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Steuerrechtliche Frage

14.08.2013 09:32 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Sehr geehrte Rechtsanwälte,

ich habe eine Frage zu den steuerlichen Auswirkungen einer anstehenden Immobilienveräußerung:

Ausgangslage:
- 07/1997: Immobilienerwerb durch meine Eltern (Kaufpreis: 80.000 €)
- Finanzierung zu 100% über ein Darlehen

- 06/2000: Tod meiner Mutter; Testament auf Gegenseitigkeit

- 04/2007: Übertragung der Immobile auf den Sohn
- Vater wohnt weiterhin kostenfrei in der Immobilie
- Zudem: Nutzung der Immobilie zur Kreditabsicherung. Der Kredit läuft weiterhin über den Vater.

Fragen:
1) Wenn ich die Immobilie verkaufen möchte, inwieweit ist die Einnahme aus dem Verkauf steuerlich relevant? Insbesondere: Gibt es einen Unterschied zwischen den ersten 80.000€ aus dem Verkaufserlös und dem potentiellen Mehrerlös?

2) Macht es einen Unterschied, wenn ich die Immobilie 10 Jahre nach der Übertragung (04/2007), also in 2017 veräußere?

Vielen Dank!

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Die sogenannte Spekulationssteuer ergibt sich aus § 23 EStG . Demnach sind die Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften zur Einkommenssteuer heran zu ziehen, wenn die - in Ihrem Fall - Immobilie weniger als 2 Jahre selbst genutzt wurde oder weniger als 10 Jahre im Eigentum des Verkäufers befindlich war.
Dabei ist eine Erbschaft oder Schenkung unerheblich, da dies keine "Veräußerung" im Gesetzessinne ist. Es geht also um den Zeitpunkt des ursprünglichen Erwerbs.

Demnach würde ein etwaiger von Ihnen erzielter Gewinn bei der Erhebung der Einkommenssteuer außer Betracht bleiben, weil Ihre Eltern dies vor über 10 Jahren erworben haben und Sie dieses durch eine Schenkung erhalten haben.

Allerdings kann sich etwas anderes ergeben, wenn Sie die bis dahin noch nicht getilgte Hypothek übernommen haben. Diesen Vorgang bewertet das Finanzamt als gemischte Schenkung. Folge: Der Darlehenswert gilt als anteiliger Verkaufspreis, dann könnte anteilige Einkommenssteuer fällig werden. Hier fehlen mir aber Informationen.

Für einen Verkauf durch Sie dürfte dies jedoch unerheblich sein, da Sie die 10 Jahresfrist überschritten haben. Eine Steuerpflicht könnte höchstens anteilig auf den Restwert der Hypothek entstehen. Aber auch das halte ich für wenig wahrscheinlich. Mir fehlen zwar Informationen - und dies bedürfte ggfs. einer ausgiebigen Prüfung - ich gehe aber davon aus, dass die Hypothek keinen allzu großen Wert mehr haben wird.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine eingehende Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

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