hierfür eine einfachere Möglichkeit?

Besten Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.05.2006 | 12:11

Wenn Sie den Höchstbetrag noch nicht ausgeschöpft haben, können Sie mit Zustimmung Ihrer Ehefrau (die Ihnen dafür eine neue Anlage U unterschreiben muss), diese Zahlungen, die Sie ja für Ihre Ehefrau erbracht haben, geltend machen. Voraussetzung hierfür ist natürlich, daß Sie diese Zahlung ebenfalls als Unterhaltsleistung für Ihre Ehefrau erbracht haben und nicht etwa aufgrund einer Absprache zwischen Ihnen und Ihrer Ehefrau als Gegenleistung für die Unterzeichnung der Anlage U.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

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