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Steuernachteile 20 Jahre verzögerte Ausgleichszahlung vorweggenommene Erbfolge

28.03.2018 12:29 |
Preis: 60,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Risiko der Schenkung von Darlehenszinsen

Guten Tag,

wir möchten gerne im Zuge einer vorweggenommene Erbfolge ein Haus beim Notar auf mich übertragen lassen. Beteiligt sind meine Mutter, meine Schwester und ich (Sohn), es gibt keine anderen Geschwister und keinen Vater mehr (verstorben). Das Haus gehört vollständig meiner Mutter (seit über 10 Jahren, ohne jegliche Belastungen auf dem Haus). Meine Mutter möchte mir gerne das Haus in einer Vorerbschaft überlassen, Sie möchte aber gerne dass ich jeweils 1/3 des Hauses (jeweils 50.000 Euro) an sie und an meine Schwester als Ausgleich zahle. (Somit erhalte ich 1/3 des Wertes des Hauses und den Rest zahle ich aus)

Die Ausgleichszahlung sollen erst in 20 Jahren verzögert stattfinden und sollen einvernehmlich zinsfrei im Notar-Vertrag beurkundet werden.

Der Notar hat uns aber hiervon Abgeraten da dies steuerlich von Nachteil ist:
"Er rät davon ab, die Geldzahlungen auf 20 Jahre festzulegen. Es könnte sein, dass Ihnen dann steuerliche Nachteile entstehen. Könnten Sie das vorab mit einem Steuerberater abklären."

Wie ist ihre Empfehlung um dies möglichst günstig zu gestalten.

Einsatz editiert am 29.03.2018 14:21:10
30.03.2018 | 16:09

Antwort

von


(6)
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Der Hinweis des Notars ist in der Tat zutreffend. Denn wenn Sie jetzt jeweils eine Forderung Ihrer Mutter und Ihrer Schwester begründen, diese aber erst in 20 Jahren erfüllen und bezahlen, dann würde jedermann normalerweise eine solche Forderung verzinsen.

Wenn Sie aber keine Zinsen berechnen und bezahlen, dann unterstellen Finanzamt und Rechtsprechung eine Schenkung in Höhe der Zinsen.

Da Eltern (bei Schenkungen) und Geschwister nur einen Freibetrag von 20.000 € haben und dieser in dem maßgeblich zu betrachtenden Zeitraum von 10 Jahren (maximaler Zeitraum für die Erbschaft- und Schenkungsteuer) überschritten werden kann, droht Schenkungsteuer zu entstehen.

Eleganter ist es, die Forderung z. B. auf 40.000 € zu taxieren und verzinslich zu stellen, so dass de facto am Ende auch nur 50.000 € zu zahlen sind. Das vermeidet die oben beschriebenen Probleme. Allerdings hängt dies auch von weiteren Schenkungen von Ihrer Mutter an Sie bzw. dem Wert einer möglichen Erbschaft etc. ab. Letztlich muss man steuerlich immer die Gesamtlage betrachten. Der verengte Blick auf Einzelfragen kann sehr riskant sein.


Rechtsanwalt Hauke Hagena

Nachfrage vom Fragesteller 30.03.2018 | 17:45

Hallo Herr Hagena,

Danke für ihr informative und hilfreiche Antwort.

Eine kurze Nachfrage habe ich zu Ihrem Vorschlag. Gibt es zur Berechnung der Schenkungshöhe einen Zinsatz den das Finanzamt zu Grunde legt? Wir würden es dann nämlich so machen dass wir 1,25% Zinsen pro Jahr festlegen, welche ich jählich meiner Mutter und Schwester auszahle und den Betrag für Mutter und Schwester jeweils auf 40.000 anstatt 50.000 festlegen. Der Gesamtwert der Immobilie ist gemäß Wergutachten 150.000 Euro, welches wir ebenfalls bei dem Notar hinterlegen möchten. Es gibt ansonsten keine weiteren geplanten Schenkungen/Erbschaften.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.03.2018 | 18:11

1) Auch die Verzinsung kann gestundet werden, so dass dann letztlich erst nach 20 Jahren der Gesamtbetrag (Darlehen + Zinsen + Zinseszinsen) gezahlt wird.

2) Beim Zinssatz selbst ist jegliches Risiko ausgeschlossen, wenn der fremdübliche genommen wird. Der schankt jedoch und hängt vom Zinsniveau am Markt ab. Hierfür kann man auf verschiedene Formeln abstellen. In der Praxis wird z. B. oft an den EURIBOR angeknüpft, also z. B.: EURIBOR + 4 Prozentpunkte = zu vereinbarender Zinssatz.


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