Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Steuersparmodell Immobilie


| 20.05.2005 14:42 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hoffe, daß Sie mir weiterhelfen können.
Wir, mein Mann und ich, haben im Jahr 2000 bei einer Finanzdienstleistungskanzlei über das Steuersparmodell Immobilie eine Eigentumswohnung gekauft. Die Eigentumswohung ist sanierter Altbau in einer großen Stadt, in günstiger Lage und zur Zeit auch vermietet. Wir bekommen monatliche Steuerabschreibungen für 10 Jahre und die Miete. Es bleibt trotzdem noch ein ziemlich hoher Betrag zur Deckung der Ratenzahlungen an die Bank und den Bauherrn, der die Weichkosten vorgestreckt hat. Zur Zeit des Kaufes hatten wir beide gut bezahlte Vollzeitjobs. Seit einigen Jahren bin ich nun nur noch halbtags beschäftigt. Mein Mann hatte bisher ein gutes Gehalt, so daß wir totz allem noch die Raten ganz gut zahlen konnten. Jetzt kann es sein, daß mein Mann auch bald nur noch stundenweise (ca.63 %) arbeiten darf. Dann wird die finanzielle Belastung für uns wahrscheinlich zu hoch. Wir machen uns nun Gedanken, wie wir der Zahlungsunfähigkeit vorbeugen können. Gibt es eine Möglichkeit, diese Wohnung schon eher zu verkaufen, nicht erst nach der Bindungsfrist und mit welchem Einbußen müssen wir dann rechnen? Vielleicht können Sie uns auch raten, an wen wir uns wenden können, um dieses Problem in den Griff zu kriegen!
20.05.2005 | 15:26

Antwort

von


141 Bewertungen
Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: www.glatzel-partner.com
E-Mail:
Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

da Sie die Wohnung 2000 erworben haben, gilt für Sie die zehnjährige Spekulationsfrist. Das heißt, wer binnen zehn Jahren eine Eigentumswohnung kauft und wieder verkauft, der muss den erzielten Verkaufsgewinn mit seinem persönlichen Steuersatz versteuern. Einzig die Ausgaben rund um den Verkauf der Immobilie dürfen vom Erlös abgezogen werden.

Diese Frist können Sie aber z.B. umgehen. Hierzu müssten Sie lediglich die letzten zwei Jahre vor dem Veräußerungszeitpunkt die Immobilie selbst bewohnen. Dann gilt das Objekt als eigengenutzt und der Fiskus lässt den Verkäufer unbehelligt.

Sollte die Bank einen älteren Vertrag ohne Widerrufsmöglichkeit verwendet haben, könnten Sie auch noch an einen Wideruf des Darlehensvertrages denken. Denn gerade bei vielen älteren Verträgen sind die Banken aufgrund des missverständlichen Wortlauts der seinerzeit geltenden Rechtsvorschriften davon ausgegangen, dass der Widerruf eines Verbraucherdarlehensvertrages, der als Haustürgeschäft abgeschlossen wird, ausgeschlossen sei.

Sie haben deshalb die vorgeschriebene Widerrufsbelehrung in der Regel unterlassen.

Soweit diese Belehrung nicht später nachgeholt worden ist, besteht daher für den Verbraucher die Möglichkeit des Widerrufs noch immer. Zu beachten ist allerdings, dass im Falle des Erwerbs einer Eigentumswohnung der Verbraucher infolge des Widerrufs nach der gegenwärtigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) zur sofortigen Rückzahlung der gesamten Restschuld verpflichtet ist, während er auf der Immobilie sitzen bleibt. Ob diese Rechtsprechung Bestand hat, hängt davon ab, wie sich der Europäische Gerichtshof (EuGH), bei dem zwei einschlägige Verfahren anhängig sind, zu der Rechtsfrage positionieren wird. Eine mündliche Verhandlung ist dort für den 17.03.2005 anberaumt (Az.: C-229/04).

Insgesamt rate ich Ihnen daher, einen Anwalt für Immobilienrecht( nicht Baurecht) aufzusuchen! Dieser kann Ihre Verträge prüfen und die weitere Vorgehensweise mit Ihnen absprechen.


Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 20.05.2005 | 15:56

Was ist mit den Steuerermäßigungen, die wir bisher erhalten haben? Müssen wir diese auch an das Fianzamt zurückzahlen, wenn wir die Wohnung verkaufen würden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.05.2005 | 17:03

Sehr geehrte Ratsuchende,

die Steuervorteile, die Sie aufgrund der Absetzungen für Abnutzungen (AfA) erlangt haben, müssen Sie nicht zurück zahlen.

Wenn Sie allerdings die Wohnung innerhalb eines Jahres verkaufen, dann können Sie die AfA nur anteilig geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen
Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Herzlichen Dank für Ihre Auskunft. Sie hat uns sehr geholfen "
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur. »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER
5/5.0

Herzlichen Dank für Ihre Auskunft. Sie hat uns sehr geholfen


ANTWORT VON

141 Bewertungen

Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: www.glatzel-partner.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Handelsvertreterrecht, Verkehrsrecht, Wirtschaftsrecht