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Steuerpflicht auf deutsche Versorgungsbezuege bei Wohnsitzverlegung nach Brasilien

| 25.05.2009 18:39 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


- Ich bin 1947 geboren.
- Ich erhalte seit 1996 "Versorgungsbezuege" von meinem ehemaligen deutschen Arbeitgeber, der dafuer in seinem Rechnungswesen bei meinem Ausscheiden aus meinem Dienstverhaeltnis als Vorstandsvorsitzender die steuerlich zulaessigen Rueckstellungen gebildet hat.
- Mein Anspruch auf diese "Versorgungsbezuege" besteht nach Massgabe eines mit meinem Arbeitgeber nach Amtsaufnahme geschlossenen Pensionsabkommens.
- Ich erhalte keine Rente oder sonstige Bezuege aus anderen oeffentlichen oder privaten Quellen, da ich nie in Deutschland ein nicht-selbstaendiges Arbeitseinkommen bezogen habe, auf das ich Beitraege zu entrichten gehabt haette..
- Ich beabsichtige, meinen staendigen Wohnsitz nach Brasilien zu verlegen, da ich mich kaum noch in Deutschland aufhalte. Meine hier befindlichen Immobilien sind vermietet bzw. werden vermietet werden.
- Das frueher zwischen Deutschland und Brasilien bestehende DBA wurde per 2006 von Deutschland gekuendigt und ist deshalb nicht mehr inkraft.

Frage: Wo sind meine Versorgungsbezuege zu deklarieren bzw. zu versteuern und - ggf. - besteht eine gegenseitige Anrechnung der im jeweils anderen Land gezahlten Steuern auf diese Bezuege?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Frage im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes.

Die hier erteilte Information kann eine umfassende Beratung mit Einsicht in alle Unterlagen nicht ersetzen und nur eine erste Orientierung verschaffen.

Bei den von Ihnen genannten Versorgungsbezügen handelt es sich um Einkünfte aus früherer nichtselbständiger Tätigkeit (§ 19 Abs. 2 EStG ).

Wenn Sie aus aus Deutschland wegziehen, so gelten Sie hier als beschränkt Steuerpflichtiger. Gemäß § 49 Abs. 1 Nr 4. EStG
sind Sie dann weiterhin steuerpflichtig in Deutschland für diese Einkünfte.

Das Verfahren der Steuererhebung (Lohnsteuer) hat der frühere Arbeitgeber nach folgender Vorschrift durchzuführen:

§ 39d EStG
Durchführung des Lohnsteuerabzugs für beschränkt einkommensteuerpflichtige Arbeitnehmer:

(1) Für die Durchführung des Lohnsteuerabzugs werden beschränkt einkommensteuerpflichtige Arbeitnehmer in die Steuerklasse I eingereiht. § 38b Nr. 6 ist anzuwenden. Das Betriebsstättenfinanzamt ( § 41a Abs. 1 Nr. 1 ) erteilt auf Antrag des Arbeitnehmers über die maßgebende Steuerklasse eine Bescheinigung, für die die Vorschriften über die Eintragungen auf der Lohnsteuerkarte mit der Maßgabe sinngemäß anzuwenden sind, dass der Arbeitnehmer eine Änderung der Bescheinigung bis zum Ablauf des Kalenderjahrs, für das sie gilt, beim Finanzamt beantragen kann.


Ab 2009 wurde die steuerliche Situation für beschränkt Steuerpflichtige gegenüber der bisherigen Rechtslage verbessert, da nun die Steuerklasse I Anwendung findet und nicht mehr ein pauschaler Steuersatz wie bisher erhoben wird und der Grundfreibetrag gewährt wird.

Die Vermietungseinkünfte sind ebenfalls in der Jahressteuererklärung nach der Grundtabelle zu versteuern.

Es ist bei Ihnen günstig, eine Vergleichsberechnung vorausschauend zu berechnen, ob die unbeschränkte oder die beschränkte Steuerpflicht günstiger ist. (Ihren Familienstand hatten Sie nicht angegeben).

§ 34 c EStG , der die Anrechnung einer eventuell in Brasilien gezahlten Einkommensteuer ermöglicht, gilt nur für unbeschränkt Steuerpflichtige. Sie müssten prüfen lassen, wie es sich in Brasilien mit einer eventuellen Steueranrechnung verhält.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und stehe für eine Nachfrage und eine weitergehende Beratung gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin






Bewertung des Fragestellers 27.05.2009 | 19:18

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