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Steuerpflicht bei Wohnsitz im Ausland


| 10.01.2007 18:13 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Ich bin mit meiner Ehefrau kürzlich nach Slowenien ausgewandert. Wir sind beide deutsche Staatsbürger. Ich bekomme meine Bezüge als Beamter in Altersteilzeit auf ein Bankkonto in Deutschland angewiesen. Lohnsteuer wird einbehalten.
Meine Frau ist nicht berufstätig.
Für das Jahr 2007 haben wir keine Lohnsteuerkarte erhalten, da wir keinen Wohnsitz mehr in Deutschland haben.
Frage 1: In welchem Staat sind wir in welchem Umfang steuerpflichtig?
Frage 2: Welche Folgen hat es, wenn meine Behörde keine Lohnsteuerkarte von mir erhält?
Frage 3: Von wo kann ich ggf. eine Lohnsteuerkarte bekommen?
Sehr geehrter Herr,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Frage wie folgt: Nach dem einschlägigen Doppelbesteuerungsabkommen mit Slowenien bzw. mit dem früheren von Jugoslawien stehen Steuern und Beiträge grundsätzlich dem Tätigkeitsstaat, also Deutschland zu.

Für den Veranlagungszeitraum 2006 unterliegen Sie der unbeschränkten Steuerpflicht, da Sie, so entnehme ich dies dem Sachverhalt, in 2006 Einkommen in Deutschland bezogen haben und wohl auch dort noch gemeldet waren.

Erst für den Veranlagungszeitraum 2007 kann eine beschränkte Steuerpflicht in Betracht kommen.


Als beschränkt steuerpflichtig gelten Personen die im Inland (Bundesrepublik Deutschland) keinen Wohnsitz oder keinen gewöhnlichen Aufenthalt haben. Mit ihren Einkünften die sie im Inland beziehen sind sie dann beschränkt steuerpflichtig. Die Steuerpflicht beschränkt sich auf die in § 49 EStG aufgeführten inländischen Einkünfte.

Hierzu zählen auch
· Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, wenn sie im Inland ausgeübt oder verwertet werden

Im Normalfall werden beschränkt Steuerpflichtige nicht zur Einkommensteuer veranlagt, denn mit dem Abzug der Steuer zum Beispiel vom Lohn oder von den Kapitaleinkünften gilt die Steuer als abgegolten. Nur in Fällen in denen mindestens 90 Prozent der Gesamteinkünfte in der Bundesrepublik Deutschland erworben werden und die im Ausland zu besteuernden Einkünfte nicht über 6.136 € liegen, kann auf Antrag eine Behandlung als unbeschränkt Steuerpflichtiger und damit eine Veranlagung zur Einkommensteuer erfolgen.
Seit einiger Zeit werden keine Lohnsteuerkarten von den Gemeinden mehr versendet, sondern der Arbeitgeber erstellt eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung. Es hat also keine Folgen für Sie.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: phermes1@gmx.de

Mit besten Grüßen

RA Hermes
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