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Steuerschuld


24.04.2006 13:39 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



In meinen früheren Steuererklärungen ( bis 2000 ) die vom Steuerberater angefertigt wurden, wurde vom Steuerberater bei meiner Frau ( Erwerbsunfähigkeitsrente ) immer nur Hausfrau aufgeführt und keine Einkünfte eingetragen, trotzdem der Steuerberater über die Rente meiner Frau informiert war.

Nun habe ich selber eine Steuererklärung abgegeben und richtig bei meiner Frau Rentnerin eingetragen. Ich nahm bisher an, dass auf die Rente keine Steuer anfällt, da dies ja auch der Steuerberater durch den Eintrag Hausfrau dokumentiert hatte.

Nun bekam ich den Steuerbescheid mit einer Steuernachzahlung. Nach negativen Bescheid meines Einspruches erhielt ich nun auch für die vergangenen Jahre 1999 – 2002 Steuernachforderungen in Höhe von insg. 5.000,00 EUR.

Ich bin seit Mitte 2004 arbeitslos und lebe von meiner Frau seit Okt. 2005 getrennt. Meine Frau und ich sind finanziell nicht in der Lage diese Steuerschuld zu begleichen. Ich habe auch sehr geringe Chancen mit meinem Alter von 59 Jahren noch ein steuerpflichtiges Einkommen zu erzielen.

Wie sieht es mit der Haftung des Steuerberaters aus ?
Was passiert, wenn ich die Steuerschuld nicht bezahlen kann ? Kann diue Steuerschuld erlassen werden ?
Wann verjährt eine Steuerschuld ?
Sehr geehrter Fragesteller,

wie Sie schreiben, ist das Renteneinkommen Ihrer Ehefrau in den ganzen Jahren nicht angegeben worden, so daß Ihre Einkommensteuer in diesen Jahren regelmäßig zu niedrig festgesetzt wurde. Wenn dies jetzt vom Finanzamt korrigiert wird, entsteht Ihnen dadurch - unterstellt, die neuen Steuerbescheide sind korrekt - aber kein Schaden, denn das Finanzamt hat nur die Steuern festgesetzt, die bereits in den letzten Jahren hätte festgesetzt werden müssen. Ein Schadensersatzsanspruch gegen den Steuerberater scheitert daher insoweit bereits daran, dass insoweit kein ersatzfähiger Schaden vorliegt.

Wenn Sie die Steuerschuld nicht bezahlen können, sollten Sie sich umgehend mit Ihrem Finanzamt wegen einer Ratenzahlung in Verbindung setzen. Ein Erlass kommt insoweit regelmäßig leider nicht in Betracht.

Die Steuerschuld aus einem bereits erlassenen Steuerbescheid verjährt nach fünf Jahren (jeweils zum Jahresende), wobei aber zu beachten ist, dass z.B. alle Vollstreckungsmaßnahmen die Verjährungsfrist unterbrechen, so daß danach die Fünf-Jahresfrist jeweils erneut beginnt.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben. Für eien Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 24.04.2006 | 14:47

Sehr geehrter Herr Meissen,

danke für die schnelle Beantwortung.

Eine kurze Nachfrage zur Verjährung: ich habe zu meiner damaligen Steuererklärung 1999 nun eine geänderte Steuererklärung per 20.04.06 bekommen. Tritt hier bereits die 5 jährige Verjährung ein ?

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.04.2006 | 14:59

Nein, die Verjährung der Steuerschuld aus dem Steuerbescheid beginnt erst mit dem Ende des Jahres, in dem der Steuerbescheid erlassen wurde.

Etwas anderes ist die Frage, ob der Einkommensteuerbescheid für 1999 noch im Jahr 2006 geändert werden konnte, denn insoweit gilt zunächst eine 4jährige Festsetzungsfrist, die in dem Jahr beginnt, in dem Sie die Steuererklärung für 1999 eingereicht haben. Diese Frist verlängert sich lediglich bei leichtfertiger Steuerverkürzung (bzw. bei Steuerhinterziehung) auf 5 (10) Jahre. Ob diese Frist tatsächlich bereits verstrichen ist oder nicht, vermag ich aufgrund Ihrer bisherigen Angaben alleine nicht zu beantworten, freilich müßten Sie dieses Argument ggfs. im Einspruchsverfahren gegen den Steuerbescheid vorbringen.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

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