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Steuerpflicht für privat gekauftes aber selbst genutztes Gewerbeobjekt?


| 08.05.2018 14:42 |
Preis: 58,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Zusammenfassung: Versteuerung von stillen Reserven bei notwendigem Betriebsvernögen.


Ich habe vor über zehn Jahren ein Gewerbeobjekt zur Selbstnutzung für meine Firma gekauft. Diese ist ein im HRA eingetragenes Einzelunternehmen.
Der Kauf lief allerdings nicht auf meine Firmen-, sondern auf meine Privatanschrift.
Die Kosten (Zinsen, Instandhaltung) habe ich aber im Unternehmen steuerlich abgesetzt.

Im Gegenzug habe ich dem Unternehmen das Objekt quasi mietfrei überlassen und keine Pacht von meinem Unternehmen verlangt, wie es bspsw. bei GmbHs und anderen Sachgesellschaften üblich ist.
Falls dies zusätzlich noch relevant ist: Ein kleiner Teil des Objekts wurde unterverpachtet, die erzielten Einnahmen hat meine Firma (nicht ich privat) ganz regulär der Besteuerung unterworfen, sogar inkl. Mehrwertsteuer.

Nun habe ich die Möglichkeit das Objekt mit einem relativ hohen Gewinn zu veräußern. Es sieht nun so aus: Wenn der Gewinn steuerfrei wäre, macht es natürlich Sinn für mich, ansonsten würde ich den Aufwand scheuen bzw. das Objekt noch länger behalten.

Daher meine Frage: Ist der Verkauf steuerfrei möglich bzw. was müsste ich für einen (auch späteren) steuerfreien Verkauf tun?
10.05.2018 | 08:35

Antwort

von


4 Bewertungen
Tackheide 74a
47804 Krefeld
Tel: 02151 4467408
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bei dem Grundstück handelt es sich nach dem dargestellten Sachverhalt um ein so genanntes notwendiges Betriebsvermögen, da es so gut wie ausschließlich betrieblich genutzt wird. Die Differenz zwischen Kaufpreis und dem Buchwert des Grundstücks wären daher z. B. als Einkünfte aus Gewerbebetrieb gemäß § 15 EStG zu versteuern. Diese Differenz nennt man auch stille Reserven. Ihre Versteuerung lässt sich durch steuerliche Gestaltungsmaßnahmen für die Zukunft aufschieben, auf Dauer grundsätzlich aber nicht vermeiden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Ergänzung vom Anwalt 11.05.2018 | 06:01

Bei dem unterverpachteten Gebäudeteil kann es sich je nach Lage des Falles auch um sogenanntes gewillkürtes Betriebsvermögen handeln. Am Ergebnis ändert sich hier zunächst nicht. Ohne Verkauf könnten Sie diesen Grundstücksteil aber aus dem Betriebsvermögen in das Privatvermögen überführen. Mit dieser Entnahme müssten Sie die stillen Reserven versteuern. Weitere Wertsteigerungen würden insoweit aber nicht mehr im Betriebsvermögen entstehen.


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Bewertung des Fragestellers 11.05.2018 | 08:53


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.05.2018
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