Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Steuern bei Schenkung

| 30.09.2013 18:06 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Ich möchte meiner einzigen Tochter meine sebstbewohnte Immobilie schenken!

Der Schenkungsvertrag gestaltet sich wie folgt:

1. Lebenslanges Wohnrecht für mich " Schenker" 61 Jahre alt, männlich.
2. Steuerklasse meiner Tochter ist 1.
3. Immobilienwert: 500.000 €

Frage:
1. Wieviel oder überhaupt fallen Steuern für meine Tochter an?
2. Fallen eventuell auch Steuern für mich wegen dem Wohnrecht an?

Vielen Dank!

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Für Ihr Wohnrecht wird keine Schenkungssteuer anfallen, da Sie Eigentümer des Hauses sind.
Allerdings wird sich das Wohnrecht wertmindernd auswirken und damit den Schenkungssteuerbetrag mindern. Wie groß die Wertminderung ist, kann ich zur Zeit nicht absehen, da mir die hierfür relevanten Daten (bspw. Mieteinnahmen für ein vergleichbares Objekt) zu Ihrem Objekt fehlen.

Die Schenkung richtet sich in Ihrem Fall nach § 7 Nr. 1 ErbStG (Als Schenkungen unter Lebenden gelten 1.jede freigebige Zuwendung unter Lebenden, soweit der Bedachte durch sie auf Kosten des Zuwendenden bereichert wird; ...). Sie ist damit grundsätzlich schenkungssteuerpflichtig. Allerdings ergeben sich aus §§ 15, 16 ErbStG bestimmte Freibeträge.
Dieser Freibetrag beträgt bei Kindern 400.000 €.
Wenn Ihr Haus einen Wert von 500.000 € hat, wären demnach nur 100.000 € als Schenkung zu versteuern. Der Steuersatz bei einer Schenkung bis 300.000 € beträgt 7%. Demnach würden 7.000 € Schenkungssteuer entstehen. Je nach Wert des Wohnrechts könnte die steuerliche Belastung aber auch deutlich geringer ausfallen.
Dies ist allerdings eine überschlägige Rechnung ohne Kenntnis der genauen Umstände. Ich würde dringend empfehlen, bei Schenkungen in dieser Größenordnung einen Steuerberater zu konsultieren.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine eingehende Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Nachfrage vom Fragesteller 30.09.2013 | 22:15

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Bei einer Vermietung des Objekts ( 1 Familienhaus mit 152 qm Wohnfläche, Baujahr 2005 kann man von

1000 € Miete kalt ausgehen.

Meine restliche Lebenserwartung berechnet sich meines Wissens, nach der Sterbe- Tabelle des statistischen Bundesamts.

Wenn Sie den Wert meines Wohnrechts berechnen könnten wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Dieser Wert wird, meines Wissens nach, von den 500.000 € der Schenkung abgezogen.

Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.09.2013 | 22:37

Vielen Dank für die Nachfrage, die ich gerne beantworte.

Der Wert des Wohnrechts wird in der Tat vom Schenkungsbetrag abgezogen.
Der Wert des Wohnrechts bemisst sich nach § 14 Abs.1 BewG: "Der Kapitalwert von lebenslänglichen Nutzungen und Leistungen ist mit dem Vielfachen des Jahreswerts nach Maßgabe der Sätze 2 bis 4 anzusetzen. Die Vervielfältiger sind nach der Sterbetafel des Statistischen Bundesamtes zu ermitteln und ab dem 1. Januar des auf die Veröffentlichung der Sterbetafel durch das Statistische Bundesamt folgenden Kalenderjahres anzuwenden. (...)."
Aus der Tabelle ergibt sich bei Männern im Alter von 61 Jahren ein Kapitalwert von 12,405. Daraus folgt bei einer Jahresmiete von 12.000 € ein Wert von 148.860,00 €.
Demnach würde keine Schenkungssteuer anfallen.
Dennoch würde ich dringend empfehlen, dass Sie die Sache von eine Steuerberater prüfen lassen.

Ich wünsche einen schönen Restabend. Mit freundlichen Grüßen

Stephan Rübben

Bewertung des Fragestellers 02.10.2013 | 15:44

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen