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Steuerliches Setup für selbständige (freiberufliche?) Nebentätigkeit

| 27.08.2018 08:42 |
Preis: 50,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alex Park, LL.B.


Eine Kooperationspartnerin ist im Hauptberuf angestellte Hochschulprofessorin. Zusätzlich habe ich mit ihr eine Kooperation. Im Rahmen dieser Kooperation hat Sie Trainingsinhalte erstellt und hält einmal im Monat eine Trainingsstunde ab. Für beides zusammen erhält sie eine erfolgsabhängige laufende Provision/Tantieme, die allein von den generierten Kundenumsätzen abhängt und damit auch rein erfolgsabhängig ist.

In 2018 werden ihre Erlöse daraus unterhalb von 10.000 Euro liegen.

Ihr Ziel ist es, so wenig wie möglich bürokratischen Aufwand (mit Behörden, Ämtern, Steuererklärungene etc.) zu generieren. Daher würde sie auch gern so lange wie möglich auf eine separate Umsatzsteuererklärung verzichten.

Frage:
Was ist dafür – auch im Falle von zukünftigen Provision oberhalb von 17.500 Euro – die beste Option im Sinne von minimalem Verwaltungsaufwand bei Behörden, Ämtern und Steuererklärungen? Kann diese Tätigkeit als freiberuflich beratend bzw. lehrend eingestuft werden?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Da Ihre Partnerin Einkünfte aus selbständiger Arbeit erwirtschaftet, sollte Sie auf jedem Fall dem Finanzamt anzeigen, dass es diese Tätigkeit aufgenommen hat. Hierfür gibt es einen bestimmten Fragebogen (wirtschaftliche Erfassung), welcher an das Finanzamt zu schicken wäre.

Die Kleinunternehmerregel nach § 19 Abs. 1 UStG wird Ihre Partnerin zumindest solange in Anspruch nehmen können, wie sie im vergangenen Jahr weniger als EUR 17.500 Umsatz hatte.

Danach wird Sie Rechnungen mit Mehrwertsteuer ausstellen müssen und entsprechende Umsatzsteuervoranmeldungen fertigen müssen. Daran führt dann leider kein Weg vorbei.

In § 18 Abs. 1 Nr. 1 S. 2 EStG heißt es: "Zu der freiberuflichen Tätigkeit gehören die selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit."

Sie können also davon ausgehen, dass die lehrende Tätigkeit Ihrer Partnerin, auch das Erstellen der Lehrmaterialien, eine selbstständige freiberufliche Tätigkeit i.S.d. § 18 EStG darstellt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 01.09.2018 | 11:51

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