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Steuerlicherschuld in Schweiz oder Deutschland?

| 27.08.2013 00:17 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung: doppelter Wohnsitz in Deutschland und in der Schweiz und Arbeit in der Schweiz, Steuerpflicht und Steuererklärung, Anmeldung Wohnsitz

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe die österreichische Staatsbürgerschaft und bin im Januar 2011 in die Schweiz ausgewandert und werde da auch weiterhin meinen Lebensmittelpunkt haben (>185 Tage im Jahr).
Ich möchte aber in Zukunft die restliche Zeit – vor allem die Wochenenden – in Berlin verbringen und würde mir hier auch eine Mietwohnung nehmen. Soweit ich informiert bin, muss ich mich hierfür beim Einwohnermeldeamt melden und es gilt auch nicht als Zweitwohnsitz sondern als Hauptwohnsitz in Deutschland.
Meine Frage: Müsste ich dann in Deutschland Steuern zahlen? Was muss ich berücksichtigen?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Beste Grüsse
Inge Wölfler

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:
Wenn Sie nur eine Wohnung in Deutschland innehaben, können Sie auch nur bezüglich dieser einen Wohnung mit Hauptwohnsitz gemeldet sein. Etwaige andere Wohnsitze im Ausland bleiben bei der Anmeldung bei der deutschen Einwohnermeldebehörde unberücksichtigt. Die Meldung mit Hauptwohnsitz hat nur eine steuerliche Indizwirkung.
Da Sie eine Wohnung auch in Deutschland (Berlin) anmieten, haben Sie auch einen steuerlichen Wohnsitz In Deutschland. Es spielt keine Rolle, wie lange Sie sich dann in D aufhalten. Erst wenn zwei Wohnsitze vorhanden sind, kommt es nach dem jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen zur Bestimmung des Lebensmittelpunktes im Rahmen der Ansässigkeitsprüfung. Hier haben Sie zwei Wohnsitze, auch wenn Sie die Wohnung in Deutschland nur sporadisch bzw. an den Wochenenden nutzen. Es greift sodann die sog. überdachende Besteuerung. Diese findet sich in Art. 4 Abs. 3 DBA D/CH. Dieser Absatz gilt für den Fall, in dem der Steuerpflichtige nach nationalem deutschen Recht einen steuerlichen Wohnsitz in Deutschland hat, jedoch nach Art. 4 Abs. 2 DBA D/CH,z.B. mit dem Lebensmittelpunkt in der Schweiz, in der Schweiz als vorrangig ansässig für Abkommenszwecke gilt.
Falls Sie also Arbeitslohn als abhängig Beschäftige in der Schweiz beziehen, wird dieser Lohn in Deutschland steuerfrei gestellt und erhöht die Progression.
Die Steuerbefreiung in Deutschland nach Art 24 Abs. 1 DBA gilt für Löhne und Gehälter bezüglich der Arbeitsausübung in der Schweiz. Da Sie keine sonstigen Einkünfte haben, sollten Sie sich auf jeden Fall als internationaler Wochenaufenthalter in der Schweiz registrieren lassen. Dann können Sie noch etwaige Fahrtkosten und Wohnkosten im Rahmen einer erforderlichen schweizerischen Steuererklärung bzw. Quellensteuertarifkorrektur absetzen.





Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 27.08.2013 | 10:00

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