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Steuerpflicht bei Immobilienverkauf innerhalb 10 Jahresfrist?

| 03.06.2009 09:54 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Kay Fietkau


Ausgangssituation:
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1978 wurde von der Tante meines Vaters eine Eigentumswohnung erworben, welche seitdem durchgängig an den selben Mieter vermietet war.

Im Jahre 2003 verstarb die besagte Tante und die Wohnung wurde an meinen Vater gemäß Testament vererbt. Hier fiel Erbschaftssteuer an, die von meinem Vater gezahlt wurde.

Im Jahre 2007 erfolgte dann die notarielle Übertragung der Wohnung an mich.

Der Mieter der Wohnung ist dieses Jahr verstorben und das Mietverhältnis wurde entsprechend gekündigt. Deshalb trage ich mich mit dem Gedanken, die Wohnung zu verkaufen. Verständlicherweise möchte ich möglichst keine Steuern auf den Verkaufserlös zahlen.

Die Wohnung und der dazugehörige Grundstücksanteil sind lastenfrei, mein Vater stimmt dem Verkauf uneingeschränkt zu und ich bin Einzelkind.


Frage:
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Fallen überhaupt Steuern im Sinne der 10 Jahresfrist an? Die einzige „kommerzielle Handlung“ war ja der Kauf der Wohnung im Jahre 1978. Ansonsten fielen neben der Erbschaftssteuer, den Notargebühren für die Übertragung, Kosten für die Grundbuchänderungen beim Amtsgericht sowie den Steuern auf die Mieteinkünfte keine Ausgaben für die Wohnung an.

Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen zusammenfassend wie folgt beantworten:


Nach §§ 22 Nr. 2, 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG können Einkünfte aus privaten Grundstücksverkäufe der Einkommensteuer.

Voraussetzung für die Besteuerung ist jedoch, dass zwischen Anschaffung und Veräußerung weniger als 10 Jahre (sog. Spekulationsfrist) vergangen sind und das betreffende Grundstück zwischenzeitlich nicht (ausschließlich) zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde.

Da die Wohnung Ihren Angaben zufolge fremd vermietet war, ist letzter Voraussetzung gegeben.

Hinsichtlich dem Zeitpunkt der Anschaffung und somit dem Beginn der 10-Jahres-Frist gilt Folgendes:

Ihren Angaben entnehme ich, dass Sie Ihrem Vater für die Übertragung des Grundstücks keine Gegenleistung (insbesondere Kaufpreis) gezahlt haben. Demnach handelt es sich um eine Schenkung. Diese stellt keine Anschaffung im Sinne von § 23 EStG dar (ist jedoch ggf. schenkungsteuerpflichtig).

Zeitlich davor lag der Eigentumserwerb seitens Ihres Vaters im Wege der Erbschaft. Auch hierbei handelt es sich nicht um eine Anschaffung im Sinne von § 23 EStG.

Anschaffungszeitpunkt war daher der Erwerb 1978. Seitdem sind offensichtlich mehr als 10 Jahre abgelaufen.

Es handelt sich daher vorliegend um kein einkommensteuerpflichtiges Einkommen.


Ich möchte Sie an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass die vorstehende Antwort ausschließlich auf den von Ihnen gemachten Angaben beruht. Das Hinzufügen oder Weglassen von Angaben kann zu einem anderen Ergebnis führen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 05.06.2009 | 10:38

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