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Steuerlicher Umgang Veräußerung GbR-Anteile

10. Oktober 2021 15:37 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte meiner Mitgesellschafterin meine Unternehmensanteile übertragen. Dafür möchte sie mir ein Summe zahlen (fiktiv 100.000 Euro). Wie wäre es steuerlich für mich am sinnvollsten? Ich werde nach Höchststeuersatz besteuert. Ich habe bspw. von meinem Privatkonto knapp 30.000 Euro für Facebook-Fanaufbau bezahlt und werde eine Domain aus meinem Privat-Besitz an die Mitgesellschafterin übertragen. Hierfür könnte man ebenfalls 20.000 Euro Wert annehmen. Wäre so etwas hilfreich, um die Steuerbelastung zu senken?

Vielen Dank und herzliche Grüße
JR

Einsatz editiert am 11.10.2021 11:50:14

Einsatz editiert am 11.10.2021 15:28:56

15. Oktober 2021 | 11:58

Antwort

von


(327)
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10245 Berlin
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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der übermittelten Information beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Die aus Ihrem Privatvermögen gewährten 30.000 € stellen wahrscheinlich ein Darlehen an die Gesellschaft dar, oder eine Einstellung in die Kapitalrücklage, damit die Gesellschaft den Facebook-Fanaufbau bezahlen kann.

Die Domain steht in Ihrem Eigentum, wahrscheinlich sogar in Ihrem Privatvermögen.

Bitte korrigieren Sie mich, falls diese Annahmen nicht korrekt sind.

Die vorstehenden Annahmen vorausgesetzt, können Sie lediglich die 30.000 € steuermindernd „einsetzen". Wenn diese 30.000 € in die Kapitalrücklage eingelegt wurden, sind dies nachträgliche Anschaffungskosten auf die Gesellschaftsanteile, so dass sich der Veräußerungsgewinn um diesen Betrag verringert.

Wenn Sie die Domain veräußern, könnten Sie einen Veräußerungsgewinn erzielen, welcher aber möglicherweise nicht steuerbar ist, wenn Sie nämlich dieses Wirtschaftsgut mehr als 1 Jahr in Besitzt haben, siehe § 23 EStG.

Abschließend, die 30.000 € könnten möglicherweise Anschaffungskosten sein, welche den Gewinn verringern. Die Domain kann möglicherweise steuerfrei veräußert werden.


Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantwortet habe, bei eventuellen Nachfragen können Sie gerne die kostenlose Nachfrageoption benutzen.

Berücksichtigen Sie bitte, dass auch kleine Sachverhaltsänderungen zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt



Rückfrage vom Fragesteller 20. Oktober 2021 | 21:28

Lieber Herr Braun,
vielen Dank für ihre Antwort. Die Domain gehört mir schon seit 2015, daher ist das dann leider irrelevant. Kann ich den steuerlichen Aspekt der 30.000 Euro, sofern das alles wie von ihnen beschrieben zutrifft, dann bei meiner eigenen Steuererklärung geltend machen, oder muss hierfür in der Auflösungsvereinbarung ein entsprechender Vermerk enthalten sein?

Aktuell ist dieses vermerkt:
Die Parteien sind sich einig, dass sie gem. ... keine Einlagen geleistet haben. Vor diesem Hintergrund sind sich die Parteien einig, dass keine Einlagen zurückerstattet werden.

Wie müsste so ein Vermerk dann lauten, wenn notwendig?

Vielen Dank und herzliche Grüße
JR

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22. Oktober 2021 | 18:06

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Für die späte Rückmeldung, welche krankheitsbedingt ist, bitte ich höflichst um Entschuldigung.

In der Sache muss die Gesellschaft einen Beschluss fassen, dass Ihre Forderung gegen die Gesellschaft in die Kapitalrücklage eingestellt wird. Dadurch werden diese zu Anschaffungskosten, welche den Verkaufsgewinn senken, denn dieser ergibt sich aus (grob dargestellt) aus Verkaufserlös - Anschaffungskosten = Gewinn.

Die Domän können Sie steuerfrei veräußern, wenn Sie dafür kein Entgelt bekommen haben.

Bitte schreiben Sie mich per E-Mail (siehe Profil) an, damit ich Ihnen einen Beschlussentwurf übersenden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt

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