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Steuerrecht nach DBA mit VAE

| 01.12.2011 13:02 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


seit ueber 10 Jahren Familie und ich wohnen,leben und arabeite fuer deutsches Unternehmen in den Vereinigte Arabische Emirate(VAE). Haben Haus in Deutschland wo wir auch dort angemeldet sind – Das Gehalt wird vom Unternehmen in Deutschland an mein deutsches Konto ueberwiesen.
Ich habe auch Mietwohnungen.

Laut Finanazamt , Gehalt ist durch DBA mit VAE steuerpflichtig

FRAGE: Wie kann ich Lohnsteuer vermeiden, da meine Familie und ich tatsaechlich in den VAE leben und arbeiten.

Wenn ich das Haus an meine Tochter vermiete und uns von Deutschland abmelden und das Gehalt von Deutschland an VAE Konto ueberweisen lassen.
-Ist damit die Lohnsteuer vermieden?
-Darf man dann Tochter fuer 1-2 Wochen in Jahr uebernachten
-Wie und wo sollen die Mieteinnahmen versteuert.
-Hat Arbeitslohn mit Mieteinnahmen steuerlich zu tun.

Sehr geehrte Dame,
Sehr geehrter Herr,

vielen Dank für Ihre Anfrage die ich Ihnen unter Zugrundelegung Ihrer Fragestellung gern wie folgt beantworte:

Das deutsche Einkommensteuerrecht knüpft die unbeschränkte Steuerpflicht bei natürlichen Personen an deren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland. Dies hat grundsätzlich zur Folge, dass der Steuerpflichtige sein gesamtes Welteinkommen in Deutschland zu versteuern hat.

Einen Wohnsitz hat jemand dort, wo er eine Wohnung unter Umständen innehat, die darauf schließen lassen, dass er die Wohnung (Haus) beibehalten und benutzen wird. Dies kann auch ein möbliertes Zimmer oder ein Wochenendhaus sein. Unerheblich ist es, ob es sich um einen ersten Wohnsitz oder eine Zweitwohnsitz handelt. Ohne Bedeutung ist auch, ob man polizeilich in Deutschland gemeldet ist.

Um die schwerwiegenden Nachteile des DBA zu vermeiden, kann ich Ihnen nur empfehlen, den Wohnsitz in Deutschland vollständig aufzugeben; dann wäre jedenfalls gewährleistet, dass keine Lohnsteuer erhoben wird.

Für gegebenenfalls zurückliegende Steuerjahre kann versucht werden zu argumentiern, dass Sie zu den VAE jedenfalls eine engere persönliche und wirtschaftliche Beziehung haben(Mittelpunkt der Lebensinteressen).

Grundsätzlich könnte das Haus auch an die Tochter vermietet werden. Die Vermietung muss ernsthaft bestehen, dass heißt Ihre Tochter muss das Haus bewohnen, eine angemessene Miete zahlen und aufgrund ihres Einkommens auch in der Lage sein die vereinbarte Miete zu zahlen.
Selbstverständlich muss die Miete tatsächlich "fließen", also von Ihrer Tocher an Sie bezahlt werden.
Als Alternative käme eine Übertragung des Hauses auf die Tochter im Wege der vorweggenommenen Erbfolge in Betracht.

Die beschränkte Steuerpflicht knüpft an die Quelle der Einkünfte in Deutschland. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind also trotz fehlendem gewöhnlichen Aufenthaltses in Deutschland zu versteuern.

Um Schwierigkeiten zu vermeiden, könnte ein Mietvertrag mit Ihrer Tochter dem Finanzamt vorgelegt werden, mit der Bitte um eine sog. "verbindlichen Auskunft".
Falls das Finanzamt den Mietvertrag anerkennt, können Sie Ihre Tochter selbstvertständlich trotzdem für 1-2 Wochen/Jahr besuchen und dann bei ihr im "Mietshaus" übernachten


Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Freundliche Grüße aus Ingelfingen

Nachfrage vom Fragesteller 01.12.2011 | 14:31

Wenn ich vorgehe wie Sie oben beschrieben haben, 1. Ist mein Lohn, das von meinem Arbeitsgeber in Deutschland an mein Konto in VAE ueberwiesen steuerfrei.

2. Kann der Arbeitsgeber die sozialabgaben weiter leisten (wenn kein Wohnsitz in deutschland)
Danke

Nachfrage vom Fragesteller 01.12.2011 | 15:27

Wenn ich vorgehe wie Sie oben beschrieben haben, 1. Ist mein Lohn, das von meinem Arbeitsgeber in Deutschland an mein Konto in VAE ueberwiesen steuerfrei.

2. Kann der Arbeitsgeber die sozialabgaben weiter leisten (wenn kein Wohnsitz in deutschland)
Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.12.2011 | 17:58

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Hierzu muss ich Ihnen mitteilen, dass die Nachfragefunktion grundsätzlich nicht der Beantwortung weiterer, eigentlich kostenpflichtiger Fragen dient.

Ausnahmsweise nehme ich jedoch wie folgt Stellung:

Zu Ihrer Nachfrage 1: "ja",

zu Ihrer Nachfrage 2: Selbstverständlich kann der Arbeitnehmer die Beiträge zur Sozialversicherung weiter zahlen. Er ist jedoch, wie das Bundesarbeitsgericht im November 2005 entschieden hat, gesetzlich nicht dazu verpflichtet.

Ich hoffe, dass damit Ihre Fragen abschließend beantwortet wurden. Sollten Sie noch weiter Anfragen haben, können Sie diese auch im Rahmen des "Beauftrag´einen Anwalt" einstellen. Dort könnte Ihnen ein umfangreicheres Gutachten zu dieser steuerlichen Thematik angefertigt werden.

Freundliche Grüße aus Ingelfingen

Bewertung des Fragestellers 01.12.2011 | 18:20

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Stellungnahme vom Anwalt: