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Steuerrecht / Gesellschafterrecht

| 23.09.2015 11:21 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch


Sehr geehrtes Anwalts-Team,

zu folgendem Sachverhalt benötige ich eine rechtliche Einschätzung:

Ich bin zu 50% Eigentümerin eines Mehrfamilien- und Geschäftshauses. Eine der vermieteten Wohnungen bewohnt der andere Eigentümer. Registriert sind wir als Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Es wurde kein Teileigentum gebildet, jedem gehört von allem 50%.

Im Frühjahr diesen Jahres wurde dem zweiten Gesellschafter durch den Steuerberater empfohlen, keine Miete mehr zu zahlen. Grund für diese Empfehlung: Steuerlich ist eine Mietzahlung an sich selbst (wäre hier 50% der „Miete" des) nicht anzuerkennen. Daraufhin wurde die Mietzahlung durch den zweiten Gesellschafter auch eingestellt, gezahlt werden monatliche Nebenkosten. Eine Rücksprache mit mir erfolgte nicht.

Im Gegenzug solle ich am Ende des Jahres eine größere Zuweisung des Überschusses auf meinem Kapitalkonto erhalten, da mir ein größerer Anteil am Gewinn zugerechnet wird (die entgangenen 50% der Mietzahlung). Der Wert des Kapitalkontos stünde dann auch für Entnahmen zur Verfügung. Dadurch wird die Nichtbezahlung der Miete reguliert und ich wäre am Ende mit dem nichtzahlenden Mitgesellschafter gleichgestellt.

Leider konnte mir der Steuerberater bisher auf meine Nachfrage, WEM denn diese Regelung nützt, keine befriedigende Auskunft erteilen. Der Steuerberater erstellt nicht nur die Erklärung für die Gesellschaft, sondern auch für uns beide Gesellschafter privat. Ich nehme an, die Empfehlung der Nicht-Mietzahlung wurde wohl in erster Linie als Steuerberater der Privatperson Mitgesellschafter getroffen.

Problem: Durch die Mietzahlungen werden die Kredite der Immobilie bedient. Gleichzeitig sollte generell auch ein gewisser Mindestbetrag auf dem Wirtschaftskonto zur Verfügung stehen. Durch die Nichtzahlung entgehen der Gesellschaft also auch wichtige Einnahmen.

Ich würde gern wissen, ob Ihrer Einschätzung nach die Empfehlung des Steuerberaters im Sinne und zu Gunsten der Gesellschaft oder nur im Interesse des Mitgesellschafters getroffen wurde.
Ergeben sich für die Gesellschaft steuerrechtliche Probleme, wenn die Mietzahlung des Mitgesellschafters tatsächlich auch als Betrag x auf dem Konto eingeht ?

Herzlichen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Tatsächlich kann ich den Vorgang nur bedingt nachvollziehen. Zuerst einmal sehe ich hier eine Interessenkollision beim Steuerberater. Wenn dieser sowohl die Gesellschaft als auch die Gesellschafter berät können sich - wie hier akut - Problemfelder ergeben, die manchmal nur unzureichend gelöst werden können. Die Beratung zur Nichtzahlung der Miete kann ich im Sinne der Beratung auch der Gesellschaft insofern nur kritisieren.

Die Beratung scheint also nur im Sinne des Gesellschafters erfolgt zu sein und zwar im Hinblick auf die Abzugsfähigkeit der Mietausgaben. Für die Gesellschaft kann ich bei der normalen Zahlung einer vereinbarten Miete kein Problem erkennen. Dies ist ein ganz normaler wirtschaftlicher Vorgang.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 23.09.2015 | 13:46

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