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Steuerliche Veranlagung bei Schulden


28.11.2017 09:24 |
Preis: 45,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto



Aus der Vergangenheit (2003 + 2004) bestehen bei mir, nicht unerhebliche Schulden beim Finanzamt aus unerlaubter Handlung. Bisher waren meine Frau und ich immer getrennt veranlagt. Dadurch konnte meine Frau nicht für meine Schulden herangezogen werden. Nun gibt es die Überlegung einer gemeinsamen Veranlagung, da meine Frau sehr viel, ich jedoch sehr wenig verdiene, würde die gemeinsame Veranlagung eine deutliche Einkommensteuerersparnis bringen.

Könnte die gemeinsame Veranlagung dazu führen, das meine Frau im nachhinein auch für "Altlasten" von mir aufkommen muss?
Welche Nachteile könnten entstehen? Was muss berücksichtigt werden?
Zu erwähnen wäre evtl. noch das ich mich seit 2014 in der Privatinsolvenz befinde.


Einsatz editiert am 29.11.2017 07:30:57

Guten Morgen,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist bei einer Fallkonstellation wie in Ihrem Fall Vorsicht geboten, denn eine Zusammenveranlagung führt gemäß § 44 AO zu einer Gesamtschuldnerschaft der Eheleute. Damit würde Ihre Frau auch für Ihre Steuerschulden haften.

Es gibt dann nur die Möglichkeit, gemäß §§ 268 ff AO die Beschränkung der Vollstreckung auf den Betrag, der sich nach Maßgabe der §§ 269 bis 278 bei einer Aufteilung der Steuern ergibt, zu beschränken.

Welche konkreten Auswirkungen das haben kann, kann nur durch einen Steuerberater an Hand der konkreten Zahlen und Daten beurteilt werden.

Grundsätzlich besteht jedoch eine Gefahr, wenn Sie und Ihre Frau sich gemeinsam veranlagen lassen, so dass Sie diese Absicht unbedingt mit einem Steuerberater klären sollten.

Ihre Privatinsolvenz spielt in diesem Fall rechtlich keine Rolle.

Mit freundlichen Grüßen

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