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Steuerschuldumkehr


01.12.2016 18:33 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle



Eine Dienstleistung (Gestaltung von Web-Grafiken) wird online im EU-Ausland bestellt.
Muß/kann beim Sitz eines Dienstleister in Spanien oder Griechenland für die Umsatzsteuer die Steuerschuldumkehr angewandt werden ?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Im geschäftlichen Bereich wird der Leistungsort nach § 3 UStG stets nach dem Sitz des Leistungsempfängers definiert.
So also Ihr Kunde Unternehmer, respektive mit einer gültigen USt-ID, in Spanien oder Griechenland (EU) ist, ist vom sog. Reverse Charge Verfahren Gebrauch zu machen. Die Umsatzsteuerschuld wird also auf den Leistungsempfänger verschoben.
Wichtig ist hierbei, dass die Unternehmerschaft eindeutig anhand der gültigen USt-ID, nachzuweisen ist.

Sollten Sie Ihre Leistung gegenüber Verbrauchern im EU Ausland erbringen, oder aber die Unternehmereigenschaft nicht eindeutig nachweisen können, schulden Sie die Umsatzsteuer des EU Landes, in dem der Verbraucher seinen Wohnsitz, gewöhnlichen Aufenthalt oder Sitz hat, gegenüber dem EU Land. Üblicher Weise entgeht man einer entsprechenden Erklärungspflicht bzw. umsatzsteuerlichen Anmeldung in dem jeweiligen EU Land durch die Teilnahme am sog. MOSS Verfahren.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen

Nachfrage vom Fragesteller 01.12.2016 | 19:38

Vielen Dank für die Antwort.
Um Mißverständnissen vorzubeugen: ich bin der Kunde in Deutschland, die Dienstleister sitzen in Spanien und Griechenland. Ändert das etwas am Vorgehen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.12.2016 | 19:50

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ein wenig missverstanden habe ich Sie schon, aber grundsätzlich gilt dieses Vorgehen europaweit.
Nur müssen Sie hier als Unternehmer darauf achten, dass Sie eine vollständige ordentliche Rechnung bekommen damit Sie auf Sie umgelegte Umsatzsteuer, im Gegenzug auch als Vorsteuer wieder geltend machen können, soweit Sie selbst umsatzsteuerpflichtig arbeiten.

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen

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