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Steuern bei Wohnsitz und Lebensmittelpunkt im Ausland und Meldung in Deutschland

15. November 2021 23:13 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


07:36

Ich wohne seit einigen Jahren im EU-Ausland. Dort habe bin ich regulär gemeldet und berufstätig, meine Familie wohnt dort und ich zahle regulär Steuern. Gleichzeitig bin ich jedoch auch bei meinen Eltern in Deutschland gemeldet, obwohl ich mich nur wenige Tage dort aufhalte. Dies ist de facto nur ein Nebenwohnsitz, melderechtlich anscheinend ein zweiter Hauptwohnsitz. Dies schien mir praktisch wegen Versicherungen usw. Eine Steuererklärung in Deutschland gebe ich nicht ab. In Deutschland erziele ich lediglich geringfügige Kapitaleinnahmen (deutsches Konto und Aktiendepot). Hoffentlich werden diese deutschen Kapitalerträge in Zukunft etwas höher.
Was bedeutet dieser Wohnsitz in Deutschland? Bin ich in Deutschland Steuerpflichtig? Muss ich eine Steuererklärung abgeben? Muss ich evtl. sogar mein Welteinkommen in Deutschland angeben? Ist es besser diesen deutschen Wohnsitz abzumelden? Darf ich den deutschen Freistellungsauftrag für Kapitalerträge verwenden, solange ich gemeldet bin?

15. November 2021 | 23:52

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Sofern Sie in Deutschland eine Wohnung vorhalten, auch bei den Eltern, einen Raum in der Wohnung der Eltern haben, in dem Sie leben könnten, haben Sie einen Wohnsitz i.S.d. § 8 AO.

Dan wären Sie in Deutschland mit Ihrem Welteinkommen unbeschränkt steuerpflichtig und müssten eine Steuererklärung abgeben.

Aufgrund der wahrscheinlich auch hier im Falle geltenden Doppelbesteuerungsabkommen dürfte aber nur ein sehr geringer Teil Ihrer Einkünfte in Deutschland zu besteuern sein. Der Rest wäre im Ausland an Ihrem Wohnsitz steuerbar.

Sofern Sie aber nur bei den Eltern gemeldet sind, dort aber keine Räumlichkeiten haben, würde ich nur von einem melderechtlichen Wohnsitz ausgehen, nicht von einem steuerlichen. Aufgrund der Meldung dürften Sie aber dennoch Post von Finanzamt bekommen, damit Sie die Steuererklärung abgeben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 16. November 2021 | 06:57

Ich habe tatsächlich kein Zimmer bei den Eltern in D. - also ein "melderechtlicher Wohnsitz".
Ich habe in 15 Jahren noch nie eine Aufforderung zur Steuererklärung in Deutschland bekommen. Muss ich diese denn nun trotzdem ausfüllen, oder erst bei Nachfrage vom Finanzamt und welche Einnahmen kommen rein?
Wie gehe ich mit den Kapitalerträgen um? In der Vergangenheit ging es um wenige Euro, jetzt schon um Hunderte und in Zukunft hoffentlich um Tausende. Wenn meine Bank/Broker/Kryptobörse/Immobilien-Croudinvestfirma aus Deutschland kommt. Muss ich dann bei dem Institut angeben, dass steuerpflichtig in Deutschland oder im Ausland oder beides? Beschränkt in D.? Darf ich in diesem Fall den deutschen Sparerfreibetrag verwenden (gibt es in Slowenien z.B. nicht)? Muss ich dann eine dt. Steuererklärung für meine deutschen Kapitaleinkünfte abgeben? Andere Einkünfte sind Angestelltenverhältnis in Slowenien und selbständige Berufstätigkeit in Österreich, bei eindeutigem Lebensmittelpunkt in Slowenien. Alle Kapitalerträge und Einkünfte generell muss ich ja sowieso in meinem Wohnsitzland angeben, versteuern bzw. je nach Abkommen nachversteuern.
Darf/kann ich den Wohnsitz weiterhin so behalten? Ich wünsche mir, dass alles korrekt ist, um nicht irgendwann eine größere Nachzahlung oder gar Strafzahlung leisten zu müssen. Und natürlich sollte die Situation optimiert für mich sein.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16. November 2021 | 07:36

Gerne beantworte ich auch von Ihre Nachfrage.

Hier ist für die meisten Zeiträume bereits die Festsetzungsverjährung eingetreten, eine Steuerklärung muss daher nicht mehr abgegeben werden.

Darüber hinaus sollten Sie diese nur abgeben, wenn Sie dazu vom Finanzamt aufgefordert wurden.

Bezüglich der Kapitalerträge dürften diese sich in einem sehr geringen Euro Bereich bewegen, so dass hier grundsätzlich nicht von einer Steuerbarkeit dieser Erträge auszugehen ist.

Eine Änderung des melderechtlichen Wohnsitz es in Deutschland ist daher nicht angezeigt. Erst wenn sie verhältnismäßig höhere Einkünfte auch in Deutschland haben, sollten Sie über eine Änderung nachdenken.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt

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