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Steuerrechtliche Frage zum Import/Export USA

21.01.2013 17:09 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Person A is gewerblich tätig in Deutschland und bezieht seine Waren hauptsächlich aus den USA. Bis jetzt hat Person A immer die Waren nach Deutschland importiert und die Einfuhrumsatzsteuer beim Import in Deutschland abgeführt, so wie es üblich ist. Person A konnte dann bei seinen monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen die Einfuhrumsatzssteuer-Ausgaben gegenrechnen

Folgende Situation ändert sich jetzt:

Inzwischen hat Person A in den USA ein Ferienhaus erworben, wodurch Person A nun direkt aus der USA nach Deutschland zu seinen Kunden verschicken kann, während er vor Ort ist. Die Kunden werden über die anfallenden Einfuhrumsatzssteuer Abgaben informiert, die sie selbst beim Zoll zu entrichten haben.

Die Kunden überweisen weiterhin auf das deutsche Bankkonto von Person A.

Da Person A nun direkt an den Kunden aus der USA nach Deutschland verschicken kann, bezahlt der Kunde auch die Einfuhrumsatzsteuer selbst, daraus entsteht folgendes Problem:

Person A hat keine nachweisbaren Einfuhrumsatzsteuer-Ausgaben mehr, dadurch muss Person A monatlich mehr Umsatzssteuer an das Finanzamt abführen, da er natürlich weiterhin den vollen Betrag angeben muss, den er auf sein deutsches Bankkonto überwiesen bekommt. Person A kann die Einfurumsatzsteuer-Ausgaben, die er normalerweise hätte, nicht mehr gegenrechnen, weil der Kunde die Einfuhrumsatzsteuer selbst bezahlt hat.

Bedeutet dass, dass der Kunde die volle Einfuhrumsatzsteuer zahlen muss und Person A ebenso nochmal an das Finazamt, da er keine Einfurumsatzsteuer-Ausgaben zu dem Kauf hat? Das bedeutet, das Finanzamt würde zweimal die volle Einfuhrumsatzsteuer für die Ware erhalten.

Gibt es eine Sonderregelung diesbezüglich?

Falls nein: Kann Person A etwas ändern, um diesen Bug im Steuersystem zu umgehen, z. B. den Kauf auf einer internationalen Seite abschließen, wie ebay.com anstatt ebay.de? Gibt es irgendwelche Tricks, falls es keine Sonderregelung gibt?

Person A ist mit seinem Hauptwohnsitz in Deutschland gemeldet sowie Deutscher Staatsbürger. Person A hat keine amerikanische Staatsbürgerschaft. Person A ist die meiste Zeit vom Jahr in Deutschland bleibt nicht länger als 1 Monat am Stück vor Ort..

Bitte meine Frage in verständlicher Sprache beantworten und Tipps geben.

Danke.


22.01.2013 | 21:12

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die eingestellte Frage. Diese möchte ich aufgrund ihrer Sachverhaltsangaben und in Ansehung des Einsatzes wie folgt beantworten.
Beachten Sie bitte, dass auch kleinste Veränderungen durch Hinzufügen oder Weglassen von Angaben im Sachverhalt kann die rechtliche Bewertung wesentlich beeinflussen.

So wie Sie den Sachverhalt gerade schildern (Direktversand aus den USA) legen Sie ihren Kunden einen Aufschlag, in Form der von den Kunden zu entrichtenden Einfuhrumsatzsteuer, drauf.

Die Sichtweise, dass der deutsche Staat hier zweimal kassiert (was er ja in dieser Konstellation auch tut), entspricht jedoch nicht der rechtlichen Realität. Es obliegt einzig und allein Ihnen, wie Sie ihr Geschäft organisieren.

Aus rechtlicher Sicht liefert ein in den USA ansässiges Unternehmen deutschen Kunden Ware, die diese dann bei der Einfuhr versteuern und im schlechtesten Fall auch verzollen müssen. Gleichzeitig erhält ein deutsches Unternehmen mit Sitz im Inland den vereinbarten Kaufpreis für die gelieferte Ware. Dieses vereinnahmt damit Umsätze, die nach § 1 UStG: Steuerbare Umsätze der deutschen Umsatzsteuer unterliegen, kann aber im Gegenzug nicht die von den Kunden entrichtete Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer gegenüber der Finanzbehörde geltend machen.

Diese Einfuhrumsatzsteuer kann auch nicht vom Verbraucher/Kunden gegenüber den Finanzbehörden geltend gemacht werden, da Sie halt nicht als Unternehmen eingeordnet werden können (vgl. § 3 UStG: Lieferung, sonstige Leistung ).

Ggf. sollten Sie sich wieder überlegen, soweit Sie ihren Kunden einen geldwerten Vorteil und damit eine Preisminderung zugutekommen lassen möchten, wieder als Unternehmen die Waren selbst einzuführen.
Eine andere Lösung ist gesetzlich nicht vorgesehen.
Leider kann ich Ihnen keine für Sie günstigere Lösung zu Ihrer Frage anbieten, ich hoffen dennoch Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wehle, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Andreas Wehle

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