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Steuerrückzahlung nach Scheidung - wer kriegt was?


28.02.2006 11:36 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



hallo,
ich bin seit 3 jahren geschieden und hab mit meinem ex das übereinkommen, dass ich seine unterhaltszahlungen an mich beim finanzamt versteuere und dafür die deshalb zu entrichtenden steuern von ihm ersetzt bekomme. dafür kann er den gezahlten unterhalt als aussergewöhnlich von seiner steuer absetzen. dieses jahr tritt nun wegen änderung des unterhalts im laufenden jahr der fall ein, dass die vorauszahlungen, die ich für die unterhaltsversteuerung ans finanzamt entrichte (und die er mir ja ersetzt) zu viel waren und ich nach lage der dinge eine rückzahlung vom finanzamt erwarte, nachdem meine steuererklärung dort bearbeitet werden wird. allerdings fällt die rückzahlung nur deshalb so hoch aus, weil ich einige dinge vom letzten jahr selbst absetzen kann, wie z.b. kosten für meine brille und meine fahrtkosten zur arbeit. jetzt meine frage: hat mein ex anspruch auf die gesamte summe der rückzahlung vom finanzamt? oder kann ich den teil, der nur aufgrund meiner absetzbaren kosten zurückgezahlt wird, behalten (würde über 100€ ausmachen)? an und für sich dürfte ich selbst nichts von der steuer absetzen, denn ich verdiene in meinem job so wenig, dass ich keine lohnsteuer zahle. nur durch das versteuern des unterhalts zahle ich überhaupt steuern ans finanzamt.
gruß brickli
Ob und was Sie an Ihren Ex-Ehemann zurück zahlen müssen, richet sh in erster Linie nach der zwischen Ihnen und Ihrem Ex-Ehemann getroffenen Vereinbarung. Sieht diese vor, daß Ihr Ex-Ehemann Ihnen alle Einkommensteuerzahlungen ersetzt, die Ihnen aufgrund der getroffenen Abrede entstehen (was ich nach Ihrer Schilderung unterstelle), so stehen ihm dann allerdings auch insoweit die Erstattungen zu. Nur soweit, wie die Erstattungen nicht in Zusammenhang mit Ihrer Handhabung der Anlage "U" stehen, müssen Sie diese nicht an Ihren Ex-Ehemann erstatten. Wenn Sie die auf die Unterhaltszahlungen entfallende Einkommensteuerpflicht nun durch eigene Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen reduzieren, reduziert sich auch dadurch in Ihrem konkreten Fall lediglich die Steuerlast auf den Unterhalt, so daß die Rückerstattung vollständig Ihrem Ex-Ehemann zustehen würde. Allerdings empfiehlt es sich, hier eine Abrede mit Ihrem Ex-Ehemann dahingehend zu treffen, daß diese Erstattungen bei Ihnen verbleiben.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben.
Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht
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