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Steuerveranlagung

03.03.2008 18:55 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Mitte des Jahres 2008 möchte ich meine Lebensgefährtin heiraten.
Ich stehe noch aktiv im Arbeitsleben, ca. 5 Jahre.
Meine Lebensgefährtin bezieht zur Zeit eine Altersrente sowie eine
W.-Rente.
Weche Steuerveranlagung wähle ich nun?
Bei Zusammenveranlagung müßte ich wohl auf ihre Rente mit Steuern
zahlen. Wie ist dies bei Getrenntveranlagung?
Würde ich bei Getrenntveranlagung auch die Steuerklasse 3 erhalten?
Was raten Sie mir?
Mit freundlichen Grüßen

03.03.2008 | 21:03

Antwort

von


(141)
Muldestr. 19
51371 Leverkusen
Tel: 0214 / 2061697
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

In die Steuerklasse III gehören u. a. Arbeitnehmer, die verheiratet sind, wenn beide Ehegatten unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind und nicht dauernd getrennt leben und der andere Ehegatte des Arbeitnehmers keinen Arbeitslohn bezieht (§ 38b Satz 2 Nr. 3 a) aa) EStG).

Von daher würden Sie auch bei einer getrennten Veranlagung die Steuerklasse III erhalten.

Ob Sie mit dieser Konstellation allerdings glücklich werden, steht auf einem anderen Blatt, denn wie viel Einkommenssteuer jemand bezahlen muss, hat nichts mit der Steuerklasse zu tun. Die Höhe der zu zahlenden Steuer hängt einzig und allein vom jährlichen Gesamteinkommen ab. Sie wird entweder nach der Grundtabelle oder - bei gemeinsam veranlagten Ehegatten - nach der sog. Splittingtabelle errechnet.
Die Steuerklassen bestimmen lediglich, wie viel Vorauszahlungen monatlich auf die voraussichtliche Steuerschuld zu zahlen sind.
Waren die Vorauszahlungen zu hoch, so gibt es eine Rückerstattung, im umgekehrten Fall muss nachgezahlt werden. Hat man eine ungünstige Steuerklasse gewählt und deshalb während des Jahres zu hohe Steuervorauszahlungen geleistet, so hat dies keinen Einfluss auf die Höhe der in diesem Jahr zu zahlenden Einkommenssteuer, man erhält aber eine Steuerrückerstattung.

Ehegatten werden im Regelfall zusammen zur Einkommensteuer veranlagt.
Dies führt dazu, dass sie zusammengenommen weniger Steuern zahlen müssen, als dies bei der getrennten Veranlagung der Fall wäre. Denn bei der Zusammenveranlagung wird die gemeinsame Einkommenssteuer nicht nach der normalen Grundtabelle, sondern nach der günstigeren Splittingtabelle berechnet.
Bei der Splittingtabelle wird das gemeinsame Einkommen halbiert, daraus die Steuerlast errechnet und diese einfach verdoppelt. Wegen der Progression der Steuersätze ist dies günstiger als eine "normale" Besteuerung nach dem Gesamteinkommen.

Ob deshalb bei Ihnen die getrennte Veranlagung oder aber die Zusammenveranlagung günstiger ist, kann nicht pauschal beantwortet werden, da es auf die Höhe der einzelnen Besteuerungsgrundlagen (Einkünfte, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen) ankommt.

Sie sollten deshalb mithilfe einer steuerfachkundigen Person bei der Erstellung der Steuererklärung 2008 eine Vergleichsberechnung im Einzelnen durchführen lassen.
Gerne würde ich Ihnen dabei dann behilflich sein.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse.
Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen

Reinhard Schweizer
Rechtsanwalt, Dipl.-Finanzwirt

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann. Im Übrigen ist der Umfang der gegebenen Antwort auch abhängig von der Höhe des ausgelobten Einsatzes.


ANTWORT VON

(141)

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