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Steuersituation bei Entsendung eines Ehepartners von D in die USA

15.07.2012 01:14 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Guten Morgen,

ich arbeitete 2011 als Deutscher im Rahmen einer Entsendung in den USA. Für dieses Jahr steht nun noch die US- Steuererklärung aus, die ich aus privaten Gründen aufgeschoben habe. Wir haben 2010 in Deutschland geheiratet, meine Frau hat 2011 in D noch gearbeitet und ihr Referendariat beendet. Wir führten zu der Zeit eine Fernbeziehung, meine Frau kam nur zu Besuch in die Staaten bzw. ich nach D.
Januar bis Mai 2012 war ich in Deutschland aufgrund der Geburt unserer Tochter im März. Seit Mai sind wir zusammen mit dem Baby in den Staaten bis voraussichtlich Sommer 2013.

Für die Steuererklärung 2011 in den USA wurde von mir nun das Welteinkommen, also das komplette Einkommen von uns beiden zusammen verlangt bei einer erwünschten Zusammenveranlagung unserer Steuern (dadurch niedriger Steuersatz als einzeln veranlagt). Meine Frau war aber nicht länger als 184 Tagen in den USA, meines Erachtens kann ihr Einkommen nicht steuerlich geltend gemacht werden, weil dies nicht das Tätigkeitsland für sie darstellt/sie dort nicht ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. Zudem würde dies ja eine doppelte Besteuerung, zusätzliche Besteuerung in den USA bedeuten, die durch das Doppelbesteuerungsabkommen ja gerade vermieden werden soll.
In Deutschland wird es ja auch so laufen, dass wir zusammen eine Steuererklärung machen, aber mein Einkommen nicht steuerlich geltend gemacht werden kann.

Fragen:

1.Was genau ist nun mein zu versteuerndes Einkommen in den USA für 2011, nur mein Einkommen oder unser beider Einkommen unabhängig vom Tätigkeitsland(„Welteinkommen")?

2. Wie fallen in 2012 unsere Steuern an?
Wie gesagt war ich Aufgrund der Geburt unserer Tochter 5 Monate in D (Jan- Mai 2012). Mein Entsendungsvertrag (bis August 2012) war aber dadurch nicht unterbrochen, ich arbeitete weiter für unsere Tochtergesellschaft in den USA, nur eben von Deutschland aus.
Fallen für diesen Zeitraum Jan.- Mai 2012 nun etwa in Deutschland Steuern an, oder wird dies, im Rahmen meiner gesamten Entsendung ( nun auch verlängert bis Aug. 2013), nur als „Unterbrechung" gesehen wie etwa z.B. ein längerer Urlaub ?

Freundliche Grüße aus den USA,
W.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Ich gehe davon aus, dass Sie derzeit keinen Wohnsitz in Deutschland haben. Daher könnte sich Ihre Steuerpflicht in Deutschland nur durch eien "gewöhnlichen Aufenthalt" in Deutschland ergeben. Dieser ist aber in den USA.
Daher sind Sie mit Ihrem Lohneinkommen im Jahr 2011 nicht steuerpflichtig, gem. § 1 EStG .
Ihre Frau ist mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt hingegen in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig.
Das sog. Ehegattensplitting, also der optionale Tarif für zusammenveranlagte Ehepaare (§ 32a Abs. 5 EStG ) wird dann nicht anerkannt werden.
Sie werden also getrennt veranlagt werden.

Ein Aufenthalt von 5 Monaten verändert nach allgemeiner Auffassung Ihren gewöhnlichen Aufenthalt nicht. Die Situation in 2012 wird also unverändert sein.

Bitte beachten Sie, dass ich Ihre Frage nur anhand des mir bekannten Sachverhalts beantworten konnte. Es bei diesen Fragen auf viele Details ankommt, die mir nicht bekannt sind. Ich empfehle daher dringend, die Angelegenheit von einem Steuerberater durchprüfen zu lassen, damit Sie eine optimale Besteuerung erreichen können.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen zur groben Orientierung weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 15.07.2012 | 23:31

Hallo,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Nein, ich habe weiterhin einen Wohnsitz in D, ich habe nicht geschrieben dass ich mich abgemeldet habe. Mein Wohnsitz in D ist zur Zeit somit mein Zweitwohnsitz, seit Mai 2012 unser gemeinsamer Zweitwohnsitz.

Ihre Antwort, dass wir nicht gemeinsam veranlagt werden können, widerspricht sich auch mit allen bisherigen Antworten, z.B. bgl. Wahl unserer Steuerklassen 3/5 in D (vielleicht wg. ihrer Annahme, dass ich in D keinen Wohnssitz mehr habe).
Meine Frau hatt in D seit 2010 die günstigere Steuerklasse 3, eben aus dem Grund, weil mein Einkommen nicht steuerlich in D erfasst wird. Dies wurde mir bereits 2010 von einem Steueranwalt geraten.

Leider sehe ich zudem meine erste, konkrete Frage nicht wirklich beantwortet. Die erste Frage betrifft allerdings auch das internationale Steuerrecht (Thema: "Welteinkommen") auf dass Sie meines Erachtens keine Stellung genommen haben.

1. Was genau ist in unserem Fall das zu versteuernde Einkommen in den USA für 2011 ?

Für eine Antwort wäre ich Ihnen dankbar, Danke!

Freundliche Grüsse,

W.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.07.2012 | 00:11

Vielen Dank für Ihre Nachfrage. Ich sehe auch, dass ich Ihre Frage offensichtlich nicht ganz richtig verstanden habe und offensichtlich immer noch nicht ganz richtig verstehe.

Natürlich können Sie sich in Deutschland gemeinsam veranlagen lassen. Dies setzt aber voraus, dass Sie in Deutschland steuerpflichtig sind.

Wenn Sie Ihr Gehalt in den USA versteuern, müssen Sie es nicht in Deutschland versteuern. Dies ergibt sich aus dem Doppelbesteuerungsabkommen.

Wenn Sie über Wohnsitze in beiden Ländern verfügen, fallen Sie unter das Doppelbesteuerungsabkommen.
Ich verstehe nicht genau, was Sie in diesem Kontext mit "Welteinkommen" meinen. Dieser Begriff stammt aus dem deutschen Steuerrecht. Auch in Deutschland erfasst das Welteinkommen nicht das Einkommen des Ehemanns bzw. der Ehefrau.
Sie müssen in den USA nicht Ihr vollständiges Welteinkommen versteuern. In Deutschland versteuern Sie den Teil Ihres Welteinkommens, den Sie nicht in den USA versteuern.
Ich kann Ihnen leider nicht sagen, ob die USA eine Institution kennen, die dem deutschen Ehegattensplitting vergleichbar ist. Ich gehe allerdings davon aus. Ich muss auch gestehen, dass diese Frage den Niveau einer anwaltlichen Erstberatung bei einem deutschen Rechtsanwalt bei weiten übersteigen würde. Sie sollten einen amerikanischen Steuerberater aufsuchen.

Ich bedauere die Missverständnisse, hoffe aber Ihnen zumindest ein wenig geholfen zu haben.

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